A1, VKE D117, 6-streifiger Ausbau der BAB A1 zwischen Münster und Osnabrück - Planung Fernmeldeanlagen Lph. 5 & 6 + 8 & 9
Allgemeines Die Autobahn A 1 ist eine bedeutende Hauptverkehrsachse im nationalen und internationalen europäischen Verkehrsnetz. Um die Leistungsfähigkeit der A 1 zu erhalten bzw. an die zu erwartenden Verkehrsbelastungen anzupassen, ist eine abschnittsweise Erweiterung zwischen dem Autobahnkreuz (AK) Lotte/Osnabrück und dem AK Münster Süd vorgesehen. Die DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH plant und baut im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Autobahn GmbH des Bundes, die sechsstreifige Erweiterung der Bundesautobahn (BAB) A 1 in der Verkehrskosteneinheiten (VKE) D117 bzw. in den Planfeststellungsabschnitten (PFA) 4.2 und 5 zwischen der Anschlussstelle (AS) Greven (o) bis zum Autobahnkreuz Münster (o) und vom AK Münster/Nord (m) bis zum AK Münster/Süd (m). Die Planungen für den Ausbau der Verkehrsanlagen im PFA 4.2 wird derzeit erarbeitet und ist nicht Gegenstand der hier ausgeschriebenen Leistungen. Der Ausbau der Verkehrsanlage im PFA 5 ist bereits abgeschlossen. Die hier beschriebene Gesamtmaßnahme ist in einem Planungsabschnitt bis zur Autobahnmeisterei (AM) Münster südlich des AK Münster/Süd zusammengefasst, da die fernmelde- und IT-technischen Anlagen nicht unabhängig voneinander betrachtet werden können. Darum erfolgt die Ausschreibung gesamtheitlich. Gegenstand sind die Leistungsphasen 5 und 6 sowie 8 und 9 gem. HOAI. Beschreibung der Gesamt-Baumaßnahme Die eigentliche VKE D117 erstreckt sich von der AS Greven bis zum AK Münster/Nord. Um eine datentechnische Anbindung der verkehrstechnischen Anlagen und die AM Münster zu realisieren, ist die FM-/IT-Anlage bis zur AM Münster zu verlängern. Ein paralleler Streckenausbau erfolgt nicht, da dieser Abschnitt bereits erweitert worden ist. Der Abschnitt hat eine Länge von etwa 22,8 km. In den Planungsabschnitten befindet sich im westlichen Böschungsbereich der A 1 ein 26-paariges Kupfer-Streckenfernmeldekabel und, im Bereich AK Münster/Nord, zusätzlich ein 24-fasriges LWL-Kabel. Über die Kabelanlage sind die vorhandenen Netzteilnehmer wie Notrufsäulen (NRS), Betriebsfunk (BF), Straßenwetterinformationsanlagen (SWIS), Glättemeldeanlagen (GMA). Taumittelsprühanlagen (TMS) sowie Mess- (RDS) und Anzeigequerschnitte (WWW, dWiSta) angebunden. Randbedingungen und Zwangspunkte, Leistungen des Auftraggebers Die Leistungen des Auftragnehmers umfassen die erforderlichen Abstimmungs- und Arbeitsgespräche mit Anlagenbetreibern, Auftraggeber, weiteren Planungsbeteiligten, Behörden u. ä. inkl. deren Protokollierung. Die Planung erfolgt auf Basis des bestätigen RE-Vorentwurfs aus dem Jahr 2022 und muss den einschlägigen Normen, Richtlinien und dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Die Unterlagen des RE-Vorentwurfs werden zur Verfügung gestellt. Bei der Dimensionierung der Kabeltrassen sind insbesondere die TR-Kiss und die Nutzungsrichtlinie in Verbindung mit dem allgemeinen Rundschreiben Straßenbau (ARS) 07/2020 anzuwenden. Für die Verkehrstelematik gilt insbesondere die MARZ 2018 und die TLS 2012 sowie die RWBA 2023. Die Autobahn-FM-/IT-Anlagen sind kritische Infrastrukturen und mit entsprechenden Maßnahmen zu beplanen, um sie in das vorhandene System der Autobahn zu integrieren. Die Standorte verkehrstelematischer Anlagen wurden mit der Verkehrszentrale NRW abgestimmt und sind im Zuge der weiteren Planung mit der Abteilung Telematische Infrastruktur der Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung Rheinland zu bestätigen und ggf. anzupassen. Die FM-/IT-Kabelanlage inklusive der Kabelschutzrohranlage und notwendiger Kabelprovisorien ist zu planen. Im Streckenabschnitt gibt es mehrere Messquerschnitte, drei Anzeigequerschnitte sowie eine Glättemeldeanlage und eine Taumittelsprühanlage, die datentechnisch an die LWL-Kabelanlage anzubinden sind. Ebenfalls ist die energietechnische Anbindung Umfang dieser Planung. Ein Ausbau der Kabelschutzrohrtrasse gemäß TR-Kiss und dem ARS (07/2020) ist bislang nicht erfolgt und soll im Zuge dieser Planung erfolgen. Für weitere Details siehe Leistungsbeschreibung (Anlage C_02).
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.