Generalübernehmerleistungen; Bauarbeiten im Hochbau;
Die Major-Karl-Plagge-Kaserne soll im Zuge des Liegenschaftsbezogenen Ausbaukonzepts ab 2024 bis 2031 ganzheitlich umstrukturiert und zu einem wichtigen Logistikstandort für die Bundeswehr neu ausgebaut werden. Die ausgeschriebene Maßnahme umfasst den Neubau einer Bundeswehr-Apotheke für das Versorgungs- und Instandsetzungszentrum (VIZ) Pfungstadt in der Liegenschaft Major-Karl-Plagge-Kaserne. Es liegt eine Mischnutzung vor, bestehend aus den Nutzungseinheiten Lager-; Technik- und Büroflächen, Labore und Sozialflächen einschließlich Freiflächen. Der Gebäudekomplex hat eine Gesamtabmessung von ca.100m auf 75m. Der Hauptkörper besteht aus einem 2-schiffigen Lagergebäude. Daran angeschlossen sind, über einen Verbindungsgang, 5 eingeschossige Büroanbauten. Die Grundstücksfläche beträgt ca. 14.000m². Die gesamte Bruttogrundfläche beträgt ca. 6.200m². Die Lagerhalle ist als Stahlbeton-Konstruktion (STB-Stützen mit Spannbetonsatteldachbindern) in Fertigbauweise geplant. Die Tragwerksstruktur basiert auf einem Achsraster von 6,00 x 6,70 m. Über den Spannbetonsatteldachbindern spannen Stahltrapezbleche als tragende Dachkonstruktion. Für diesen Bereiche der Halle ist ein Gründach mit extensiver Begrünung und PV-Anlage geplant. Unterhalb der Spannbetonbinder sind Montageprofile für die abgehängte Decke vorgesehen. Für die Aufstellung der TGA Geräte weicht die Dachkonstruktion ab. Hier soll eine Stahlbetondecke (TT-Platten) auf Unterzügen errichtet werden. Die Bodenplatte der Halle wird als nichttragende Industriebodenplatte ausgebildet. Die inneren Massivwände in der Halle sollen in Stahlbetonbauweise hergestellt werden. Leichte Trennwände werden in Trockenbauweise errichtet. Das Vordach ist als Stahlrahmenkonstruktion mit eingespannten Stützen vorgesehen. Als Dachdeckung ist ein Stahltrapezblech geplant. Die Wände der Nebengebäude werden in Massivbauweise, die Decken aus vorgespannten Stahlbetonhohldielen umgesetzt. Dadurch ist das gesamte Innere stützenfrei und die Raumaufteilung kann in Trockenbauweise frei gestaltet werden. Die Decken des Verbindungsgangs werden in Ortbeton oder Halbfertigteil-Elementen hergestellt. Das Dach der Nebengebäude soll extensiv begrünt und ebenfalls zur Aufstellung technischer Geräte dienen, das Dach der Verbindungsgänge als Foliendach ausgeführt werden. Die Gründung erfolgt über eine tragende Bodenplatte. Entlang des Stützenrasters und der tragenden Außenwände des gesamten Komplexes befinden sich Streifenfundamente. Das Lager im Außenraum wird von einer Stahlrahmenkonstruktion mit Trapezblecheindeckung überspannt. Zwei Fassaden der Halle bestehen aus einer gedämmten Stahl-Kassettenwand mit vorgehängter Blechfassade. Als Anprallschutz soll die dritte Fassade bis zu einer Höhe von 4,50 m aus Beton-Sandwichelementen ausgebildet werden. Die Brandwände bestehen aus Stahlbetonfertigteilelementen und einer gedämmten vorgehängten Blechfassade mit entsprechender Unterkonstruktion. Die Nebengebäude werden mit einer Faserzement-Vorhangfassade verkleidet. Das auf den Dächern und befestigten Flächen anfallende Regenwasser wird über Dachabläufe beziehungsweise Hofabläufe dem Grundleitungsnetz zugeführt und in eine Rigole zur Versickerung inkl. Filterung eingeleitet. Das Gebäude wird aus dem Fernwärmenetz der Liegenschaft versorgt. Bei der Planung und Durchführung der Baumaßnahme sind die Energieeffizienzfestlegungen des Bundes (EEFB) zu berücksichtigen. Für den Neubau ist ein energetischer Standard, der mindestens einem EffizienzgebäudeBund 40 (EGB 40) entspricht, gefordert. Hauptgegenstand des Auftrags ist die Generalübernehmerleistung zur Planung und Ausführung der Bundeswehr-Apotheke bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Die Ausschreibung stellt eine allgemeine und funktionale Beschreibung der zu errichtenden Leistungen und Anlagen dar. Zur Durchführung dieses Vorhabens sind folgenden Planungsleistungen erforderlich, jeweils Leistungsphase 5 und 8: - Objektplanung Gebäude und Innenräume, gem. HOAI §34 - Objektplanung Freianlagen, gem. HOAI §39 - Fachplanung Tragwerksplanung, gem. HOAI §51 - Fachplanung Technische Ausrüstung ALG 1-5 und 8, gem. HOAI §55 - Bauphysik, Wärmeschutz und Energiebilanzierung, gem. HOAI Anlage 1.2 - Bauphysik, Raumakustik, gem. HOAI Anlage 1.2 Für die Planung des Brandschutzes ist bereits für alle Leistungsphasen ein externes Fachbüro beauftragt. Die Prüfstatik liegt vor. Die Ausstattung der Laborräume (Labormöbel etc.) erfolgt durch eine separate Ausschreibung. Die Ausstattung des Lagerbereichs (Kommissionieranlage, Regalsysteme etc.) sind ebenso nicht Bestandteil dieses Auftrages. Eine Schnittstellenliste liegt vor und ist zu beachten. Termine Leistungsbeginn AN: direkt nach Auftragsvergabe. Bauzeit AN geplant: 21 Monate inkl. 6 Monate Planung AN und 3 Monate Inbetriebnahme. Weitere Informationen sind dem 250911_TNWB_ Beschreibung der Maßnahme inklusive Eignungskriterien zu entnehmen.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.