Die Stadt Aschaffenburg beabsichtigt, ein Planungskonzept erstellen zu lassen, in dem die Gefährdung durch wild abfließendes Wasser ermittelt, Schutzziele definiert und Schutzmaßnahmen aufgezeigt werden. Das Konzept soll für das gesamte Stadtgebiet erstellt werden. Zusätzlich werden außerhalb des Stadtgebiets die Einzugsgebiete der Gewässer 3. Ordnung berücksichtigt, die in Richtung Stadt Aschaffenburg entwässern. Linksseitig des Mains wird zur Berücksichtigung des Welzbach-Einzugsgebiets außerdem ein weiterer Pufferstreifen von 100 m betrachtet. Das Planungskonzept soll auf der Grundlage des Leitfadens zur Aufstellung von Konzepten zum Sturzflut- Risikomanagement (Stand Januar 2024) erstellt werden und beinhaltet im Wesentlichen folgenden Kernpunkte:• Bestandsanalyse: Sammlung und Aufbereitung von bekannten Gegebenheiten. Auswertung der Örtlichkeiten und Ersteinschätzung der Gefahrenlage• Gefahrenermittlung: Unter Berücksichtigung verschiedener Niederschlagsszenarien• Gefahren- und Risikobeurteilung: Für gefährdete Objekte sind die Schadenspotentiale zu ermitteln und Schutzniveaus festzulegen• Konzeptionelle Maßnahmenentwicklung: Erarbeitung von Maßnahmen zur Risikoreduzierung mit Entwicklung verschiedener Lösungsvarianten. Zielführende Maßnahmen sind in einer Vorzugsvariante zusammenzufassen.• Integrale Strategie zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement: Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind mit den definierten Schutzzielen zu vergleichen und die jeweilige Maßnahmenwirkung sowie die Gesamtwirkung darzustellen
Erstellung eines „Integralen Konzeptes zum kommunalenSturzflut-Risikomanagement“, das gemäß den Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWas) gefördert wird.Bearbeitungsgebiet ist die gesamte Stadtfläche von Aschaffenburg sowie die angrenzenden Gewässereinzugsgebiete der Stufe 10, die in Richtung Stadt entwässern. An der westlichen Stadtgrenze wurde auf ca. 5 km Länge ein 100 m breiter Pufferstreifen einbezogen. Insgesamt ergibt sich eine Bearbeitungsfläche von 71,56 km².Die Stadt Aschaffenburg liegt innerhalb der Naturräume Sandsteinspessart, Vorderer Spessart und Untermainebene. Der Sandsteinspessart ist überwiegend bewaldet, die Bäche verlaufen inteils stark eingeschnittenen Kerbtälern. Der Vordere Spessart ist durch landwirtschaftliche Nutzung und Streuobstwiesen geprägt. Die Untermainebene ist überwiegend bebaut oder wird landwirtschaftlich genutzt. Die Fließgewässer sind hier begradigt und teilweise verrohrt.Der Main als Gewässer erster I. Ordnung teilt das Stadtgebiet. Aus dem Spessart kommend fließt die Aschaff (Gewässer II. Ordnung) dem Main zu. Daneben bestehen ca. 12 Gewässer III. Ordnung, die in die Modellsimulation einfließen sollen.Die Vorgaben des Leitfadens „Integrale Konzepte zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement“ des LfU Bayern als Teil der Leistungsbeschreibung sowie aktuelle technische Regelwerkesind bei der Bearbeitung stets zu berücksichtigen.Die Konzepterstellung ist in fünf Schritte, die stufenweise abgerufen werden sollen, gegliedert:1. Bestandsanalyse und Vermessung2. Gefahrenermittlung3. Gefahren- und Risikobeurteilung4. Konzeptionelle Maßnahmenentwicklung5. Integrale Strategien zum kommunalen SturzflutrisikomanagementDie vom Auftragnehmer zu erstellende Starkregengefahrenkarten sollen dem Auftraggeber digital zur Verfügung gestellt und im Internet durch den Auftraggeber der Bevölkerung zugängig gemacht werden. Die Daten sollen durch den Auftraggeber ins Bürger-GIS eingearbeitet werden.Ziel ist eine animierte Darstellung der Einstautiefen, Fließwege und Fließgeschwindigkeiten für ausgewählte Starkregen-Szenarien.
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Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.