Die Grenzgebiete von Guinea, Mali und Senegal sind durch intensive grenzüberschreitende Bewegungen von Personen, Waren und Rohstoffen sowie durch informelle Handels- und Governance-Strukturen geprägt. Trotz vorhandener wirtschaftlicher Potenziale zählen diese Regionen zu den strukturschwächsten Bereichen der drei Länder. Armut, unzureichende Infrastruktur, schwache öffentliche Dienstleistungen, begrenzte Chancen insbesondere für Frauen und Jugendliche sowie ein geringes Vertrauen in staatliche Institutionen bestimmen den Alltag. Der informelle Goldbergbau wird in Studien mit Menschenhandel, Drogenkonsum und der Finanzierung extremistischer Gruppen in Verbindung gebracht. In Teilen der Grenzregionen ist das staatliche Gewaltmonopol eingeschränkt, und offene Grenzen begünstigen unerwünschte Spill-over-Effekte. Es besteht ein ausgeprägtes Zentrum-Peripherie-Gefälle; die politische Aufmerksamkeit konzentriert sich auf die Hauptstädte, während Grenzregionen benachteiligt bleiben. Das hohe Bevölkerungswachstum erhöht den Druck auf Arbeitsmärkte und verstärkt Perspektivlosigkeit, besonders bei Jugendlichen. Die lokale Wirtschaft stützt sich auf Landwirtschaft, Viehzucht und Rohstoffabbau und ist stark vom Klimawandel betroffen. Frauen sind durch Normen und eingeschränkte Bildung besonders benachteiligt. Basisinfrastrukturen wie Wasser/Abwasser, Bildung und Energie sind unzureichend und oft nicht geschlechtergerecht. Partizipation ist begrenzt. Lokale Verwaltungen verfügen über geringe Ressourcen, und Lücken in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit können von kriminellen und extremistischen Netzwerken genutzt werden. Vor diesem Hintergrund ist die sozioökonomische Resilienz der Bevölkerung herausgefordert. Einflussfaktoren sind der eingeschränkte Zugang zu wirtschaftlichen und sozialen Basisdienstleistungen, die geringe Dichte beschäftigungswirksamer Unternehmen, Defizite in sozialer Infrastruktur und Teilhabe, begrenzte institutionelle Kapazitäten sowie eine sensible Sicherheitslage. Gleichzeitig besteht politischer Wille zur Verbesserung, und es gibt Beschäftigungspotenziale, etwa in der Landwirtschaft und im Erhalt von Basisinfrastruktur. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH setzt im Auftrag der Europäischen Union (EU) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Programm "Resilienzstärkung in Grenzgebieten (RéZo)" um. Es richtet sich an ausgewählte Grenzregionen in Guinea, Mali und Senegal, mit besonderem Fokus auf Jugendliche und Frauen. Multiplikatoren sind lokale und traditionelle Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, einschließlich religiöser Autoritäten; als Mittlerinnen und Mittler wirken Fach- und Führungskräfte aus Verwaltungen, dezentralen staatlichen Stellen, Zivilgesellschaft und Institutionen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Das Programm umfasst die Komponenten "RéZo Beschäftigung und öffentliche Dienstleistungen" sowie "RéZo Kooperation" (BMZ/EU-finanziert, GIZ-Umsetzung); die Komponente "RéZo Stabilität" (EU-finanziert, nicht durch die GIZ umgesetzt) ist nicht Teil dieser Ausschreibung. Im Output 1 "Zugang zu wirtschaftlichen Basisdienstleistungen" fördert RéZo arbeitsmarktorientierte Kurzzeitqualifikationen und Beschäftigungsperspektiven durch Einbindung des Privatsektors. Im Output 2 "Zugang zu sozialen Basisdienstleistungen" verbessert RéZo soziale Infrastruktur und baut Teilhabeformate aus. Im Output 3 "Stärkung der grenzübergreifenden Kooperation" unterstützt RéZo den Aufbau und die Stärkung lokaler Verbände der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Entwicklungspläne sowie die Beratung von Grenzkommunen zu nationalen Finanzierungsinstrumenten. Die GIZ beabsichtigt, eine auftragnehmende Partei mit der Umsetzung ausgewählter Aktivitäten in allen drei Handlungsfeldern zu beauftragen.
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10001029_04_Besondere Vertragsbedingungen.pdf
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10001029_11_Muster Vorauszahlungsgarantie.docx
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10001029_07_Bewertungsschema_Eignung.pdf
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10001029_01_bewerbungsbedingungen-dienstleistungen.pdf
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10001029_giz-2024-leitfaden-elektronische-beteiligung-an-GIZ-.pdf
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10001029_14_Anlage AuV.docx
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10001029_13_Auftrag Kreditorenstammdatenblatt.xlsx
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02_2023.2245.1 _WiMa_RSG_A1.pdf
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Annexe I_DoA_Logframe_GIZ_DUE_Version consolide.pdf
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10001029_00_Anschreiben.pdf
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Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.