Die neue Brücke Veddel wird für Menschen, die auf dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind, zur wichtigsten Verbindung zwischen dem historischen Stadtteil Veddel und dem neuen Stadtteil Grasbrook werden. Sie verbindet also das Gewachsene mit dem Neuen und überwindet dazu ein breites Band an in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Verkehrstrassen - bestehend aus dem Straßenzug Am Moldauhafen/Am Saalehafen, Rampenstraße, Tunnelstraße und Am Bahndamm (Haupthafenroute) und einer sechs- bzw. perspektivisch achtgleisigen S- und Fernbahntrasse. Der neue Stadtteil Grasbrook liegt gegenüber der HafenCity, südlich der Norderelbe, und ist ein zentraler Baustein der Stadtentwicklung der Stadt Hamburg nach Süden. Im Zusammenspiel mit dem östlich benachbarten Stadtteil Veddel hat der Grasbrook eine wichtige Scharnierfunktion für Hamburgs "Sprung über die Elbe" und soll zukünftig das Aneinanderrücken von Stadt und Hafen und insbesondere die Entwicklung von Wohnnutzungen in Hafen- und Industrienähe verkörpern. Die direkte und attraktive Anbindung an die benachbarten, gewachsenen Quartiere und Stadtteile wie die Veddel ist daher eine wichtige Anforderung an die Entwicklung des neuen Stadtteils und das Verkehrsnetz. Vielfältige Wünsche und Anforderungen sind mit der neuen Brücke Veddel verbunden: Auf der Höhe des Veddeler Marktplatzes im Norden des Stadtteils soll sie eine übergeordnete, attraktive, grüne, niederschwellige und barrierefreie Verbindung des bestehenden Stadtteils Veddel mit dem neuen Stadtteil Grasbrook bieten, sie soll eine kraftvoll wirkende Landmarke werden, die zeichenhaft die Veddel mit dem Grasbrook verbindet und sie muss Qualitäten als Aufenthaltsraum entfalten. Darüber hinaus soll sie im Zusammenspiel mit den Antritten und umliegenden Platzsituationen ein identitätsstiftender Ort mit einer prägnanten Gestaltung und eigener Anziehungskraft sein. All dies soll konsequent funktional und wirtschaftlich, nachhaltig, ökologisch und ästhetisch umgesetzt werden. Mithilfe dieses interdisziplinären Wettbewerbsverfahrens wird ein Brückenentwurf gesucht, der die konstruktiv-technisch-nachhaltigen Anforderungen eines Ingenieurbaus mit den sozialen und ästhetischen Zielen einer Architektur sowie den Zielen einer klimaangepassten und zukunftsfähigen Freiraumgestaltung qualitätsvoll zusammenführt. Zusammen mit der Brücke Veddel und der städtebaulichen Entwicklung der nördlichen Veddel wird auch der neue Veddeler Marktplatz eine zentrale Bedeutung für die Verbindung der beiden Stadtteile einnehmen. Daher soll für den Veddeler Marktplatz - der nicht Bestandteil des Realisierungswettbewerbs ist, aber als Platzbereich bereits jetzt mitgedacht werden soll - eine grundsätzliche Freiraumzonierung und Außenraumcharakteristik im Zusammenspiel mit der Brücke Veddel, ihrem östlichen Antritt und dem umliegenden Stadtraum auf der Ebene eines Strukturkonzepts entwickelt werden.
Die Arbeitsgemeinschaft (bestehend aus Ingenieuren, Architekten und Landschaftsarchitekten) wird mit den Planungsleistungen, die stufenweise erbracht werden sollen, im Wesentlichen mit folgenden Leistungen beauftragt: Stufe 1: Leistungsphasen 1 bis 3 des Leistungsbilds Ingenieurbauwerke gem. § 43 i. V. m. Anlage 12 HOAI 2021 nebst architektonischer Begleitung der Ingenieurplanung als besondere Leistung sowie die Leistungsphasen 1 bis 3 des Leistungsbilds Tragwerksplanung gem. § 51 i. V. m. Anlage 14 HOAI 2021, die Leistungsphasen 1 bis 3 des Leistungsbildes Technische Ausrüstung gem. § 55 i. V. m. Anlage 15 HOAI 2021, die Leistungsphasen 1 bis 5 des Leistungsbilds Verkehrsanlagen gem. § 47 i. V. m. Anlage 13 HOAI 2021, die Leistungsphasen 1 bis 3 des Leistungsbilds Freianlagen gem. § 39 i. V. m. Anlage 11 HOAI 2021 bezogen auf das Brückenbauwerk; freiraumplanerische Leistungen nach Merkblatt 52 AKBW zur Modellierung/topografischen Integration der Brücke/ des östlichen Brückenantritts in den Platz- und Straßenraum innerhalb des Platzbereichs sowie zur grundsätzlichen Geländemodellierung, Flächenzonierung und grundsätzlichen stadt- und freiräumlichen Charakteristik des Veddeler Marktplatzes innerhalb des Platzbereichs Stufe 2 (optional): Leistungsphase 4 des Leistungsbilds Ingenieurbauwerke gem. § 43 i. V. m. Anlage 12 HOAI 2021 nebst architektonischer Begleitung der Ingenieurplanung als besondere Leistung sowie Leistungsphase 4 des Leistungsbilds Tragwerksplanung gem. § 51 i. V. m. Anlage 14 HOAI 2021, Leistungsphase 4 des Leistungsbilds Technische Ausrüstung gem. § 55 i. V. m. Anlage 15 HOAI 2021 und die Leistungsphasen 4 des Leistungsbilds Freianlagen gem. § 39 i. V. m. Anlage 11 HOAI 2021 bezogen auf das Brückenbauwerk Stufe 3 (optional): Leistungsphase 6 des Leistungsbilds Ingenieurbauwerke gem. § 43 i. V. m. Anlage 12 HOAI 2021 nebst architektonischer Begleitung der Ingenieurplanung als besondere Leistung sowie Leistungsphase 6 des Leistungsbilds Tragwerksplanung gem. § 51 i. V. m. Anlage 14 HOAI 2021, die Leistungsphase 6 des Leistungsbilds Technische Ausrüstung gem. § 55 i. V. m. Anlage 15 HOAI 2021, die Leistungsphase 6 des Leistungsbilds Verkehrsanlagen gem. § 47 i. V. m. Anlage 13 HOAI 2021 und die Leistungsphasen 6 des Leistungsbilds Freianlagen gem. § 39 i. V. m. Anlage 11 HOAI 2021 bezogen auf das Brückenbauwerk Stufe 4 (optional): Leistungsphase 5, 8 und 9 des Leistungsbilds Ingenieurbauwerke gem. § 43 i. V. m. Anlage 12 HOAI 2021, architektonische Begleitung der Ingenieurplanung als besondere Leistung sowie Leistungsphase 5 des Leistungsbilds Tragwerksplanung gem. § 51 i. V. m. Anlage 14 HOAI 2021, Leistungsphase 5, 8 und 9 des Leistungsbilds Technische Ausrüstung gem. § 55 i. V. m. Anlage 15 HOAI 2021 und die Leistungsphase 5, 8 und 9 des Leistungsbilds Freianlagen gem. § 39 i. V. m. Anlage 11 HOAI 2021 bezogen auf das Brückenbauwerk Neben der Objekt- und Tragwerksplanung sowie der Planung der Technischen Ausrüstung, der Freianlagen und Verkehrsanlagen sollen in allen beauftragten bzw. abgerufenen Stufen alle erforderlichen ingenieurtechnischen Beratungsleistungen an der Schnittstelle zur städtebaulichen Planung im Hinblick auf die wirtschaftliche und gestalterische Umsetzbarkeit der Konzepte des Ingenieurbauwerks erbracht werden. Die Planungen zur Entwässerung des Neubaus der Brücke Veddel ist ebenfalls Leistungsbestandteil der Objektplanung. Eine Zusammenarbeit von Ingenieuren und Architekten für die Objektplanung (Sicherstellen des Fortsetzens der gestalterischen Aspekte in der Planung) ist in allen Leistungsphasen zwingend erforderlich. Die Federführung liegt beim Ingenieur. Bis zum Ende des Wettbewerbs kann nur eine gesicherte Beauftragung bis zur Leistungsphase 3 zugesagt werden (Stufe 1). Es ist eine vollständige Beauftragung aller HOAI-Leistungsphasen geplant. Die weiteren Leistungsphasen ab LP 3 (LP 4, 6 sowie 5 und 8 - 9) werden, wie bereits aufgezeigt, stufenweise durch eine einseitige Erklärung beauftragt/abgerufen, sobald die Finanzierung des Vorhabens gesichert ist. Die Auftraggeberin behält sich dabei vor, auch nur Einzelleistungen der weitergehenden Leistungsstufen abzurufen. Ein Rechtsanspruch auf Beauftragung einzelner Leistungsstufen oder von Teilleistungen aus den Leistungsstufen über LP 3 (Stufe 1) hinaus besteht jedoch nicht. Wird der Auftragnehmer nicht mit weiteren Stufen beauftragt, so steht ihm für die nicht beauftragten Leistungsteile weder Vergütungs-, Aufwendungsersatz, Schadensersatz noch sonstige Ansprüche zu. Aus der stufenweisen Beauftragung kann der Auftragnehmer keine Erhöhung seines Honorars herleiten. Die Beauftragung erfolgt nach Vertragsverhandlungen auf Basis des Vertragsentwurfs (einschließlich Anlagen). Die Auftraggeberin behält sich vor, die Leistungsphase 5 direkt an das den Brückenbau ausführende Unternehmen zu vergeben. Die Auftraggeberin behält sich vor, die Leistungsphasen 8 und 9 bei Bedarf anderweitig zu beauftragen. Die Ausloberin behält sich vor, für die Realisierung die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen und/oder lokalen Ingenieur-/Landschaftsarchitektur-/Architekturbüro zu fordern. Bei der Wahl dieses Büros ist eine Zustimmung der Ausloberin erforderlich. Für den Veddeler Marktplatz besteht kein Anspruch auf eine Realisierung. Für die objektplanerische Umsetzung wird ein nachgelagertes Verfahren durchgeführt.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.