Centre Francais de Berlin: Heizungstechnische Anlage
Auf Basis einer Außentemperatur von -11,3 °C wurde für das sanierte Gebäude eine verringerte Heizlast von 114,3 kW nach DIN EN 12831 ermittelt. Die künftige Wärmeversorgung wird als geschlossenes Zweirohr-System gemäß DIN EN 12828 mit einer abgesenkten Systemtemperatur von 60/40 °C betrieben. Die zentrale Verteilung im Kellergeschoss wird hierfür komplett rückgebaut und neu errichtet, wobei die vorhandenen Heizkreise auf neue Verteiler mit hocheffizienten, drehzahlgeregelten Pumpen aufgebunden werden. Die Regelung erfolgt außentemperaturabhängig. Zur sicherheitstechnischen Absicherung sind ein Membran-Ausdehnungsgefäß sowie ein Vollhubsicherheitsventil (DN 32/40, Ansprechdruck 3,5 bar) vorzusehen. In den Hotelzimmern sowie den Büro- und Besprechungsräumen werden die bestehenden Heizkörper vollständig demontiert. Die Beheizung und Klimatisierung erfolgt dort künftig über ein raumlufttechnisches System mit zentraler Außenluftaufbereitung und dezentralen Induktionslüftungsgeräten. Diese hocheffiziente Anlage ermöglicht über integrierte Wärmetauscher und Raumtemperaturregler eine bedarfsgerechte thermische Behandlung der vorkonditionierten Zuluft. Die Abluftführung erfolgt über die zugeordneten Bäder, die zusätzlich mit neuen Handtuchheizkörpern ausgestattet werden. In den Fluren, der Rezeption sowie den WC-Anlagen im Obergeschoss werden die vorhandenen Heizkörper durch moderne Kompaktheizkörper inklusive neuer Thermostatventile und absperrbarer Rücklaufverschraubungen ersetzt. Aufgrund der Montage im laufenden Betrieb werden alle neuen Strang- und Anbindungsleitungen in Kupferrohr ausgeführt. Sämtliche Verteilungs- und Strangleitungen sind gemäß GEG mit alukaschierter Mineralfaserwolle (WLG 0,035) zu dämmen; in frei zugänglichen Bereichen sind zusätzlich Isogenoschalen vorzusehen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Brandschutz: Wand- und Deckendurchführungen sind entsprechend ihrer Klassifikation (insb. F90 an der Kellerdecke) mit Brandschutzmanschetten oder Steinwolle mit einem Schmelzpunkt über 1000 °C fachgerecht zu schließen. Den Abschluss der Arbeiten bildet der obligatorische hydraulische Abgleich der Gesamtanlage gemäß VOB Teil C (DIN 18380) auf Grundlage der Heizlast- und Rohrnetzberechnung. Fristende für die Bieterfragen: 24.05.2026
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Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.