Gegenstand der Ausschreibung sind die Ertüchtigung sowie das Upgrade des gemeinsamen digitalen Alarmierungsnetzes für Stadt und Landkreis Göttingen. Die Leistungen setzen sich zusammen aus: Erwerb und Lieferung von Hardware (digitale Alarmumsetzer) Dauerhafte Überlassung von Lizenzen / Software gegen Einmalvergütung Dienstleistungen: o Aufbau, Installation, Konfiguration und Migration, # Messtechnische Überprüfung der vorhandenen Antennenanlagen, # Ständige Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft des Alarmierungsnetzes, # Konfiguration des Gesamtsystems, # Einweisung und Schulung des Personals der Auftraggeberin , # Dokumentation. #Titel A: DAU Standorte Stadt Göttingen; #Titel B: DAU Standorte Landkreis Göttingen (Altkreis Göttingen); #Titel C: DAU Standorte Landkreis Göttingen (Altkreis Osterode), # Titel D: Inbetriebnahme und Konfiguration Gesamtsystem. # Die Stadt und der Landkreis Göttingen betreiben für ihre Feuerwehr und Rettungsdienstbereiche auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr Göttingen eine gemeinsame Leitstelle. Der Zuständigkeitsbereich umfasst eine Fläche von ca. 1.750 km² (Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung ca. 59 km und in West-Ost-Richtung ca. 80 km) und ca. 330.000 Einwohnern. Die Kommunale Regionalleitstelle Göttingen nutzt zur Alarmierung der Einsatzkräfte für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz das gemeinschaftliche, durchgängig einheitliche, digitale Alarmierungsnetz in Stadt und Landkreis Göttingen. Die Basis sind zwei virtuelle DAG-Server (Digitale Alarmgeber) auf einer VMware vSphere Umgebung, die über eine TMIP Schnittstelle mit dem Einsatzleitsystem der Firma Siemens AG kommunizieren. Alarmaussendungen werden vom Einsatzleitsystem an die Alarmierungsserver übergeben und mit einer „DiCal IDEA“ Ende zu Ende Verschlüsselung per TCP/IP über die Multimaster und Slave Alarmumsetzer an die Meldeempfänger gesendet. Stadt und Landkreis Göttingen betreiben das digitale Alarmierungsnetz mit 7 Master DAUs und 68 Slave DAUs im Multimaster Betrieb. Im Netz befinden sich ca. 5.500 digitale Meldeempfänger. Das gesamte Netz arbeitet einheitlich mit 128 Bit DiCal IDEA Verschlüsselung und Express Alarm. Für Alarmierungsserver (DAG), das Rückfallalarmierungssystem (Rückfall DAG), sowie alle digitalen Alarmumsetzer stehen durch einen bestehenden Softwarepflegevertrag mit der Firma Swissphone Telecommunications GmbH immer die aktuellen Softwareversionen zur Verfügung. Die Softwaremodule DiCal IDEA Verschlüsselung und Multimaster sind auf allen DAG lizensiert und vorhanden. Ziel der Beschaffungsmaßnahme ist es das gesamte Alarmierungsnetz im laufenden Betrieb durch die Erneuerung der digitalen Alarmumsetzer (DAU) zu ertüchtigen. Weiterhin soll durch Einführung der Multibaud Technologie eine schnellere Alarmverteilung im Gesamtnetz erreicht werden. Da der Austausch der einzelnen Komponenten sukzessive nacheinander erfolgt, darf es zu keiner Zeit Einschränkungen im Alarmierungsbetrieb und bei der flächendeckenden Netzabdeckung kommen. Alle vorhandenen Funktionen im Netz müssen während und nach der Umstellungsphase weiterhin zu 100 % gegeben sein. Es muss ein eins zu eins (1:1) Tausch der digitalen Alarmumsetzer stattfinden. Die Bestandskonfiguration der Geräte ist zunächst zu übernehmen. Es werden keine weiteren Alarmgeber an den Bestandsantennenanlagen zugelassen, ein Parallelbetrieb von alter und neuer DAU Technik am Standort ist damit ausgeschlossen. Die vorhandenen Antennenanlagen sind nach messtechnischer Prüfung weiter zu nutzen. Messtechnisch festgestellte Mängel sind vom Auftragnehmer konkret zu benennen, zu dokumentieren und dem Auftraggeber unverzüglich mitzuteilen. Die Mängelbehebung wird gesondert erfolgen und ist nicht Bestandteil dieser Ausschreibung. Nach dem Tausch aller Einzelkomponenten ist die auf Multibaud-Technologie optimierte Gesamtkonfiguration des Alarmierungsnetzes durchzuführen. Insbesondere sind die Interferenzen durch Einstellen des Frequenz Offset an den DAUs, aus der Ferne über das POCSAG Netz, auf ein Minimum zu reduzieren. Für den Auftraggeber ist es von vertragswesentlicher Bedeutung, dass der Auftragnehmer zu jeder Zeit die Gesamtfunktionalität des Alarmierungsnetzes mit allen vorhandenen Funktionalitäten, insbesondere der verschlüsselten Textübertragung, den Schnittstellen zum Einsatzleitsystem und den Rückfallebenen sicherstellt und garantiert. Die Netzabdeckung im gesamten Versorgungsbereich muss zu jeder Zeit mindestens gleichwertig oder besser sein. Statusabfragen aller DAUs müssen von den zentralen Alarmierungsservern zu jeder Zeit weiter durchgeführt werden. # Die Alarmumsetzer sind in 4 HE bzw. 6 HE 19 Zoll Stahlgehäuse oder größer verbaut. # Die Zuwegungen zu den Standorten sind teilweise über öffentliche Verkehrswege sowie auch über geschotterte Waldwege sichergestellt. Aufgrund der Topologie im Harz werden zur Anfahrt Fahrzeuge mit Allradantrieb empfohlen. Vereinzelt liegen Standorte in Waldgebieten, wo für die Befahrung eine Ausnahme von der Straßenverkehrs Ordnung durch den Auftraggeber auf seine Kosten einzuholen ist. # Die Ausführung muss 14 Tage nach Zuschlag beginnen und ist spätestens nach 6 Monate nach Beginn der Ausführung betriebsbereit zu übergeben. # Da während der Ausführung der Leistung der laufende Betrieb der Kommunalen Regionalleitstelle Göttingen nicht beeinträchtigt werden darf, sind alle Auf-, Umbau-, Konfigurations- und Migrationsarbeiten nach Abstimmung mit dem Auftraggeber durchzuführen. # Die Leistung ist grundsätzlich Montag bis Donnerstag von 07:00 Uhr bis 16:00 und Freitag von 07:00 Uhr bis 13:00 Uhr zu erbringen. Weitere Zeiten sind nur nach Absprache möglich. # Die Lieferung der Produkte hat nach Absprache entweder unmittelbar vom Hersteller selbst oder von einem vom Hersteller zugelassenen, qualifizierten Fachhändler an Orte in Stadt und Landkreis Göttingen zu erfolgen
Erwerb und Lieferung von Hardware (digitale Alarmumsetzer) Dauerhafte Überlassung von Lizenzen / Software gegen Einmalvergütung Dienstleistungen: o Aufbau, Installation, Konfiguration und Migration, # Messtechnische Überprüfung der vorhandenen Antennenanlagen, # Ständige Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft des Alarmierungsnetzes, # Konfiguration des Gesamtsystems o Einweisung und Schulung des Personals der Auftraggeberin, # Dokumentation. # Die Leistungskriterien entsprechen den im Leistungsverzeichnis aufgeführten Fabrikaten der Firma Swissphone Telecommunications GmbH. Die konkrete Produktvorgabe ist aus technischen und wirtschaftlichen Gründen erforderlich, denn eine bestehende Infrastruktur für die digitale Alarmierung von Rettungs- und Einsatzkräften soll ertüchtigt werden, wobei die Komponenten in der Leitstelle (DAG, Lizenzen, Netzwerktechnik und Schnittstelle im Einsatzleitsystem) und die Meldeempfänger nicht erneuert werden. Alle Funktionen müssen während und nach der Netzertüchtigung zu 100 % gegeben sein. Durch die enge technische Verzahnung kommen daher nur Fabrikate von Swissphone in Betracht. Die Verwendung anderer Produkte würde den Aufbau eines Parallelnetzes erfordern, da ein sukzessiver Tausch einzelner DAUs nicht möglich wäre. Zudem würde ein Produktwechsel die Neubeschaffung von ca. 5.500 Meldeempfängern inkl. Peripherie nach sich ziehen. Auf eine Aufteilung des Auftragsgegenstandes in Teil- oder Fachlose im Sinne von 97 Abs. 4 GWB wird auf Grundlage von § 97 Abs. 4 Satz 3 GWB verzichtet. Das Alarmierungssystem stellt keine bloße Ansammlung von Einzelkomponenten dar, sondern ein komplexes Gesamtsystem, in dem verschiedene digitale Bauteile aufeinander abgestimmt sein müssen. Unklare Verantwortlichkeiten verschiedener Lieferanten könnten bei Störungen die Fehlersuche erschweren und verzögern. Der Verzicht auf Produktneutralität und Losbildung ist aufgrund von technischen Zwängen und im Interesse der Systemsicherheit, Funktionalität und Stabilität des Gesamtsystems erforderlich, um das Risiko von Fehlfunktionen, Kompatibilitätsproblemen und Ausfällen zu minimieren und dadurch den Schutz von Leib und Leben, sowie bedeutenden Sachwerten und der Umwelt zu gewährleisten. # Der Auftragnehmer muss für das Projekt mindestens folgendes Personal vorhalten: - 2 Systemingenieure für die Gesamtkonfiguration des Netzes: Die berufliche Qualifikation aus den Bereichen Nachrichtentechnik, Informationstechnik, IT Technik ist nachzuweisen. - 2 Montageteams: Ein Team muss aus mindestens einem Systemtechniker und einem Monteur bestehen. Die berufliche Qualifikation aus den Bereichen Funktechnik, Nachrichtentechnik, Kommunikationstechnik, oder ähnlich ist nachzuweisen. # Alle mit der Installation und Montage befassten Mitarbeiter des Auftragnehmers, die sicherheitsempfindliche Tätigkeiten in Verbindung mit der Leitstelle oder dem BOS Netz ausführen, müssen mindestens gemäß § 9 SÜG oder einer vergleichbaren Vorschrift des Bundes oder Bundesländer oder vergleichbarer Vorschriften anderer EU-Mitgliedsstaaten, welche vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bis spätestens 01.05.2016 als gleichwertig anerkannt wurden, gemäß einer erweiterten Sicherheitsüberprüfung (Ü2) für die gesamte Projektabwicklung und Vertragserfüllung ermächtigt sein. # Der Auftragnehmer hat schriftlich mit der Vertragsunterzeichnung zu bestätigen, dass alle o.g. Mitarbeiter diese Anforderungen erfüllen. # Eine deutschsprachige (mindestens C1-Sprachniveau nach GER) Projektleitung ist zu bestimmen, die mindestens ein vergleichbares Projekt hinsichtlich Art, Größe und Umfang wie bei dieser Ausschreibung begleitet hat. Die berufliche Qualifikation aus den Bereichen Funktechnik, Nachrichtentechnik, Kommunikationstechnik, oder ähnlich ist nachzuweisen. # Unmittelbar nach Auftragsvergabe, mindestens jedoch vor Lieferung und Installation der Technik findet eine Projektbesprechung statt. Über die Besprechung wird vom Auftragnehmer ein Protokoll angefertigt und zeitnah mit dem Auftraggeber abgestimmt. # Während der gesamten Umbauphase, des Probebetriebs und der Abnahmephase, hat der Auftragnehmer die Erreichbarkeit über eine 24/7 Störungshotline zur Verfügung zu stellen. Bei anfallenden Störungen gilt eine Reaktionszeit von 30 Minuten und bei Bedarf muss innerhalb von 3 Stunden vor Ort mit der Störungsbeseitigung begonnen werden. Dieser Service muss bis zur mängelfreien Abnahme kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Dazu zählen Remote-Unterstützung sowie Vororteinsätze. Während der Gewährleistungszeit muss der Ersatz von Hardware innerhalb von 72 Stunden sichergestellt sein. # Der Auftragnehmer ist verpflichtet, die Betriebsbereitschaft des Systems herbeizuführen und hierfür insbesondere die einzelnen von ihm geschuldeten Systemkomponenten aufzustellen, zu installieren, individuell einzurichten und zu integrieren. Dies erfolgt jeweils nach Maßgabe der Leistungsbeschreibung und dem Leistungsverzeichnis. # Der Auftragnehmer hat das System mit Dokumentation in deutscher Sprache zu liefern. Die Dokumentation der Systemkomponenten muss es dem für die Nutzung und Administration einzusetzenden Personal des Auftraggebers ermöglichen, die jeweilige Systemkomponente nach Durchführung der vereinbarten Schulung ordnungsgemäß zu bedienen. # Konfiguration und Einstellungen sind umfassend zu dokumentieren und dem Auftraggeber auf einem Datenträger digital im PDF/A-Format vor der Demonstration der Betriebsbereitschaft zu übergeben (Antennenmessprotokolle, Konfigurationsdateien, Standortdatenblätter, Systemskizzen, IP-Plan, Kabelpläne). # Mit Angebotsabgabe sind: - ein Konzept zur Migration aller Standorte inkl. Gesamtkonfiguration, - eine detailliert beschriebene Lösung zur zeitgleichen Ansteuerung mehrere Master-Dau (mind. 7), - eine Darstellung des Schüsselmanagement des Gesamtsystems sowie - ein Projektterminplan abzugeben.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.