Projekt-ID: #2025-064

Bauprogramm Nordbahn Bauphase 1 ETA

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Projektbeschreibung

Der Hannover Airport ist die erste Adresse im Norden für Urlaubsflüge und Geschäftsreisende. Und noch viel mehr: Wirtschaftsstandort, Jobmotor und Verkehrsknotenpunkt. Betreiber ist die Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH (FHG). Jeder Gast profitiert von kurzen Wegen und vielfältigen Services. Die gute Verkehrsanbindung macht ihn bei Passagieren beliebt und für Unternehmen attraktiv. Fluggäste können aus über 40 attraktiven Direktzielen wählen. Rund um die Uhr leistet er einen zentralen Beitrag zur Mobilität, Anbindung, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Niedersachsen. Über 10.000 Beschäftigte am Standort sorgen dafür, dass der Airport immer in Bewegung bleibt. Unsere Überzeugung ist: Die Region profitiert vom Airport und der Airport braucht die Region. Deshalb setzen wir auf gute Nachbarschaft und nehmen unsere Verantwortung ernst. Ökologisch, ökonomisch und sozial. Was uns außerdem bewegt: das Thema Nachhaltigkeit Der Auftraggeber beabsichtigt eine bauliche Sanierung der Nordbahn (09L-27R), sowie der dazugehörigen Anschlussrollbahnen TWY J, K, Kto ab dem Jahr 2027. Im Rahmen der Sanierung ist eine grundhafte Erneuerung der Betondecke, des Kabelschachtsystems und der Entwässerungsanlagen vorgesehen. Zudem erfolgt die Errichtung von zwei neuen Befeuerungsstationen für den Nordbereich, inkl. Erneuerung der Befeuerungsschaltanlagen, des übergeordneten Betriebs- und Überwachungssystems der Befeuerungssteuerung (AGLCMS) inkl. der LWL-Netzstruktur. Die Sanierung gliedert sich in drei wesentliche Bauphasen mit folgenden Ausführungszeiträumen: Vorgezogene Maßnahmen: Befeuerungstechnische Ausrüstung der Befeuerungsstationen im Nordbereich, paralleler Aufbau des AGLCMS und der LWL-Netzstruktur: 04/2026 - 10/2027 Bauphase 1: Sanierung des östlichen Teils der Start- und Landebahn Nord, mit Anflugrichtung 27R: 10/2027 - 06/2028 Bauphase 2: Sanierung des westlichen Teils der Start- und Landebahn Nord, mit Anflugrichtung 09L: 10/2031 - 06/2032 Bauphase 3: Sanierung von Rollbahnabschnitten G, J, K, Kto: 2032-2033 Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens ist die Umsetzung von elektrotechnischen Maßnahmen im Rahmen der vorgezogenen Maßnahmen und der Bauphase 1. Die Bauphasen 2 und 3 sind nicht Leistungsbestandteil. Die Beauftragung mit den vorliegend ausgeschriebenen Leistungen steht unter dem Vorbehalt der Gremienzustimmung beim Auftraggeber und der abschließenden Absicherung der Finanzierung (Klärung bis voraussichtlich bis Ende 2025).

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1 Los

Außenanlage (Flugbetriebsflächen): Zur Erneuerung der Netzinfrastruktur der Befeuerungssteuerung sowie zur nachrichtentechnischen Einbindung der bauseits errichteten Nordbahnstationen sind ca. 9.500m LWL-Kabelzugarbeiten im Nordbereich des Flughafens vorgesehen. Mit Beginn der Sanierungsmaßnahmen in Bauphase 1 ist die Demontage von ca. 1.000 Unter- und Überflurfeuern erforderlich, sowie der Rückzug von ca. 165 km flughafenspezifischen Primär- und Sekundärverkabelungen, zur Erreichung der Baufreiheit für tiefbauliche Leistungen, durchzuführen. Im Rahmen der Errichtung eines neuen Kabeltrassensystems entlang der Start- und Landebahn wird die Ausrüstung von ca. 100 Kabelzugschächten mit Kabeltragsystemen notwendig. Im Rahmen der Bauphase 1 ist die Modernisierung der Befeuerung mittels Lieferung und Einbau von ca. 800 energieeffizienten LED-Feuern für die Anflug- und Pistenbefeuerungen, der Durchführung von Stromkreisaufteilungen, sowie der Neuverlegung von ca. 200km Primär- und Sekundärverkabelungen vorgesehen. Darüber hinaus müssen Provisorien und befeuerungstechnische Zwischenschritte umgesetzt werden, damit der Flugbetrieb auf der Start- und Landebahnen 09R-27L und teilweise auf der 09C-27C aufrechterhalten werden kann. Mit Abschluss der Baumaßnahme ist die Durchführung von Lichtmessungen für Befeuerungssysteme der Start- und Landebahn notwendig, damit die Einhaltung lichttechnischer Anforderungen bestätigt wird. Innenanlage (Befeuerungsstationen): Für die zwei neue Befeuerungsstationen sind befeuerungstechnische Schaltanlagen herzustellen und in Betrieb zu nehmen. Hierbei ist die Lieferung und Inbetriebnahme einer Befeuerungsschaltanlage je Station für ca. 50 Serienstromkreisen in 6,6A-Technik, einem Anflugblitzsystem und der Auswertung von Induktionsschleifen an CAT II/III-Haltebaken, zur Erfassung von Roll- und Fahrbewegungen auf den Flugbetriebsflächen vorgesehen. Zur Errichtung dieser Schaltanlagen ist die Installation eines Doppelbodens mit Grundrahmen für Schrankaufstellungen, Kabeltragsystemen und Niederspannungsverteilungen erforderlich. Steuerungs- und Überwachungssystem (AGLCMS): Hinsichtlich der Erneuerung des AGLCMS ist die hard- und softwareseitige Ausstattung, inklusive aller Bedien- und Arbeitsplätze im Tower, in der Warte und in den vier Befeuerungsstationen auszuführen. Dabei muss das System in der Lages sein, neben den zu liefernden Komponenten der Befeuerungsschaltanlage der beiden neuen Nordbahnstation, die vorhanden Komponenten der Südbahnstationen (ca. 40 Serienstromkreise mit und ohne Einzellampensteuerung und zwei Anflugblitzsystemen der Fa. Honeywell) anzusteuern und überwachen zu können. Zu berücksichtigen ist, dass Komponenten diverser Hersteller (ABB, Lucebit und Honeywell) im Einsatz sind. Sämtliche Umbauleistungen in den Südstationen müssen während des laufendes Flugbetriebs, in enger Abstimmung mit dem AG durchgeführt werden, da am Flughafen ein 24/7 Flugbetrieb besteht. Im Towertechnikraum befindet sich die Schnittstelle zum alphanumerischen Betriebsstufenanzeige- und Landebahnanwahlfernwirksystem (ANBLF) der Deutschen Flugsicherung (DFS). Das zukünftige System muss diese Schnittstelle ebenfalls zwingend bedienen können. Dieses System soll sich nahtlos in die Flughafeninfrastruktur integrieren, um einen sicheren und reibungslosen Betrieb am Flughafen Hannover zu gewährleisten. Es muss daher einerseits eine gute Koppelbarkeit zu Drittsystemen aufweisen und das Exportieren von Schaltzuständen und die Entgegennahme von Schaltbefehlen ermöglichen. Andererseits muss es in der Lage sein individuelle Anforderungen an die Benutzeroberfläche und Bedienfunktionen erfüllen zu können. Die Implementierung des Systems muss im laufenden 24/7 Flugbetrieb in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber erfolgen. Zusätzlich soll eine Rahmenvereinbarung über die Bereitstellung von Ersatzteilen und ein Vertrag über die Betriebsführung / Systempflege / Support auf Basis eines EVB-IT-Vertragsmusters geschlossen werden. Einzelheiten sind den informatorischen Vergabeunterlagen zu entnehmen.

Vertragslaufzeit 26.03.2026 – 29.06.2028

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