Projekt-ID: #30.31 - 25480

Neubau einer Integrierten Kreisleitstelle der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)

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Projektbeschreibung

Der Kreis Paderborn plant den Neubau einer Integrierten Kreisleitstelle – ein zukunftsweisendes Projekt mit besonderen Anforderungen, da es sich um eine Einrichtung der kritischen Infrastruktur handelt. Ziel ist es, eine moderne, leistungsfähige und ausfallsichere Leitstelle zu realisieren, die den gestiegenen Anforderungen des Bevölkerungsschutzes dauerhaft gerecht wird. Um den gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines öffentlichen Auftraggebers Rechnung zu tragen, erfolgt die Vergabe im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb. Dieses Verfahren stellt sicher, dass sowohl die vergaberechtlichen Vorgaben als auch wirtschaftliche Effizienz und Terminsicherheit gewahrt bleiben. Die Realisierung des Gebäudes ist im Systembau vorgesehen. Diese Bauweise ermöglicht eine signifikant verkürzte Bauzeit und gewährleistet durch standardisierte Prozesse eine hohe Qualitätssicherung. Zudem erlaubt die modulare, skalierbare Bauweise eine flexible Anpassung an zukünftige Bedarfe und Entwicklungen. Für die Leitstellentechnik wurde bereits ein eigenständiges Wettbewerbsverfahren erfolgreich durchgeführt; ein Fachplaner ist bereits beauftragt. Das geplante Gebäude wird eine Gesamtnutzfläche von rund 5.000 m² umfassen. Die Fertigstellung ist für Mitte bis Ende 2029 vorgesehen. Die Herstellungskosten gemäß Kostengruppen 300 und 400 (Baukonstruktion und technische Anlagen) belaufen sich nach aktueller Schätzung auf rund 16,5 Millionen Euro netto. Zur Realisierung des Projekts beabsichtigt der Kreis den Erwerb eines ca. 35.000 m² großen Grundstücks im südlichen Stadtgebiet von Paderborn, nahe dem Autobahnkreuz A33/B64. Die Grundstücksverhandlungen befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium. Perspektivisch ist auf diesem Gelände auch ein weiterer Bauabschnitt mit einem Aus- und Fortbildungszentrum inklusive Übungsplatz vorgesehen. Im aktuellen Verfahren wird jedoch ausschließlich der Neubau der Leitstelle realisiert. Die Beauftragung zu diesem Verfahren erfolgt auf Grundlage eines Totalunternehmervertrags (TU-Vertrag, im Sinne eines die Planung, Projektierung und Erstellung des Bauwerks umfassenden Werkvertrags). Der Vertragsentwurf wird im Zuge der zweiten Verfahrensstufe mit der Angebotsaufforderung zur Verfügung gestellt. Der Vertrag beinhaltet u. a. die Planung, Ausführung und Koordination der Gesamtleistung. Die Bieter werden gebeten, sich frühzeitig mit den Anforderungen eines TU-Vertrags vertraut zu machen. Anhand der Eigenerklärungen der Bewerber und Unterlagen soll der Nachweis über die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit sowie über die fachliche Eignung erbracht werden.

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