Das Landesamt für Umwelt (LfU) beabsichtigt im Wege eines offenen Verfahrens eine Rahmenvereinbarung auf Basis eines EVB-IT Erstellungsvertrages für Anpassungs- und Weiterentwicklungen sowie die laufende Betriebsunterstützung der Anwendungen des DataWareHouse Wasser (DWH-Anwendungen) abzuschließen. Hintergrund Das Domänenmodell Wasser RLP wurde im DV-Fachreferat "Fachanwendungen Wasser" des Landesamtes für Umwelt (LfU) als langfristiger Bebauungsplan für die IT-Architektur der Wasserwirtschaftsverwaltung (WWV) in Rheinland-Pfalz entwickelt. Das Modell unterstützt nachhaltig die Identifikation und Analyse von Prozessketten in der Verwaltung und ermöglicht die Ableitung von fachlich-inhaltlichen sowie auch organisatorischen Anforderungen an die wasserwirtschaftlichen Fachanwendungen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse im Hinblick auf Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Qualität sind umfangreich und werden schrittweise in konkrete IT-Planungen und -Entwicklungen in der Wasserwirtschaft implementiert. Primäre Ansatzpunkte für diese Implementierung sind die Oracle-Datenbank der WWV-IT und das angeschlossene wasserwirtschaftliche DataWareHouse (DWH). Die zentrale Oracle-Datenbank bildet die Grundlage der IT-Facharchitektur, in der die Datenbestände von mehreren Dutzend Fachanwendungen sowie die Analysen und Werte verschiedener Messnetze zu Grund- und Oberflächenwasser über mehrere Jahrzehnte gespeichert werden. Um diese enormen Datenmengen zu verwalten, sind neben den Standardfunktionen der Oracle-Datenbank eine ganze Reihe fachspezifischer Schnittstellen und Prozeduren sowie datenbankspezifischer Anwendungen erforderlich, mit denen Inhalte aus anderen Datenquellen übernommen, aufbereitet und fachspezifisch bereitgestellt werden. Besondere Schwerpunkte liegen hierbei auf der Sicherstellung der Datenkonsistenz und Datenqualität, sowie auf den Möglichkeiten zu Plausibilisierung, Aggregation und Auswertung nach unterschiedlichsten fachspezifischen Kriterien, wobei u.a. mittels ETL-Prozeduren die Auswirkung auf bestehende Anwendungen minimiert und die Performance optimiert wird. Die hierfür eingesetzten Fachverfahren und Schnittstellen werden unter dem Begriff "DataWareHouse Anwendungen" (DWH-Anwendungen) zusammengefasst. Hierzu zählen die IT-Anwendungen für Datenimport, -plausibilisierung und -auswertung EVA, AKSAM, GWSTÄNDE und Messwerte-Import, der Download-Assistent, der Parameterkatalog, die Anwendung MIP-LM für das Projektcontrolling der Investitionsplanung Landesmittel, sowie verschiedene RESTful WebServices für den Datenaustausch mit anderen wasserwirtschaftlichen Fachanwendungen. Des Weiteren bilden das Gewässernetz auf der Grundlage des ATKIS-Modells sowie die Vorgaben zur Sicherstellung INSPIRE-konformer Datenstrukturen die wichtigsten Rahmenbedingungen für das DataWareHouse Wasser, da alle Fachobjekte im Domänenmodell das Gewässernetz als primären räumlichen Bezug adressieren und die Datendokumentation und -bereitstellung über INSPIRE-konforme Dienste über entsprechende DataWareHouse-Prozeduren abgewickelt werden wird. Die konzeptionellen und entwicklungstechnischen Arbeiten für die DWH-Anwendungen werden durch das DV-Fachreferat des Auftraggebers für die gesamte Wasserwirtschaft gesteuert. Das DV-Fachreferat koordiniert und aggregiert die Anforderungen aus den Fachbereichen, priorisiert und plant deren Umsetzung nach zeitlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, und übergibt die technische Realisierung anschließend an die Anwendungsprogrammierung, wobei das Ergebnis dann vom DV-Fachreferat bzw. den jeweiligen Fachreferaten des Auftraggebers überprüft, getestet und abgenommen wird.
Nachfolgend werden die Leistungsbereiche und Anforderungen an die Leistungserbringung beschrieben, die im Wege eines EVB-IT Erstellungsvertrags abgeschlossen werden sollen (Formular 414 der Vergabeunterlagen). Leistungsbereiche Die durch den AN zu erbringenden Leistungen umfassen Betriebsunterstützung und Anpassungsentwicklung für die folgenden Leistungsbereiche: a) Betriebsunterstützung für die DWH-Anwendungen b) Anpassungs- und Weiterentwicklungen der DWH-Anwendungen Details, soweit diese nicht in Ziffern 3 und 4 dieser Leistungsbeschreibung angeführt sind, werden im "EVB-IT Erstellungsvertrag" (Formular 414) geregelt. Umfang der Leistungsbereiche Der AG kalkuliert aufgrund mehrjähriger Erfahrungswerte für die in Ziffer 3.1 genannten Leistungsbereiche a) Betriebsunterstützung und b) Anpassungs-entwicklungen zusammen mit folgendem Stundenbedarf: - 2026: 1.800 Stunden - 2027: 1.800 Stunden - 2028: 1.800 Stunden - 2029: 1.800 Stunden Die Kalkulation basiert auf einer 50:50 Aufteilung zu beiden Leistungsbereichen und einer linearen Gleichverteilung des Arbeitsanfalls über den Vertragszeitraum, der jedoch z. B. je nach Häufigkeit und Schwere von Fehlern abweichen kann. Ein Anspruch des AN auf Erbringung des o.g. Bedarfs besteht nicht. Der Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt, dass für die entsprechenden Zeiträume Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. Die Rahmenvereinbarung in Form eines EVB-IT-Erstellungsvertrages (siehe Formular 414) wird ohne Mindestabnahmemenge und mit jährlichen Obergrenzen gemäß der o.g. Aufteilung abgeschlossen. Da es sich bei den vorgenannten Stundenbedarfen nur um eine Schätzung des AGs handelt, kann es im jeweiligen Jahr vorkommen, dass die Obergrenzen nicht auskömmlich sind. In einem solchen Fall erfolgt nach gegenseitigem Einvernehmen der Vertragsparteien eine entsprechende Aufstockung der Stundenobergrenze auf Basis des bestehenden Stundensatzes und Vertrages. Dazu können nicht in Anspruch genommene Stundenkontingente aus Vorjahren herangezogen werden. Sofern darüber hinaus Bedarfe bestehen, sind Aufstockungen in der Gesamtbetrachtung bis maximal 100 Prozent, bezogen auf die Stundenanzahl der gesamten Vertragslaufzeit, ohne Herstellung eines wettbewerblichen Vergabeverfahren möglich.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.