Im Rahmen der Sanierung der denkmalgeschützten Stadthalle Braunschweig wird die Aufbereitung bereits ausgebauter Parkettstäbe vergeben.
Im Rahmen der Gebäudesanierung der Stadthalle Braunschweig wurden ca. 5.000 m² bauzeitlich verbautes Banga Wanga Stabparkett aufgenommen. Banga-Wanga (altes Kurzzeichen nach DIN 4076: BWA) weist eine Rohdichte von ca. 900 bis 1.000 kg/m³ bei 12 bis 15 % Holzfeuchte auf. Das Parkett soll nach entsprechender Aufbereitung insbesondere der Schadstoffentfrachtung durch Entfernung PAK-haltiger Kleberreste zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingebaut werden. Die Oberseite der Parkettstäbe ist durch die historische Beschichtung und Pflegeprodukte belegt. Die Oberseite soll nach der zukünftigen Verlegung durch Schleifvorgänge bearbeitet werden. Die Verlegung ist nicht Bestandteil dieser Ausschreibung. An der Unterseite / Flanken haften Klebemateralien an. Durch Analytik wurde das Klebematerial als PAK-haltig eingestuft. Das Format der Parkettstäbe ist nicht einheitlich. Die maßlichen Angaben sind den Positionen 01.10 und 01.20 der Leistungsbeschreibung zu entnehmen. Die Parkettstäbe sind durch den Ausbauvorgang überwiegend unbeschädigt aufgenommen worden. Besonderheiten: Die gesamte Stadthalle steht in Teilbereichen hinsichtlich der originalen Gestaltung und Materialausstattung unter Denkmalschutz. Auch die Parkettflächen sind durch entsprechende Denkmalschutzauflagen geschützt. Die Bedingungen des Denkmalschutzes sind jederzeit vollumfänglich einzuhalten. Das Banga-Wanga-Stabparkett war ursprünglich mit dem darunterliegenden Estrich mittels PAK-haltigen Klebers verlegt. Auf Grund der langen Nutzungsdauer und verschiedener (z. T. lang zurückliegender) Teilsanierungen der Fußböden konnten die Parkettstäbe überwiegend zerstörungsfrei ausgebaut werden. Der Rückbau der Parkettflächen erfolgte raumweise, bzw. bei zusammenhängenden räumlichen Anordnungen in zuvor festgelegten Teilflächen. Hierbei wurden auch kürzere Randstücke, mit schrägem Anschnitt geborgen und bereichsweise gesammelt. Auf der Unterseite, an den seitlichen Flanken und Kopfseiten der Parkettstreben sind Rückstände des PAK- haltigen Klebers (schwarz) vorhanden. Inzwischen ist die gesamte Parkettfläche ausgebaut und insgesamt auf bis zu 250 Euro-Paletten gelagert. Diese sind vom AN von der Logistikfläche der Stadthalle Braunschweig abzuholen. Das Verladen vor Ort, der Transport sowie das erneute Verpacken und der Rücktransport zur Stadthalle oder alternativ zu einem Lager (der Transport zur Lagerstätte ist mit bis zu 75 km im Umkreis von Braunschweig aus einzuplanen) sind in die Kalkulation einzubeziehen. Die Parkettstäbe und Fußleisten wurden mit Trennlagen entsprechend auf Normpaletten gestapelt, foliert und bereichsweise beschriftet. Diese bereichsweise Sortierung/ Ordnung muss bei der nachfolgenden Bearbeitung / Schadstoffentfrachtung beachtet und eingehalten werden, um auch den nachfolgenden Wiedereinbau entsprechend den Denkmalschutzauflagen zu ermöglichen. Zwischen Bauherrn und Denkmalschutz wurde vereinbart, dass die einzelnen Parkettflächen wiederhergestellt werden. Auf die Vorgabe den Wiedereinbau der einzelnen Parkettstäbe an der exakten vormaligen Einbaustelle durchzuführen, wurde einvernehmlich verzichtet. Angaben zur Ausführung: Vollständige, rückstandsfreie Entfernung der PAK-haltigen Klebermaterialien von der Unterseite, den profilierten Kopf- und genuteten Seitenflächen / flanken. Hierbei ist eine Formatänderung des Materialquerschnitts durch die Bearbeitung auf ein mögliches Minimum zu reduzieren. Die Seitenflanken sind geringfügig schräg gefräst, so dass sich in der Ansicht / Schnitt ein trapezförmige Fläche ergibt. Hierbei ist die längere Trapezkante oberseitig , so dass bei der späteren Verlegung eine geschlossen Oberfläche hergestellt werden kann. Die Nut ist konstruktiv und funktional zu erhalten. Bei der Schadstoffentfrachtung / Dekontamination soll die Abnahme, bzw. Abtragung von Holzmaterial in möglichst minimalem Umfang erfolgen. Hierdurch soll der Ersatz von Parkettmaterial möglichst vermieden werden. Es sind noch ca. 100 m² originales Ersatzmaterial vorhanden. Dieses weist jedoch eine abweichende Farbigkeit auf, da die Sichtseite beispielsweise noch nicht beschichtet wurde. Dieser Ersatz- Materialbestand ist ggf. im Rahmen der Sanierung der schadstoffhaltigen Parkettstäbe mitzubearbeiten. Dies ist mit dem Auftraggeber noch abzustimmen. Vorgabe: Bei der Bearbeitung der Parkettstäbe ist eine Änderung des Formates insbesondere in der Materialstärke und Materialbreite möglichst zu vermeiden, auf ein Minimum zu reduzieren. Im Übrigen wird auf das Leistungsverzeichnis verwiesen.
Lassen Sie die KI die Vergabeunterlagen analysieren und strukturierte Informationen zu Fristen, Anforderungen und Bewertungskriterien extrahieren.
LV_381640.pdf
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VE3-29 - Parkettsanierung Stadthalle Braunschweig.X83
X83 • 5.1 MB
VE3-29 - Parkettsanierung Stadthalle Braunschweig.D83
D83 • 48.6 KB
250131_SHB_Projekthandbuch.pdf
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240626_SHB_Baubeschreibung.pdf
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2.00_Vertrag VE3-29 Parkettaufbereitung.pdf
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1.02_Bewerberformulare VE3-29 Parkettaufbereitung.pdf
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1.01_Verfahrensbeschreibung VE3-29 Parkettaufbereitung.pdf
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VE3-29 LV Parkettsanierung.pdf
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Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.