Die Verbandsgemeinde Landau-Land plant in Siebeldingen den Neubau einer zweizügigen Grundschule auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes. Im Sinne des Ganztagsförderungsgesetzes (GaFöG) und des Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung ab dem Schuljahr 2026/2027 soll die neue Grundschule zunächst wie bisher weiter als Betreuende Grundschule konzipiert werden, allerdings räumlich so, dass der Umstieg auf eine Ganztagsschule ohne weitere Erweiterung der Räumlichkeiten möglich.
Im Sinne einer modernen, zukunftsfähigen Pädagogik, soll die Schule als „Cluster-Schule“ gebaut werden. Das Pädagogische Konzept der Schule mit seinen neuen Unterrichtsformen soll sich auch architektonisch im Baukörper wiederspiegeln. Unter einem ‚Cluster‘ versteht man die Zusammenfassung einzelner Einheiten zu einem größeren Bereich. In einem Cluster werden die Lern- und Unterrichtsräume zusammen mit den zugehörigen Differenzierungs-, Aufenthalts- und Erholungsbereichen zu einer identifizierbaren Einheit zusammengefasst. Zugeordnet sind um diese multifunktionale „gemeinsame Mitte“ auch Team, -Sanitär- und Lagerräume sowie Garderoben. Hinter dieser architektonischen Idee steht ein klassenübergreifendes Organisationskonzept. Das Cluster ermöglicht pädagogische Flexibilität beim Wechsel der Lernformen und schafft räumliche Synergien. Aus diesem Grund erfolgt keine Fachlosaufteilung; die zwei Planungsdisziplinen sind zwingend gemeinsam anzubieten. Für den zukünftigen Ganztagsbetrieb soll eine Mensa mit angrenzender Catering-Küche vorgesehen werden. Neben dem „Lernhaus“ im Inneren, soll im Außenbereich ein „Lern- und Schulgarten“ entstehen, der ebenso dem neuen, modernen Schulkonzept entspricht – die alte „Flurschule“ und der asphaltierte „Pausenhof“ sind passé. Ergänzend zu der bereits bestehenden Sporthalle soll ein Multifunktions-Sportfeld errichtet werden, das sowohl von der Grundschule als Outdoor Sportanlage genutzt wird, sowie der Ortsgemeinde und den ortsansässigen Vereinen als Sportgelände zur Verfügung stehen soll. Die bestehenden Umkleiden im Dorfgemeinschaftshaus sollten für die Nutzung des Multifunktions-Sportfeldes mitgenutzt werden. Hierzu sind kurze Wege zwischen den Funktionsbereichen erforderlich. Auf Grundlage des pädagogischen Konzeptes und des Raumprogramms soll eine 2-zügige Grundschule in nachhaltiger Bauweise auf einem ehemaligen Sportplatz-Gelände geplant und gebaut werden. Der Neubau soll in energetischer Sicht als klimafreundliches Nichtwohngebäude (KFN) mit Erfüllung der Anforderungen an ein Effizienzgebäude 40 geplant und ausgeführt werden. Zur Objektplanung soll auch der Außenbereich planerisch gestaltet und umgesetzt werden. Aufgrund der großen Grundstücksfläche ist abzuwägen, welche Bereiche als Schulhof intensiv und welche Bereiche als Grünanlage eher zurückhaltend bearbeitet und verändert werden. Im Bereich der Wiesenstraße ist eine verkehrstechnische Erschließung durch den Schulbus, die Nutzer und die Eltern in der Planung zu berücksichtigen.
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Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.