Das Institut für Chemie der Humboldt-Universität zu Berlin in Adlershof wurde von Staab Architekten entworfen und 2001 fertiggestellt. Das Institut ist benannt nach Emil Fischer, der ab 1892 als Professor an der Berliner Universität wirkte und 1902 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Die Forschungen am Institut für Chemie fokussieren sich auf die Synthese und Charakterisierung funktionaler Materialien für Katalyse- und Nanotechnologien, die Chemische Biologie sowie die Didaktik der Chemie. Das Institutsgebäude gliedert sich in einen nordsüdlich ausgerichteten Hauptbau, an den sich nach Westen hin kammartig drei Seitenflügel anschließen. Im vorgelagerten Hauptbau sind zentrale Bereiche wie Bibliothek, Werkstätten und andere Servicebereiche untergebracht, sowie die Zugänge zu den drei Kammbauten. In diesen befinden sich Laborarbeitsplätze und Büros. Die tragenden und aussteifenden Konstruktionsteile sind aus Stahlbeton. Die äußere Erscheinung wird geprägt durch eine Lochfassade aus großflächigen eingefärbten Sichtbetonplatten, Fassadenelemente aus Glas und verputzte Wandflächen. Die seit 2001 intensiv genutzten Labore und Praktikumsräume im Institut für Chemie müssen jetzt für eine sichere Weiternutzung erneuert werden. Geplant ist der etappenweise Austausch insbesondere der Labor- und Lüftungsanlagen innerhalb der Räume. Die Medienanschlüsse für die technischen Gase, und Labormedien sowie Strom- und Nachrichtenleitung sollen bis zu den Hauptversorgungsleitungen in den Räumen rück- und wieder neu aufgebaut werden. Der Leistungen umfassen die Planung in den Sanierungsbereichen, den Rückbau der Bestandsanlagen und die finale Neuausstattung. Die Baumaßnahme erfolgt im laufenden Betrieb und muss in viele sinnvolle Bauabschnitte unterteilt werden. Da die Erneuerung der Anlagen in Teilen partiell erfolgt, muss von vielen baulich / technischen Schnittstellen zur Anbindung an Vorhandenes ausgegangen werden. Es ist während der gesamten Baumaßnahme eine enge Abstimmung mit mehreren Nutzergruppen erforderlich, auch im Hinblick auf sensible Nutzungen (z. B. erschütterungssensible Experimente). Sämtliche Kommunikation im Rahmen der Baumaßnahme findet auf Deutsch statt. Für die Maßnahme stehen Mittel von insgesamt 3.000.000 € brutto zur Verfügung. Die Festlegung des Umfangs und die Verortung der Sanierungsbereiche / 1. Bauabschnitt, der in diesem Kostenrahmen umgesetzt werden kann, ist im Rahmen der Planung und in Abstimmung mit AG und Nutzern festzulegen. Derzeit wird innerhalb der genannten Projektkosten von dem Austausch von 75 gleichartigen Laborabzüge ausgegangen. Mit dem Vergabeverfahren soll ein erfahrenes und qualifiziertes Generalplanungsteam ausgewählt werden, die über Erfahrung und Fachkenntnisse im Bereich des Laborbaus verfügen.
Der Auftrag umfasst Generalplanerleistungen mit den Leistungen gem. HOAI 2013, Teil 3 Objektplanung, Abschnitt 1 Gebäude und Teil 4, Abschnitt 2, Technische Ausrüstung mit den Anlagen 10 und 15 und in Verbindung mit den Vertragsanlagen der jeweiligen Spezifischen Leistungspflichten und Besonderen Leistungen. Grundlage der Beauftragung ist das beiliegende Vertragsmuster der ABau mit allen Anlagen zu § 5 Spezifische Leistungspflichten. Weitere Vertragsbestandteile sind u. a. die Allgemeinen Vertragsbestimmungen (AVB). Die Verfahrensabläufe gemäß ABau sind zu beachten. Die Beauftragung erfolgt in Leistungsstufen nach ABau, zunächst mit der Leistungsstufe 1, Leistungphase 1 und 2, optional die Leistungsphasen 3 und 5 bis 9 sowie Besondere Leistungen. Eine Genehmigungsplanung ist nicht erforderlich. Der Auftraggeber beabsichtigt eventuell, die gesamten Bauleistungen an einen Generalunternehmen zu vergeben. In diesem Fall ist eine funktionale Leistungsbeschreibung (FLB) zu erstellen. Der AG sieht die Beauftragung und Koordination eines Generalunternehmers für die Leistungen des Generalplaners ab LPH 5 als Minderaufwand, der in den Besonderen Leistungen pauschal anzubieten ist. Der AG wird separat zur vorliegenden Vergabe einen Brandschutzgutachter mit der Überprüfung bzw. Aktualisierung des Brandschutzkonzepts beauftragen. Folgende Termine sollen eingehalten werden können: sofortiger Beginn mit der Leistung nach Beauftragung, Baubeginn: 15.10.2026, Fertigstellung 2029 gemäß dem zu erstellenden Terminplan zu den einzelnen Bauabschnitten.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.