Projektziel gemäß genehmigter Voruntersuchung und genehmigtem HU-Planung ist der Ersatz der in Betrieb befindlichen, linken (westlichen) Schleusenkammer der Schleuse Herbrum im Dortmund-Ems-Kanal (DEK) zur langfristigen Gewährleistung der Sicherheit und Leichtigkeit der Schifffahrt sowie der Leistungsfähigkeit der Bundeswasserstraße. Die neue Schleusenkammer soll vor Außerbetriebnahme der westlichen Schleusenkammer (restliche Nutzungsdauer ca. 15 Jahre) in Betrieb gehen und hinsichtlich ihrer Abmessungen und Leistungsfähigkeit an heutige sowie zukünftige Anforderungen angepasst werden. Der Ersatz der Schleuse Herbum wird am Standort der alten, östlichen Schleusenkammer nach deren Rückbau realisiert Das Projekt wird im Rahmen des Partnerschaftsmodells Wasserstraßen (PmW) als Pilotprojekt in der Ausprägung einer Integrierten Projektabwicklung (IPA) umgesetzt. Kennzeichnend für dieses Modell sind: - frühzeitige Einbindung aller wesentlichen Projektbeteiligten, - gemeinsame Entwicklung des Bausolls in Vertragsphase 1, - kooperatives und transparentes Projektmanagement, - gemeinsame Verantwortung für Kosten-, Termin- und Qualitätsziele, - Ausrichtung aller Entscheidungen am Grundsatz „Best for Project“. Das PmW ist modular aufgebaut und besteht aus zwei Vertragsphasen: Vertragsphase 0 – Vorbereitung und Vergabe (aktuelle Phase) Vertragsphase 1 – Intergrierte Planung (auch Gemeinsame Konkretisierung des funktionalen Bau-Solls, Risikomanagement und Festlegung des Zielpreises.) Vertragsphase 2 – Ausführung (Realisierung auf Grundlage des gemeinsam entwickelten und vereinbarten Pflichtenhefts sowie der gemeinsamen Planung.) Für das Projekt wurde eine Modulkombination gewählt, die eine integrierte Planung sowie eine Ausführung im Allianzmodell mit Mehrparteienvertrag ermöglicht. Aufgrund der technischen Komplexität, der Randbedingungen des Bauens im Bestand sowie der hohen Bedeutung für den laufendenden Schifffahrtsbetrieb ist dieses Abwicklungsmodell besonders geeignet. Das Betriebsgebäude des ABz.- Stützpunktes Herbrum wird abgerissen und an gleicher Stelle neu gebaut. Die aktuell in Betrieb befindliche Leitzenrale auf der Schleuseninsel wird außer Betrieb genommen. Eine neue Leitzenrale wird in das Gebäude des ABz.- Stützpunktes Herbrum integriert. Hierfür ist die Aufstellung und Genehmigung eines separaten Entwurfs-AU durch das WSA in Arbeit. Die Inberiebnahme/Verkehrsfreigabe der neuen Schleuse ist im Q2 2032 geplant. Eine detaillierte Beschreibung des Vergabepaketes 3 - Wasserbau, Spezialtiefbau, Konstruktiver Ingenieurbau, Erdbau erfolgt im Punkt 5.1.
Der Auftragnehmer des Vergabepakets 3 (VP 3) übernimmt die fachliche Gesamtverantwortung für die bauliche Umsetzung der Schleusenanlage. Dies umfasst die vollständige, vertrags- und qualitätsgerechte Herstellung aller Bauwerke einschließlich Bauzustände, Provisorien und Nebenanlagen. Der Auftragnehmer des VP 3 sorgt dafür, dass die freigegebene Planung von VP 1 fachgerecht umgesetzt wird, die Bauzustände mit den technischen Systemen von VP 2 abgestimmt sind und die funktionalen Anforderungen des Lastenhefts vollumfänglich erfüllt werden. Der Allianzpartner wirkt aktiv an der Schnittstellenkoordination, Terminsteuerung und Risikobearbeitung mit. Verantwortliche Leistungen: - zuständig für den Hoch-, Wasser-, Massiv-, Erd-, Spezialtief- und konstruktiven Ingenieurbau - im Rahmen der Tiefgründung zuständig für die Herstellung der Schleusenkammer, Häupter, Fundamente, Bodenplatten und baulichen Nebenanlagen, - Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und Ausführung von Demontage-, Abtrags- und Recyclingprozessen - Rückbau und Baufeldfreimachung bestehender Anlagen, Profilierung der Baugruben und Uferbereiche, Herstellung von Baugrubensicherungen (Spundwände, Verpressanker, Holmträger, Aussteifungen), - Montage und Integration baulicher Stahlkonstruktionen wie Portale, Laufstege, Wartungsbühnen und das Anbringen von Anschlusskonstruktionen - Umsetzung der freigegebenen Bauzustände, Bauzwischenzustände und Provisorien, - Sicherstellung der Abstimmung und Vereinbarkeit zwischen baulichen Bauzuständen und den technischen Systemen von VP 2, - Einrichtung und Betrieb der Baustelle, einschließlich Verkehrs- und Logistikflächen, Schutzeinrichtungen, Beleuchtung, Beschilderung, bauliche Infrastruktur, Landstromversorgung und sonstigen wegebautechnischen Maßnahmen - Umsetzung der Bauabläufe in Vertragsphase 2 unter Berücksichtigung von Terminplänen, Bauzuständen und baulichen Provisorien, - Optimierung von Bauverfahren, Bauabläufen, Provisorien- und Baugrubenkonzepten, - Erstellung prüffähiger Dokumentationen der ausgeführten Bauleistungen und Übergabe an VP 2 für Montage und Inbetriebnahme. Schnittstellen zu Vergabepaket 1 (Planung und Integration): - Abstimmung der freigegebenen Bauplanung und Bauzustände, - Beratung bei der Entwicklung und Optimierung von Bauabläufen, Provisorien- und Baugrubenkonzepten, - Rückmeldungen zur baulichen Umsetzbarkeit der Planung, - Abstimmung der terminlichen und fachlichen Vorgaben für die technische Integration und Vereinbarkeit von VP 2. Schnittstellen zu Vergabepaket 2 (Technische Ausrüstung): - Bereitstellung von Einbauteilen, Auflagerpunkten, Fundamenten und montagegerechten Bauzuständen, - Abstimmung der Montage- und Einbringabläufe der technischen Systeme mit dem Baufortschritt, - Abstimmung zur Vermeidung technischer Kollisionen - Sicherstellung der baulichen Voraussetzungen für die Montage und Inbetriebnahme, - Abstimmung der Bauzustände zur Integration der technischen Ausrüstung, - Unterstützung bei baulogistischen und infrastrukturellen Anforderungen (Zuwegungen, Lagerflächen, Kran- und Montageflächen). Schnittstellen zum WSA Ems-Nordsee: Es wird auf die Erläuterungen zu den Schnittstellen des VP 2 zum WSA verwiesen, welche den Hinweisen zur Leistungsbeschreibung zu entnehmen ist. Die vom AG beigestellten Leistungen befinden sich derzeit noch in abschließender Klärung. Eine genaue Abgrenzung erfolgt im Lastenheft, welches im Verhandlungsverfahren veröffentlicht wird.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.