Die Hansestadt Lübeck, Bereich Lübeck Port Authority (LPA), ist als Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) für die Lübecker Hafenbahn verantwortlich und betreibt als solche Eisenbahninfrastruktur an 5 Standorten in Lübeck (Skandinavienkai, Schlutupkai, Seelandkai, Konstinkai, Vorwerker Hafen). Die Eisenbahninfrastruktur der Lübecker Hafenbahn dient dabei u.a. zur Erschließung einzelner Hafenterminals mit Zuführungsgleisen und Bahnhöfen, für das Zusammenstellen und zur Zwischenabstellung von Zügen. Auch dient sie der Sicherstellung des Umschlags in Form von Ladegleisen innerhalb der Terminals und steht sämtlichen Zugangsberechtigten, meist Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU), diskriminierungsfrei zur Nutzung zur Verfügung. Als Eisenbahninfrastrukturunternehmen ist die LPA an diverse Gesetze und Vorschriften gebunden, dazu gehören unter anderem das Eisenbahnregulierungsgesetz und EU-Vorschriften wie die Technischen Spezifikationen Interoperabilität Telematik Güterverkehr und Telematik Personenverkehr (TAF/TAP TSI). Aus diesen gesetzlichen Vorgaben ergibt sich die Verpflichtung ein EU-weit einheitliches Nachrichtenformat für den Datenaustausch zwischen beteiligten Akteuren (z.B. EVU, EIU) sowohl für die Trassenanmeldung (= "Planning") als auch den Eisenbahnbetrieb (= "Operations") zu verwenden und die in der TAF/TAP TSI vorgegebenen EU-weit einheitlichen Prozesse umzusetzen. Die von der LPA zurzeit für die Disposition, Kundenverwaltung und Abrechnung der Lübecker Hafenbahn verwendete Software LübeckRail ist geprägt von einer Vielzahl manueller Prozesse, fehlender digitaler Integration und erfüllt die Vorgaben der TAF/TAP TSI nicht, da sie weder die erforderlichen Schnittstellen bietet noch die erforderlichen Prozesse u. a. zur Trassenanmeldung anbietet. Die Software ist außerdem nicht mandantenfähig, was sie für die Erfüllung der Vorgaben der TAF/TAP TSI aber zwingend sein muss. Die Beschaffung und Einführung einer neuen Hafenbahnbetriebsplanungs-, Dispositions-, Kundenverwaltungs- und Abrechnungssoftware ist Inhalt des vorliegenden Vergabeverfahrens und zielt darauf ab, die Prozesse der Planung und Disposition der Hafenbahn der Lübeck Port Authority durch digitale Lösungen zu modernisieren und gesetzeskonform aufzustellen. Durch die gezielte Implementierung soll die Flexibilität für weitere Vernetzungsmöglichkeiten z.B. zu einem ERP-System der Hansestadt Lübeck oder zum Anlagenmanagementsystem der Lübecker Hafenbahn, durchgängige Datenübermittlung und zukünftige Erweiterungen des Systems gewährleistet werden. Gleichzeitig soll mit dieser intelligenten Vernetzung mit Hilfe einer webbasierten Anwendung (SaaS) das Gesamtkonzept des "Smart Harbour Hub" vorangetrieben werden. Die Auftragsvergabe wird teilweise aus Mitteln der Europäischen Union finanziert (CEF Connecting Europe Facility fund, Projektförderung: Digital Green MoS).
Beschaffung und Implementierung eines digitalen Hafenbahnmanagementsystems (Planungs-, Steuerungs- und Abrechnungssoftware) für die Lübecker Hafenbahn inkl. Benutzerdokumentation und Schulung.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.