1. Projektbeschreibung Sechzig Jahre nach dem Wiederaufbau der Synagoge Roonstraße in Köln sieht sich die Jüdische Gemeinde in Köln mit der Notwendigkeit einer grundlegenden Renovierung und Ertüchtigung des Gebäudes konfrontiert. Viele Räumlichkeiten genügen nicht dem heutigen Nutzungsanspruch und die gesamte Haustechnik ist abgängig. Über diese Ertüchtigung hinaus möchte die Jüdische Gemeinde den Umbau nutzen, das Gebäude an eine veränderte demografische und gesellschaftliche Stellung anzupassen. Die geplante Umgestaltung steht unter zwei Leitgedanken: das Aufgreifen von Gestaltungsqualitäten der ursprünglichen Architektur von 1899 sowie das Fortführen dieser Gestaltung in eine zukunftsweisende Beschaffenheit. Die Synagoge Roonstraße soll weiterhin Spiegel ihrer Zeit sein und sorgfältig in ein zeitgemäßes und lebendiges Haus im Rahmen eines gelebten Kölner Judentums umgestaltet werden. 1.1 Projektstand und -gegenstand Um die oben benannten Ziele zu erreichen, wurde durch die SGK (im Folgenden auch: AG (Auftraggeber)) Mitte 2020 eine Machbarkeitsstudie und Mitte 2021 ein Umsetzungskonzept erarbeitet, in denen die einzelnen baulichen Maßnahmen jeweils näher beleuchtet und beschrieben wurden. Beide Ausarbeitungen dienten v.a. auch der Einwerbung von Fördermitteln, die im weiteren Verlauf in Höhe von ca. 42.000.000 EUR bewilligt bzw. in Aussicht gestellt wurden. Im Anschluss wurde eine Projektsteuerung europaweit ausgeschrieben und Ende 2024 an das Büro WOLF R. SCHLÜNZ – PROJEKTE / PROJEKTSTEUERUNG KIRCHLICHER BAUVORHABEN beauftragt. Zu Einzelheiten des Projektgegenstands und der Planungsparametern wird auf die • Anlage 1 „Konzept zur denkmalpflegerischen Umgestaltung“ sowie die • Anlage 2 „Machbarkeitsstudie“ verwiesen. 1.2 Aufgabenstellung und Leistungspflichten Der AG beabsichtigt, im Rahmen der vorliegenden Ausschreibung folgende Leistungen der Tragwerksplanung gem. § 51 i.V.m. Anlage 14 HOAI für Abbruch, Umbau, Sanierung und z.T. Neubau an ein leistungsfähiges Büro (im Folgenden: AN (Auftragnehmer)) zu vergeben (stufenweise): • Grundleistungen: o Alle Grundleistungen der Leistungsphasen 1 – 6 • Besondere Leistungen: o LPH 2: Aufstellen eines Lastenplans, zum Beispiel als Grundlage für die Baugrundbeurteilung und Gründungsberatung. o LPH 3: Vorgezogene, prüfbare und für die Ausführung geeignete Berechnung wesentlicher tragender Teile. o LPH 3: Vorgezogene, prüfbare und für die Ausführung geeignete Berechnung der Gründung. o LPH 3: Nachweise der Erdbebensicherung (bei KiTa- Neubau). o LPH 4: Nachweise zum konstruktiven Brandschutz, soweit erforderlich unter Berücksichtigung der Temperatur (Heißbemessung). o LPH 5: Konstruktion und Nachweise der Anschlüsse im Stahl- und Holzbau. o LPH 8: alle besonderen Leistungen, außer Betontechnologische Beratung. o Abbruchstatik sowie Begleitung von Abbrucharbeiten Ferner wird der AG nachfolgend noch die folgenden Fachplanungen ausschreiben und vergeben: • Bauphysik incl. Raumakustik • Küchenplanung • Brandschutzfachplanung • SiGeKo Ggf. nach Bedarf: • Denkmalplaner/bauhistorische Beratung • Freianlagenplanung • Vermessungsleistungen • Notwendige Gutachterleistungen Die Aufzählung ist nicht abschließend. Ist der AN der Ansicht, dass weitergehende Fachplanungen zur Erbringung seiner Leistung erforderlich sind, so hat er dies dem AG rechtzeitig anzukündigen und dabei auch zeitlich zu berücksichtigen, dass vor Auftragserteilung ggf. eine europaweite Ausschreibung notwendig sein kann. 1.3 Termine Die Ausführung der Planungen ist unmittelbar nach Zuschlag zu beginnen. Die Leistungserbringung wird sich im Wesentlichen auf einen Leistungszeitraum bis voraussichtlich 2030 erstrecken. Weitere Vorgaben zur Zeitschiene und kalkulationsrelevanten Einzelheiten werden im Verhandlungsverfahren thematisiert und mitgeteilt. 1.4 Kosten Die geschätzten Baukosten der KG 300 belaufen sich Stand I. Q/2021 auf 18.384.913,00 EUR netto. Die geschätzten Baukosten der KG 400 belaufen sich Stand I. Q/2021 auf 7.270.736,00 EUR netto. Zu Details und Verteilung auf die einzelnen Kostengruppen wird auf die Aufstellung in Anlage 01 verwiesen. Die genannten Werte sind grobe Kostenermittlungen anhand der im Konzept (Anlage 01) und in der Machbarkeitsstudie (Anlage 02) zugrunde gelegten Parameter, sie unterliegen der Fortschreibung. ACHTUNG: Die Finanzierung des Projekts erfolgt vollständig über Fördermittel. Mit zusätzlichen Mitteln ist momentan nicht zu rechnen, so dass sich das vorgegebene Budget voraussichtlich nicht linear zur Baukostensteigerung erhöhen wird, sondern die Differenzen zum Stand bei Bauausführung zwingend über Anpassung der Quantitäten und Qualitäten eingespart werden müssen.
Der AG beabsichtigt, im Rahmen der vorliegenden Ausschreibung folgende Leistungen der Tragwerksplanung gem. § 51 i.V.m. Anlage 14 HOAI für Abbruch, Umbau, Sanierung und z.T. Neubau an ein leistungsfähiges Büro (im Folgenden: AN (Auftragnehmer)) zu vergeben (stufenweise): • Grundleistungen: o Alle Grundleistungen der Leistungsphasen 1 – 6 • Besondere Leistungen: o LPH 2: Aufstellen eines Lastenplans, zum Beispiel als Grundlage für die Baugrundbeurteilung und Gründungsberatung. o LPH 3: Vorgezogene, prüfbare und für die Ausführung geeignete Berechnung wesentlicher tragender Teile. o LPH 3: Vorgezogene, prüfbare und für die Ausführung geeignete Berechnung der Gründung. o LPH 3: Nachweise der Erdbebensicherung (bei KiTa- Neubau). o LPH 4: Nachweise zum konstruktiven Brandschutz, soweit erforderlich unter Berücksichtigung der Temperatur (Heißbemessung). o LPH 5: Konstruktion und Nachweise der Anschlüsse im Stahl- und Holzbau. o LPH 8: alle besonderen Leistungen, außer Betontechnologische Beratung. o Abbruchstatik sowie Begleitung von Abbrucharbeiten Es ist eine stufenweise Vergabe der beschriebenen Planungsleistungen vorgesehen. Zunächst werden die Leistungen der Tragwerksplanung für die Leistungsphase 1 und 2 nach HOAI mit Zuschlag fest beauftragt. Alle weiteren Leistungsphasen können stufenweise – einzeln oder kumuliert, vollständig oder teilweise – seitens des AG optional abgerufen werden. Die Bewerbenden werden bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass mit Abschluss einzelner Abrufstufen die Gremien des AG – ggf. auch in Abstimmung mit dem Fördermittelgeber – darüber entscheiden werden, ob und wenn ja in welchem Umfang weitere Leistungen abgerufen werden. Werden einzelne Leistungen/Optionen nicht abgerufen, ergeben sich hieraus keinerlei Rechte für den AN.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.