Das Rathaus (erbaut in der 1970er Jahren) der Kupferstadt Stolberg wurde beim Hochwasserereignis vom 14.07.2021 stark beschädigt und konnte aufgrund der massiven Schäden am Gebäude nicht mehr in Betrieb genommen werden. Das Gebäude müsste umfangreich saniert werden, da die kompletten haustechnischen Anlagen im Untergeschoss beim Flutereignis zerstört wurden. Zudem ist eine hochwassersichere Sanierung nicht möglich, was die Entscheidung für den Rück- und Neubau, neben dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit, maßgeblich geprägt hat. ------------------------------ Auf Basis diverser Untersuchungen und Studien wurde im Rat der Kupferstadt Stolberg der Entschluss gefasst, das Rathaus zurückzubauen und einen Neubau unter Nachhaltigkeitsaspekten mit dem Schwerpunkt des Cradle to Cradle (C2C) Prinzips im Rahmen des Wiederaufbaus bei Erhalt und Implementierung des historischen Rathauses umzusetzen. Das historische Rathaus wird aktuell saniert und ist daher nicht Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe. Eine Anbindung des Neubaus an das historische Rathaus ist nicht erforderlich. ------------------------------ Architektur und Design stehen in der Außenwirkung bei der Entwicklung neuer Gebäude oft im Vordergrund, aber die inhaltliche Ausgestaltung und Anpassung der Arbeitsprozesse soll hier die Grundlage für die Planung sein. Im Rahmen der Phase 0 ist das Konzept des "Activity Based Working" als Grundlage für die Planungsüberlegungen festgelegt worden. ------------------------------ Ziel ist es, die Stadtverwaltung an einem Ort zu bündeln und die folgenden Ambitionen mit dem Neubau zu verwirklichen: - Ambition 1: Die Stadt Stolberg als attraktive Arbeitgeberin in der Region - Ambition 2: Ein echtes Team - Die Zusammenarbeit an 1 zentralen Ort stärken - Ambition 3: Stolberger Willkommenskultur - Wir sind für die Bürgerinnen und Bürger da - Ambition 4: Trennung von Front- und Back-Office für mehr Sicherheit [klare Trennung zwischen Publikumsverkehr und Arbeitsplatzbereich] ------------------------------ Das neue Rathaus der Kupferstadt Stolberg soll neben dem C2C-Prinzip auch den DGNB-Platin-Standard und den QNB-Standard (nach EU Taxonomie) erfüllen. Zudem wird die BIM-Methode im weiteren Prozess implementiert. ------------------------------ Die Ausloberin hat für die Maßnahme Gesamtkosten von Kostengruppen rund 95 Mio. Euro (brutto) 200 - 700 angesetzt. Daraus ergeben sich für die Kostengruppe 300 + 400 ca. 52 Mio. Euro (brutto) sowie für die Kostengruppe 500 rund 3,5 Mio. Euro (brutto). Die Wirtschaftlichkeit in Bezug auf die Investitions- und Folgekosten spielt eine wesentliche Rolle. Der Neubau wird gemäß den Hochwasserförderrichtlinien des Landes NRW gefördert. ------------------------------ Voraussichtliche Terminschiene für den Wettbewerb: Versand der Auslobungsunterlage: März / April 2025 Bearbeitungszeit Planunterlagen: ca. 10 Wochen ab Versand der Auslobungsunterlage Bearbeitungszeit Modell: ca. 12 Wochen ab Versand der Auslobungsunterlage
Es ist vorgesehen, eine(n) der Preisträger(innen) im Rahmen der weiteren Bearbeitung mit den folgenden Leistungen zu beauftragen: - Gebäude und Innenräume inkl. Fassadenplanung (Leistungsphasen 1 - 9 gem. HOAI § 34 i.V.m. Anlage 10); - Freianlagen ggf. inkl. begrünter Fassade (Leistungsphasen 1 - 9 gem. HOAI 2013 § 39 i.V.m. Anlage 11); - Tragwerksplanung (Leistungsphasen 1 - 6 gem. HOAI 2013 § 51 i. V. m. Anlage 14 Nummer 14.1) - Technische Ausrüstung (Leistungsphasen 1 - 9 gem. HOAI 2013 § 55 i.V.m. Anlage 15, Nummer 15.1; Anlagengruppen 1-8 inkl. Technische Anlagen in den Außenanlagen und ggf. u.a. Bewässerung begrünte Fassade), soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe verwirklicht wird. Der Auftraggeber behält sich eine stufenweise und bauabschnittsweise Beauftragung vor. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet (Verrechnung mit dem zu vergütenden Vorentwurfshonorar), wenn und soweit der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird. ------------------------------ Es ist vorgesehen Architekten- und Ingenieurleistungen zu vergeben. Für die Wettbewerbsteilnahme ist ein Team bestehend aus Architekt und Freianlagenplaner zu benennen. Spätestens in der Verhandlungsphase mit Abgabe des Erstangebots sind die Fachplaner für Fassadenplanung, Tragwerksplanung und Technische Ausrüstung zu benennen. Es wird empfohlen, die vorgenannten Disziplinen bereits beratend in der Wettbewerbsphase einzubeziehen. ------------------------------ Der Wettbewerb richtet sich an die Fachdisziplinen Architektur und Landschaftsarchitektur. Dabei kann durch den Bewerber frei entschieden werden: - ob dieser auf Grund personellen Kapazitäten die einzelnen Fachdisziplinen im eigenen Hause erbringen möchte, - ob für die weiteren Fachdisziplinen Nachunternehmer hinzugezogen werden sollen (diese sind in der Bewerbungsphase nicht zu benennen, sondern erst nach erfolgreichem Abschluss der dritten Stufe des Auswahlverfahrens auf Aufforderung (vor Beginn des Wettbewerbs)) oder - ob eine Bewerbergemeinschaft (später ArGe) aus Architekt*in und weiteren Fachdisziplinen gebildet werden soll. Sofern eine Bewerbergemeinschaft vorgesehen ist, ist diese, auf Grund der späteren gesamtschuldnerischen Haftung, bereits mit der Bewerbung gemäß der Formblätter zu benennen.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.