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Projekt-ID: #43.14-09-2025

Erfassung von Amphibienarten mit besonderem Fokus auf die Arten der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie bei Naumburg - 2027

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26.01.26 Frist

Projektbeschreibung

Ziel des Projektes ist die Erfassung der aktuellen Verbreitung und Bestandssituation von Amphibienarten im südlichen Teil Sachsen-Anhalts bei Naumburg. Die Erfassung soll mit einem besonderen Fokus auf die Arten der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie erfolgen. Die Leistung beinhaltet die Erfassung des gesamten Artinventars an insgesamt 3 Begehungsterminen, eine Bewertung des Erhaltungszustandes der vorgefundenen Populationen von Arten der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie sowie die Dokumentation der Ergebnisse. Gegenstand des vorliegenden Ausschreibungsverfahrens ist die Erfassung der Amphibien im Jahr 2027 auf insgesamt 2 Messtischblättern. Das für die Untersuchungen vorgesehene Projektgebiet (im Folgenden UG) befindet sich im Süden Sachsen-Anhalts bei Naumburg und reicht im Süden bis an die thüringische Landesgrenze, im Westen bis zur Ortschaft Obermöllern und erreicht im Norden die Toten Täler südlich von Balgstädt (vgl. Abb. 1). Es umfasst insgesamt eine Gesamtfläche von ca. 173,68 km2, was einer Fläche von ca. 1,36 vollen Messtischblättern entspricht (im Mittel 127,3 km2/MTB) (Abb. 1, Tab. 1). MTB-Nr. MTB-Bezeichnung Anmerkung Fläche in km2 4836 Naumburg (Saale) vollständig 128,93 4936 Camburg anteilig 44,75 Summe 173,68 ... An den Gewässern im UG sind zwischen Mitte März/Anfang April und Mitte Mai 2027 die Populationen der Amphibien zu erfassen. Eine entsprechende Vorauswahl der im MTB geeignetsten Gewässer kann vorab anhand der Karten sowie im Rahmen der ersten Begehung erfolgen. Die für Amphibien geeigneten Gewässer sind insgesamt an mindestens 3 Terminen zur Hauptreproduktionszeit der relevanten Amphibienarten zu kartieren, wobei die Begehungen überwiegend nachts erfolgen müssen. Im Idealfall erfolgt die erste Begehung im März sowohl tagsüber, als auch in der Dämmerung/nachts (z. B. von 14:00-22:00), so dass bei Tageslicht eine Vorauswahl der geeignetsten Gewässer im MTB-Q und am Abend eine erneute Begehung zur eigentlichen Erfassung stattfinden. Dieser Ansatz sollte auch für die weiteren Begehungen verfolgt werden, um die Nachweiswahrscheinlichkeit zu erhöhen, wobei bei der zweiten und dritten Begehung mindestens 5 der 8 Kartierstunden jeweils nach Einbruch der Dunkelheit erfolgen müssen. Sollten im vorgegebenen Zeitansatz je MTBQ (8 h) alle Gewässer des MTBQ erfasst worden sein und das Zeitbudget noch nicht ausgeschöpft sein, können zusätzlich weitere Gewässer im Nachbar-MTB des jeweiligen Loses ausgewählt und kartiert werden. ... Für den Endbericht gilt folgender Termin: 26.11.2027 ... In Ermangelung eines ausreichend zur Verfügung stehenden Zeichenvorrats entnehmen Sie bitte weitere Angaben den detaillierten Beschreibungen zu den jeweiligen Losen sowie der Anlage 2_Leistungsbeschreibung.

Lose

1 Los

MTB-Bezeichnung: Naumburg (4836) und Camburg (4936) ... Ziel der Leistung ist die Erfassung der Artengruppe Amphibien an möglichst vielen geeigneten Gewässern innerhalb des jeweiligen Messtischblattes (MTB), wobei Gewässer mit hohem Potenzial für Arten der Anhänge II und IV prioritär zu behandeln sind. Für die Erfassung sollen je Messtischblatt mindestens 3 Begehungen vorgenommen werden, wobei für eine Begehung eines vollständigen Messtischblattes jeweils 4 (möglichst zusammenhängende) Geländetage (mit jeweils 8 Kartierstunden) zu absolvieren sind (entspricht einem Geländetag je Beg. und MTB Q). Für die gesamte Erfassung (mindestens 3 Begehungen) stehen somit 12 volle Geländetage je MTB zur Verfügung. Diese sind in jedem Fall - unabhängig von der Anzahl kartierter Gewässer - vollständig zu absolvieren. Aufgrund der Größe des Untersuchungsgebietes und der z. T. kurzen Populationsmaxima von ausgewählten Arten an den Gewässern (Explosivlaicher) sollten die o. g. Geländetage auf mehrere, parallel arbeitende Erfasser aufgeteilt werden. Eine exakte Anzahl zu erfassender Gewässer wird nicht vorgegeben, da diese bei Zugrundelegung des o. a. Zeiteinsatzes in Abhängigkeit der örtlichen Gegebenheiten stark variieren kann (Größe von Gewässern, Fahrstrecken zw. Gewässern etc.) und generell gilt, das Maximum der im o. a. Zeiteinsatz möglichen Gewässer zu erfassen. Je Messtischblatt sind aber 25 zu kartierende Gewässer als absolutes Minimum zu betrachten (entspricht 6,25 Gewässer pro Geländetag). Hinsichtlich der Auswahl der Gewässer ist darauf zu achten, dass diese möglichst gleichmäßig im gesamten MTB und den MTB-Q verteilt liegen und keine Kartierlücken existieren. Im Vorfeld der Kartierung sollten je MTB oder MTB-Q entsprechende Arbeitskarten (oder digitale Karten) erstellt werden, auf denen alle anhand von Geodaten (BTNT, OSM-Gewässerdaten etc.) identifizierbaren, vornummerierten Gewässer (MTB-weise forlaufende Nummerierung im Schema: „3437-001“) sowie ggf. bekannte Artvorkommen dargestellt werden. Entsprechende Daten werden nach Auftragsvergabe vom LAU zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe dieser Karten/digitalen Grundlagen können die MTB im Gelände systematisch begangen und kartiert werden. ... Während der Begehungen sollen die üblichen Standardmethoden zur Erfassung von Amphibien (Laichsuche, Verhören, Sichtbeobachtungen, nächtliches Ableuchten der Gewässerufer, Larvensuche, ggf. Reusenfallenfänge) zum Einsatz kommen. Dabei sind alle Amphibienvorkommen artspezifisch und mit Angabe der jeweiligen Anzahl und Entwicklungsstadien in Form von wissenschaftlichen Datensätzen zu dokumentieren. Der Einsatz von Reusenfallen liegt im Ermessen der Erfasser und ist nicht verpflichtend. Sofern Fallen zum Einsatz kommen, können diese bei Bedarf entsprechend dem o. a. Zeitansatz auch verkürzt im Gewässer verbleiben (z. B. von 15:00 bis 22:00 o. Ä.). Während der Begehungen soll an den Untersuchungsgewässern zusätzlich nach Hinweisen auf ein Vorhandensein von invasiven Prädatoren wie Waschbär und Mink (ggf. weitere Arten) gesucht werden. Hinweise auf Vorkommen dieser Arten können z. B. Sichtbeobachtungen, Trittsiegel, Prädationsopfer oder weitere Spuren (z.B. Losung) sein. Positivbefunde sind als qualitativer Nachweis mit Angabe zur Art des Nachweises zu dokumentieren. Sofern Prädation an Amphibien nachgewiesen wird, sollte diese mit Angabe der betroffenen Art und Individuenzahl sowie Fotos dokumentiert werden. An allen Gewässern mit Vorkommen von Arten der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie sind die Erhaltungszustände gemäß den Bewertungsschemata nach BFN & BLAK (2017) unter Zugrundelegung der in dieser Leistungsbeschreibung vorgegebenen Kartierintensität zu bewerten und zu dokumentieren. Entsprechende Vorlagen zum Ankreuzen im Gelände können bei Bedarf vom AG zur Verfügung gestellt werden. ... Alle weiteren Informationen finden Sie in der Anlage 2_Leistungsbeschreibung, da der Zeichenvorrat hier zur Abbildung nicht ausreicht.

Vertragslaufzeit 28.02.2027 – 25.11.2027

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