Die Stadt Offenburg wird im Jahr 2032 eine Landesgartenschau (LGS) durchführen. Im Rahmen der LGS Offenburg werden mehrere Brücken und Stege über die Kinzig, den Mühlbach und den Räderbach gebaut. Die Gestaltung der neuen Brücken und Stegen soll auf dem Gestaltungskonzept der LGS aufbauen. Die Stadt Offenburg führt dazu zwei VgV-Verfahren mit Lösungsansätzen zur Vergabe der Ingenieurbauleistungen + Tragwerksplanung und Leistungen Verkehrsanlagen (nur Kinzigbrücke) durch. • VgV Kinzigbrücke LGS Nord • VgV Stege Mühl- und Räderbach Die folgende Aufgabenbeschreibung bezieht sich auf die Neugestaltung der „Kinzigbrücke LGS Nord“, einschließlich Rampe mit Anschluss an den Radschnellweg und über den Radschnellweg entlang der Westseite der Kinzig, eine ca. 100m lange Fuß- und Radwegebrücke über die Kinzig im Norden des LGS- Geländes in der Nähe der Eisenbahnbrücke Rheintalbahn. Die Deutsche Bahn plant, die vorhandene Eisenbahnbrücke der Rheintalbahn über die Kinzig mit danebenliegendem Geh- und Radweg im Jahr 2040 abzubrechen und durch eine reine Bahnbrücke zu ersetzen. Im Zuge der LGS soll vorab eine neue Geh- und Radwegbrücke geplant und in die Daueranlagen der LGS integrieren werden. Durch die „Kinzigbrücke LGS Nord“, die sowohl die Kinzig als auch den Radschnellweg am Fuße des westlichen Kinzigdamms überspannt, soll eine attraktive und barrierefreie Verknüpfung zwischen dem geplanten Radschnellweg entlang des westlichen Kinzigdammfußes und der wichtigen Radverkehrsverbindung in Ost-West-Richtung geschaffen werden. Die Gestaltung der Brücken und Stege hat eine zentrale gestalterische und inhaltliche Rolle innerhalb der Planung der neuen Parklandschaften der LGS. Ziel ist es, innovative, nachhaltige und funktionale Übergänge zu entwickeln, die über ihre reine Verbindungsfunktion hinaus als eigenständige gestalterische Raumelemente wirken. Brücken und Stege sollen als prägende Verbindungen zwischen den verschiedenen Themenbereichen der Gartenschau dienen und zugleich den Dialog zwischen Natur, Technik und Landschaftsarchitektur symbolisieren. Für die Baumaßnahme Kinzigbrücke LGS Nord, über die Kinzig und den Radschnellweg einschließlich Rampe zum Radschnellweg, wurde ein Kostenrahmen von ca. 3.200.000,- EUR Nettobaukosten ermittelt.
Das Verhandlungsverfahren wird gemäß dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), i.V.m. der Vergabeverordnung (VgV) durchgeführt. Die erste Stufe des VgV-Verfahren „Kinzigbrücke LGS Nord“ wird am 30.01.2026 durch Veröffentlichungen im EU-Amtsblatt bekannt gemacht. Die Bewerbungsfrist für das Verfahren endet am 02.03.2026. Es werden vier Bewerber/Bietergemeinschaften für das Verfahren in einem vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb ausgewählt. Ist die Qualifizierung von mehr als vier Bewerbenden/ Bietergemeinschaften gleichwertig entscheidet das Los. Im Rahmen der Angebotseinholung wird eine Mehrfachbeauftragung als Vorentwurfsplanung gemäß HOAI mit einem reduzierten Leistungsbild durchgeführt. Dafür erhält jeder Bewerber/ Bietergemeinschaft, der / die einen prüfbaren Lösungsvorschlag einreicht, eine Vergütung von pauschal 30.000,- EUR netto (zzgl. 19% Mwst.) Die Vergabe der Planungsleistungen mit separaten Verträgen für Ingenieurbauwerke, Tragwerksplanung und Verkehrsanlagen erfolgt an die Mitglieder der ausgewählten Bewerber/Bietergemeinschaft. Werden als Lösung zwei Brücken (eine Brücke über die Kinzig und eine über den Radschnellweg) ausgearbeitet, so werden im Nachgang sechs Verträge abgeschlossen; drei Verträge für die Brücke über die Kinzig mit dem Auftraggeber Landesgartenschau und drei Verträge für die Brücke über den Radschnellweg mit dem Auftraggeber Stadt Offenburg. Wird als Lösung eine einzige Brücke, die sowohl die Kinzig als auch den Radschnellweg überspannt, angeboten, so werden drei Verträge mit dem Auftraggeber Landesgartenschau abgeschlossen. Beauftragt werden Leistungen für die Planung und Ausführung von Ingenieurbauwerken gem. § 41ff HOAI 2021 Leistungsphase 1-9, Tragwerksplanung gem. § 49 ff HOAI Leistungsphase 2-6 sowie Verkehrsanlagen gem. § 45ff HOAI Leistungsphase 1-9. Die Planung muss in enger Abstimmung mit dem für die Objektplanung der Freianlagen LGS Offenburg 2032 beauftragten Büros erfolgen. Zudem können weitere besondere Leistungen in Auftrag gegeben werden. Der Auftraggeber wird die Leistungen stufenweise LP1-3, die folgenden Leistungsphasen danach einzeln beauftragen. Die Bauausführung soll bis 01.10.2029 Brückenbau bzw. 01.10.2030 Rampen abgeschlossen sein.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.