Zwei Lotsenversetzschiffe in SWATH-Bauweise für den Lotsbetriebsverein e.V. sollen beschafft werden. Die Lotsenversetzschiffe sollen im Rahmen der bestehenden Lotsenversetzlogistik im 24 /07 -Betrieb ganzjährig in der Deutschen Bucht eigesetzt werden. Maßgeblich sind bestes Seegangsverhalten mit geringen Stampf- und Rollbewegungen, höchste Manövrierfähigkeit und Kombinierbarkeit mit der aktuellen Flotte, insbesondere mit den Lotsenstationsschiffen. Die Schiffe müssen neben der Stammbesatzung von 3 Personen bis zu 12 weitere Personen transportieren können. Ruhebereiche für mehrere Personen sind vorzusehen. Die Schiffe sind als Doppelrumpfschiffe mit minimierter Wasserlinienfläche „SWATH“ auszuführen, um raueste Bedingungen handhaben zu können. Einsatzbedingt kommt es vielfach zu An- und Ablegemanövern unter Seegangseinfluss bei Schiffsgeschwindigkeiten über 10 kn. Fender und Schiffsstruktur sind dementsprechend robust auszulegen. Art und Umfang der zu erbringenden Leistung: Bau und betriebsfertige Lieferung eines SWATH Lotsenversetzfahrzeugs mit den Hauptabmessungen: Länge: min. 24,00 m / max. 28,00 m Breite: ca. 13,00 m Konstruktionstiefgang: max. 3,20 m, voll abgeladen Freibord: ca. 3,50 m Nassdeckhöhe: min 1,70 m, auf ebenem Kiel Geschwindigkeit: min. 18 kn Versetzbetrieb: ca. 8 bis 12 kn.
Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) beabsichtigt den Neubau zweier Lotsenversetzschiffe in SWATH-Bauweise (Small Waterplane Area Twin Hull) zu beauftragen. Vertragsgegenstand ist der Bau und die betriebsfertige Lieferung zweier SWATH Versetzfahrzeuge für den Einsatz in Nordund Ostsee, primär für das Seelotsrevier um Cuxhaven, für den Betrieb in Verantwortung des Lotsbetriebsverein e. V. Das Schiff soll unter Deutscher Flagge als Seeschiff betrieben werden und in nationaler, küstenna-her Fahrt für Tages- und Nachtfahrten im Rahmen eines 24/7/365-Betriebes einsetzbar sein. Die Schiffe selbst, ihre Antriebsanlagen und elektrischen Aus-stattungen müssen über die nationale Zulassung der Bundesrepublik Deutsch-land, oder eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union verfügen und sind unter Aufsicht einer in Europa ansässigen und anerkannten, im Internationalen Verband der Klassifikationsgesellschaften organisierten, Klassifikationsgesell-schaft zu bauen. Die Grundlagen der Gesamtkonzeption, des energietechni-schen Konzeptes und der Nachweis der Leistungsfähigkeit der Schiffe als Lot-senversetzschiffe sind mit dem Angebot darzustellen. Der Neubau ist für den ganzjährigen Einsatz als Lotsentender in der Deut-schen Bucht zu konzipieren. Er soll das bereits vorhandene System des Lot-senversetzdienstes, bestehend aus den SWATH-Stationsschiffen „Elbe“, „We-ser“ und „Hanse“ sowie den SWATH-Tendern DUHNEN, DÖSE, GRODEN, WANGEROOG und BORKUM sinnvoll ergänzen und vervollständigen. Beson-derer Wert ist in dem Zusammenhang auf die Kombinierbarkeit und gemein-same Wirksamkeit in dem bestehenden System zu legen. Die Kraftstoffversor-gung muss, entsprechend der aktuellen Praxis, sowohl Landseitig, als auch durch eines der Lotsenstationsschiffe auf See erfolgen können. Aufgrund der technischen Voraussetzungen der Lotsenstationsschiffe entsteht somit die Not-wendigkeit, Gasöl (Marinedestillat gemäß ISO 8217 in der aktuellen Fassung) als primären Kraftstoff zu verwenden. Bezüglich der Hautabmessungen, Frei-bord, Übersteige-Einrichtungen, Befenderung und Schnittstellen wird zwecks Systemkompatibilität eine Ähnlichkeit zu den bestehenden SWATH-Tendern angestrebt. Aufgrund der rauen Einsatzbedingungen und den aggressiven Umge-bungsbedingungen der deutschen Nordseeküste ist besonderer Wert auf gutes Seeverhalten und Schwerwettertauglichkeit zu legen sowie ausschließlich hochwertige Materialien und Komponenten zu verwenden. Ein hoher Techno-logie-, Bedien- und Wohnstandard sind zu gewährleisten. An den Neubau werden hohe Anforderungen in Bezug auf einen wirt-schaftlichen Betrieb gestellt. Umweltschonende Technologien und Optionen sind zu berücksichtigen.
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Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.