Die Stadt Erkelenz beabsichtigt im Rahmen der Revitalisierung der fünf Dörfer am Tagebaurand Garzweiler die zukünftige Entwicklung und Wiedernutzbarmachung der ehemals sakral genutzten Bauwerke in Keyenberg, Kuckum und Berverath umfassend zu untersuchen. Hier ausgeschrieben wird die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für diese sakralen Bauten. Ziel ist es, für die drei profanierten und denkmalgeschützten Gebäude tragfähige Perspektiven zu erarbeiten, ihre besondere Bedeutung als identitätsstiftende Orte der zurückgewonnenen Dörfer zu stärken und damit einen Beitrag zur sozialen, kulturellen und räumlichen Wiederbelebung der Ortschaften zu leisten. Die Machbarkeitsstudie soll Grundlagen schaffen, um die Kirchen und die Kapelle als potenzielle zentrale Räume dörflichen Lebens neu zu denken und sie - wo sinnvoll - in eine gemeinwohlorientierte, multifunktionale Nutzung zu überführen
Die Aufgabenstellung umfasst die klassische bauliche und funktionale Bewertung der Gebäude, die Erarbeitung eines tragfähigen Betreiber- und Trägerschaftskonzepts, die Prüfung möglicher Finanzierungs- und Förderoptionen, die Entwicklung von Nutzungsszenarien sowie die Erstellung einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Die Untersuchung soll verschiedene Optionen vergleichend darstellen - von einer minimalinvasiven Umnutzung über transformative Umbauten bis hin zu Szenarien, die eine Verzahnung mit Neubauanteilen (insbesondere im Zusammenspiel mit dem geplanten Ersatzbau des Pfarrheimes in Keyenberg) vorsehen. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie ist zu prüfen, ob und in welcher Form die drei ehemals sakral genutzten Bauwerke künftig als sogenannte "dritte Orte" oder "vierte Orte" dienen können, also als niedrigschwellige Räume der Begegnung, des Austauschs und der gemeinschaftlichen Teilhabe. Darüber hinaus soll sich die Studie mit dem kulturellen Erbe der Gebäude auseinandersetzen und untersuchen, welche historischen und identitätsstiftenden Elemente in zukünftige Nutzungen integriert werden können. Zu klären ist zudem, ob und in welchem Umfang die profanierten Kirchen und die Kapelle ihre bisherige soziale Funktion in transformierter Form fortführen und damit einen Beitrag zur Wiederbelebung der dörflichen Gemeinschaft leisten können. Alle angedachten Nutzungen stehen unter der Voraussetzung einer geeigneten Trägerschaft.
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Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.