Die Stiftung Zollverein lobt einen einphasigen, nicht offenen, interdisziplinären architektonischen und tragwerksplanerischen Realisierungswettbewerb n. RPW 2013 aus, der einem Verhandlungsverfahren nach § 14 Abs. 4 Nr. 8 Vergabeverordnung (VgV) vorgeschaltet ist. Ziel des Wettbewerbs ist die Auswahl eines realisierbaren Entwurfs, der sich auf überzeugende Weise mit den hohen architektonischen, denkmalpflegerischen und funktionalen Ansprüchen der Gesamtanlage sowie des zu schützenden Gebäudes auseinandersetzt.
Die Kokerei Zollverein, die historisch als eine der größten Zentralkokereien Europas zu sehen ist, zählt zu den beeindruckendsten Industriedenkmälern der Montanindustrie und gehört seit 2001 zum Welterbe Zollverein. Den Kern der ehemaligen Produktionsanlage bildet die Koksofenbatterie. Auf einer Länge von über 600 Metern reiht sich, in zehn Batterien zusammengefasst, Koksofen an Koksofen. Aufgrund der fehlenden Überdachung und dem nicht vorhandenen Schutz vor Witterungseinflüssen ist die Konstruktion der Koksofenbatterie bereits heute in großen Bereichen stark geschädigt. Dies betrifft sowohl die Ofenkonstruktion selbst als auch technische Anlagen und kleinteilige Komponenten, die betriebsbedingt keine Korrosionsschutzbeschichtung besitzen. Eine Sanierung bzw. ein "wetterfest" machen dieser Bereiche hätte den Verlust des ursprünglichen Charakters zur Folge. Auch eine Abdichtung der Ofendecke unter Beibehalt der denkmalgeschützten baulichen Struktur ist nicht möglich. Vor diesem Hintergrund soll die Koksofenbatterie ein Schutzdach erhalten, das die circa 600 Meter lange Anlage vor Regen und Witterung schützt und für eine geordnete Entwässerung sorgt. Die Gestaltung eines entsprechenden Schutzdachs soll nicht nur den dargestellten funktionalen Ansprüchen genügen, sondern auch Ausdruck des Erhaltungswillens der nicht mehr in Betrieb befindlichen und als Welterbe geschützten Industrieanlage sein. Die Überdachung soll eine erhöhte Aufenthaltsqualität für Besucherinnen und Besucher im Zuge von Führungen eröffnen. Aktuell sind die östlichen 300 Meter im Kontext des Denkmalpfads begehbar. Die Integration einer Photovoltaikanlage in den Witterungsschutz ist als wichtiger Baustein zur Erreichung der CO2 Neutralität auf dem Gesamtareal zu sehen.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.