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Projekt-ID: #241210_EWP_BW_23

Neuordnung Berliner Vorstadt Abwassernetz

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17.02.25 Frist

Projektbeschreibung

Beabsichtigt ist eine konzeptionelle Überarbeitung des Abwassernetzes der Berliner Vorstadt aufgrund hydraulischer Probleme im Regenwasser- sowie Schmutzwassernetz. Es soll eine Studie erstellt werden, die einen Sanierungsplan mit einem Regenwasserkonzept kombiniert und dabei die Machbarkeit der Regenwasserbewirtschaftung in den einzelnen Straßenzügen mit dem Fokus auf Versickerung, Rückhaltung und Reinigung bewertet. Ziel der Studie ist eine konzeptionelle Überarbeitung des Trennsystems der Berliner Vorstadt, welches aufgrund unzureichender Gefälleneigungen im Kanalnetz, sowie gegensätzlicher Fließrichtungen in den Kanälen (durch diverse Hochpunkte im Leitungsnetz) hydraulische Schwachstellen zeigt, um die hydraulische Leistungsfähigkeit zu verbessern. Zudem wird langfristig angestrebt, die Einleitung des Regenwassers aus dem Einzugsgebiet zu reduzieren, welches insbesondere dadurch erreicht werden soll, dass das Regenwasser (privat und öffentlich) ortsnah versickert wird. Dafür sollen u.a. die Bodenverhältnisse auf Versickerungsfähigkeit untersucht sowie die Flächenverfügbarkeit berücksichtigt werden. Im Zuge der konzeptionellen Überarbeitung müssen die zulässigen Einleitmengen, in die dem Betrachtungsgebiet angrenzenden Gewässer, überprüft werden. Zusätzlich sollen zwei Einleitpunkte (A108 und A114) umverlegt bzw. stillgelegt werden, da sie sich auf privaten Grundstücken befinden. Anhand hydraulischer Modellierung sollen zur Zielerreichung verschiedene Varianten erarbeitet und anhand ökonomischer, ökologischer und sozialer Kriterien verglichen werden.

Lose

1 Los

Planungsgegenstände: Die Studie soll die nachfolgenden Anforderungen unter Berücksichtigung des Technischen Regelwerkes der EWP GmbH erfüllen: - Beschaffung aktueller Stadtkartendaten und Darstellung im Lageplan - Darstellung des Ist-Zustandes inkl. Einzugsflächenermittlung und Baugrundverhältnisse / Möglichkeiten zur Versickerung, inkl. Ortsbegehungen, Erstellung einer Fotodokumentation - Aufstellung einer gutachterlichen Stellungnahme zu den Baugrundverhältnissen im Untersuchungsgebiet, insbesondere zu Versickerungseigenschaften und Grundwasserständen, als Grundlage für die Vorbemessung der Versickerungsanlagen - Hydraulische Berechnung des Ist-Zustandes, inkl. Erstellung eines digitalen Netzmodells des bestehenden Kanalnetzes - Auswertung der Berechnung, Kennzeichnung und Bewertung von Problembereichen - Kanalnetzentwurf und Vorbemessung im Zeitbeiwertverfahren - Erstellung und Bewertung von 3 Varianten zur Umsetzbarkeit der Regenwasserbewirtschaftung im Einzugsgebiet inkl. Vorbemessung von Netzerweiterungen und Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung und -behandlung (oberflächennahe vs. unterirdische Versickerung, Rückhaltung, Reinigung) in Abstimmung mit dem Straßenbaulastträger, der AG Stadtbäume und der Denkmalschutzbehörde der Landeshauptstadt Potsdam: 1. Variante: größtmögliche (örtliche) Versickerung, maximal reduzierte RW-Ableitung zu den Auslaufbauwerken, inkl. Stilllegung der Auslaufbauwerke A108 und A114, Dimensionierung des Regen- und Schmutzwassernetzes 2. Variante: Kombination aus wirtschaftlich sowie technisch günstigster Versickerung + minimaler Einleitmenge RW inkl. Betrachtung der Notwendigkeit einer Regenwasserreinigungsanlage, Dimensionierung des Regen- und Schmutzwassernetzes 3. Variante: Alternativer Lösungsansatz auf Grundlage der DWA A102 und der Nutzung von zukunftsorientierten, innovativen Regenwasserbewirtschaftungsverfahren (Schwammstadt) zur Anpassung des Entwässerungssystems an klimatische Veränderungen (Starkregenereignisse, Dürreperioden, etc.), Dimensionierung des Regen- und Schmutzwassernetzes - Bewertung der geplanten Versickerungsanlagen nach DWA-A 138 - Hydrodynamische Berechnung des Kanalnetzes im vorhandenen und im geplanten Ausbaustand (Überstaunachweis; max. 3 Varianten, je 3 Lastfälle) - Erstellung eines Sanierungsplans bzw. eines Ablaufplans und den dazugehörigen Kostenrahmen für jede Variante. Die sukzessive Reduzierung der Einleitmengen je Bauabschnitt soll dabei herausgestellt werden. - Dokumentation und Erläuterung der Untersuchungsergebnisse mit ausführlichem schriftlichem Bericht in digitaler Form (Format PDF) und 2-facher Papierfassung - Abstimmung mit dem AG und Dritten - Vorbereitung, Moderation und Protokollierung von drei Veranstaltungen zur Präsentation und Diskussion der Untersuchungsergebnisse - Lieferung der Kanalnetzmodelle im Format ISYBAU-XML Hinweise zur Angebotserstellung: Das Angebot soll unter Benennung der eingeschätzten Gesamtstundenzahl auf Stundenbasis erfolgen. Zusätzlich soll die Vorgehensweise zur Erstellung der Studie dargestellt werden. Hierzu zählt z.B. auch die Darstellung der Arbeitsschritte. Im Angebot sollte zudem eine Einschätzung des Bieters zu den vorgeschlagenen Varianten erfolgen inkl. möglicher erster Vorschläge zur Umsetzung der 3. Variante. Für das weitere Vorgehen soll zusätzlich eine Aufgabenstellung für ein Baugrundgutachten für das gesamte Betrachtungsgebiet unterbreitet werden. Die Aufgabenstellung zum Baugrundgutachten sollte im ersten Schritt der Projektbearbeitung erfolgen und an die EWP GmbH übergeben werden. Zur Angebotsabgabe soll ein erstes Konzept für die Aufgabenstellung des Baugrundgutachtens vorliegen. Als Grundlage zur Angebotserstellung sollen zudem auch die Topographie Potsdams sowie die Lagepläne zum Medienbestand der Energie und Wasser Potsdam dienen. Weiterhin soll das Gutachten auf Basis der Checkliste der EWP, siehe Anhang I, Abschnitte A 1 und A 2, erstellt werden. Zum Bietergespräch soll schließlich das Konzept zum Baugrundgutachten, sowie die Vorgehensweise zur Erstellung der Studie vorgestellt und erklärt werden. Diese Präsentation ist ebenfalls Teil der Wertung zur Vergabe. Vorgesehender Planungszeitraum und formale Abgabe: Der Auftragnehmer legt mit Erstellung des Angebotes eine verbindliche Zeitschiene für die Abarbeitung des Projektes vor. Zielstellung ist die Fertigstellung des Planungsprojektes innerhalb von 12 Monaten nach Auftragseingang. Das Konzept soll in 2-facher Papierfassung und einfacher digitaler Fassung abgegeben werden.

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