Im Westen der Freien und Hansestadt Hamburg entsteht im Stadtteil Bahrenfeld im Bezirk Altona die Science City Hamburg Bahrenfeld (SCHB). Mit ihr stellt sich Hamburg seit 2019 einer großmaßstäblichen städtebaulichen Transformationsaufgabe, die nicht nur den Wissenschaftsstandort stärkt, sondern auch als Leuchtturmprojekt für die Zukunft der Stadtentwicklung wirkt. In den kommenden Jahren entwickelt sich hier ein innovativer Stadtraum, der Wissenschaft, Forschung, Lehre, Wirtschaft, urbanes Leben und qualitätsvolles Wohnen miteinander vernetzt. Die Idee der Science City wird in Teilräumen durch städtebauliche Vertiefungen weiter ausgearbeitet. Die maßgeblichen Entwicklungsräume innerhalb der SCHB sind die Quartiere am Volkspark, der Campus West und der Innovationspark Hamburg Altona. Insbesondere der Teilbereich Campus West nimmt innerhalb dieses Gefüges eine zentrale Rolle ein. Als wissenschaftlicher Kern der SCHB vereint er bestehende Einrichtungen der Universität Hamburg (UHH), das Forschungszentrum DESY sowie weitere Partner wie das Max-Planck-Institut. Im Jahr 2024 wurde für diesen Bereich eine gemeinschaftlich erarbeitete Rahmenplanung verabschiedet, die eine langfristige Perspektive für eine bauliche Entwicklung der Wissenschaft mit hoher gestalterischer Qualität und einem klaren Wiedererkennungswert eröffnet. Vor diesem Hintergrund wird das Learning Center als Teil eines zukunftsweisenden Netzwerks neuer Lehr- und Lernräume realisiert. In der SCHB bündelt die Universität Hamburg künftig zentrale naturwissenschaftliche Disziplinen: Die Physik wird zusammengeführt und weiterentwickelt, die Chemie neu aufgebaut, und auch Teile der Biologie sowie der digitalen Naturwissenschaften werden hier angesiedelt. Das Learning Center ist in diesem Gefüge ein zentraler Baustein der Infrastruktur für Studium und studentisches Leben in der SCHB. Zugleich soll das Learning Center auch dem Stadtteil offenstehen und als zentraler Begegnungsort und Treffpunkt für Studierende und Lehrende, Wissenschaftler:innen sowie Stadtgesellschaft und Nachbarschaft dienen. Der offene und einladende Charakter dieses Gebäudes ist daher eine zentrale Aufgabe für den Entwurf. Insbesondere das vorgesehene Quartiersmodul soll die Vernetzung mit dem Stadtteil ermöglichen Durch die Transformation eines Bestandsensembles des Landesbetriebs Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) am Albert-Einstein-Ring 17-21 entsteht eine moderne Lernwelt für die rund 5.500 Studierenden der SCHB. Das Learning Center soll zentrale studentische Lern- und Informationsflächen für alle in der SCHB verorteten Studiengänge sowie Serviceangebote für Studierende unter einem Dach vereinen. Auch Flächen für den Fachbereich Physik sind vorgesehen. Das Learning Center soll in seiner Gestaltung und Nutzung neue Maßstäbe setzen - als zentraler Ort des Lernens und Lebens auf dem Campus, als Bindeglied zwischen Universität und Stadtraum und als sichtbares Zeichen für eine zukunftsgerichtete Wissenschafts- und Stadtentwicklung in der Science City Hamburg Bahrenfeld. Das Verfahren erfolgt als Nicht offener, zweiphasiger, hochbaulicher Realisierungswettbewerb mit Teilnahmewettbewerb und nachgeschaltetem Verhandlungsverfahren gem. VgV Im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs sollen 10 Planungsteams für den Wettbewerb ausgewählt werden. Das Wettbewerbsverfahren ist bei der Architektenkammer Hamburg unter der Nummer NO-04-25-HRW registriert. Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses Verfahrens durch das Büro D&K drost consult GmbH, Hamburg, unterstützen und beratend begleiten.
BEURTEILUNGSKRITERIEN: - Hochbauliche Qualität - Funktionalität und Nutzungsqualität - Ressourcen und Energie - Wirtschaftlichkeit und Realisierbarkeit Eine detaillierte Aufstellung der Unterkriterien ist im Verfahrensteil der Auslobung aufgeführt. Die dargestellte Reihenfolge der Aspekte ist nicht als Wertung oder Gewichtung zu betrachten. Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung zur weiteren Entwicklung und Bearbeitung der Aufgabe gemäß § 6 (2) RPW 2013. Die Ausloberin erklärt, dass sie unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts und entsprechend § 8 (2) RPW 2015 eine:n der Preisträger:innen mit der weiteren Bearbeitung der Planungsleistungen gemäß §§ 33 HOAI mindestens der Leistungsphasen 2 bis 4 und ggfs. Teile von 5 (zum Beispiel Leitdetails) sowie Teile von 8 (der künstlerischen Oberleitung) beauftragen wird. Die Beauftragung erfolgt, sofern das Projekt umgesetzt wird, soweit kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht. Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch das Verfahren bereits erbrachte Grundleistungen der Entwurfsverfasser:in bis zur Höhe der zuerkannten Preissumme nicht erneut vergütet, wenn der Entwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird. Löst sich ein Planungsteam nach der Preisverleihung auf, so ist die Ausloberin berechtigt, unbeschadet der urheberrechtlichen Auseinandersetzung innerhalb der Arbeitsgemeinschaft ein Mitglied oder mehrere Mitglieder des Planungsteams mit der dem Verfahren zugrundeliegenden Planungsaufgabe zu beauftragen. Nachgeschaltetes Verhandlungsverfahren: Im Anschluss an den hochbaulichen Wettbewerb werden alle mit Preisen ausgezeichneten Planungsteams zur Abgabe eines Erstangebots (bestehend aus Honorarangebot und Präsentation) aufgefordert, zu einem Verhandlungsgespräch eingeladen und anschließend zur Abgabe eines finalen Angebots aufgefordert. Den Zuschlag erhält das wirtschaftlichste Angebot unter der Berücksichtigung der folgenden Zuschlagskriterien: 1. Wettbewerbsergebnis - 50 % 2. Qualität - 25 % 3. Honorarangebot - 25 % Die Ausloberin behält sich vor, den Zuschlag ohne Verhandlung auf Grundlage der Erstangebote zu vergeben (vgl. § 17 (11) VgV).
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.