Die Landeshauptstadt Potsdam hatte sich mit dem Motto "Smart City Potsdam - Innovativ. Grün. Gerecht. Zusammen schaffen wir eine nachhaltige Stadt für morgen!" für die dritte Staffel des Förderprogramms Modellprojekte Smart Cities des Bundes beworben. Infolge der Förderung, die am 15.07.2021 (Programm: Modellprojekte Smart Cities: Stadtentwicklung und Digitalisierung (436) KfW) bewilligt wurde, können bis zum 31.12.2026 für die Stadtentwicklung laufende Prozesse schneller vorangetrieben und innovative Projekte erprobt werden. Die Vorhaben werden von kommunalen Unternehmen sowie zahlreichen Akteur:innen der Potsdamer Wissenschafts- und Wirtschaftslandschaft unterstützt und sind in eine regionale Gemeinschaft eingebettet. Das Potsdamer Smart-City-Projekt ist in 2 Phasen aufgeteilt: Phase A (vom Januar 2022 bis November 2023) hat den Entwicklungsprozess der Smart-City-Strategie Potsdam und die Umsetzung erster Projekte beinhaltet. Das entsprechende Konzept und konkrete Maßnahmenideen sind aus einer umfassenden Beteiligung der Stadtgesellschaft, Kommunalpolitik, kommunalen Unternehmen und Stadtverwaltung entstanden. Die ersten vier Teilprojekte wurden in diesem Zeitraum umgesetzt. Basierend auf dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung (SVV 23/SVV/0822) vom 04.10.2023 und der Beschlüsse des Fördermittelgebers vom 22.12.2023 (für die Strategie) sowie vom 27.12.2023 (für die Maßnahmen), schließt sich die Phase B mit der Umsetzung der Strategie und der darin formulierten Maßnahmen "Urbane Netzwerke, Infrastruktur & Datenplattform", "Digitale und analoge Beteiligung", "Quartiersentwicklung", "Integrierte Verkehrswende" sowie "Klimaschutz und Klimaanpassung" (2024 bis 2026) an. Die Teilmaßnahme "Bürgernahes Baumkataster" wird dem Maßnahmenbündel "Klimaschutz und Klimaanpassung" zugeordnet. Zur erfolgreichen Umsetzung dieser Teilmaßnahme sind zwei Komponenten notwendig. Zunächst soll ein digitales Baumkataster erstellt werden, das alle Stadtbäume erfasst, die in der Zuständigkeit der Landeshauptstadt Potsdam liegen. Auf Grundlage des digitalen Baumkatasters wird eine Webanwendung - die die zweite Komponente dieser Teilmaßnahme darstellt - bereitgestellt, in der die für die Stadtbevölkerung relevanten Informationen niedrigschwellig aufbereitet werden. Hierzu gehören Informationen zum Baumbestand sowie Mitmachmöglichkeiten.
1.1 Auftraggeber Auftraggeber für die vom Auftragnehmer anzubietende Softwarelösung zur Einführung eines Baumkatasters für die Landeshauptstadt Potsdam (LHP) ist die LHP vertreten durch die Arbeitsgruppe (AG 453.2) Stadtbäume. Die Nutzung der Softwarelösung soll dabei sowohl durch die Mitarbeitenden des Grünflächenamtes als auch durch beauftragte Dritte, die im Rahmen der Unterhaltungsmaßnahmen eingesetzt werden erfolgen sowie den Bürgerinnen und Bürgern als Informationsquelle dienen. Die Arbeitsgruppe Stadtbäume verantwortet derzeit einen Baumbestand von ca.: 120.000 Bäumen im Stadtgebiet und strebt mit der Softwarelösung eine gemeinsame Verwaltung des Baumbestandendes auch von anderen LHP internen Bereichen an. 1.2 Projektziele Mittels der einzuführenden Softwarelösung soll der Baumbestand der LHP sowohl digital erfasst und kartographiert als auch deren Zustände dokumentiert und Maßnahmen zu deren Pflege und Erhaltung koordiniert werden. Die Kriterien zur Aufnahme richten sich dabei nach den aktuell gültigen Fll-Richtlinien für Baumkontrollen. Das Baumkataster soll hierbei Informationsmittelpunkt der Digitalisierung der Prozesse um die baumbezogenen Maßnahmen darstellen und dabei sowohl auf Daten der Stadt aufsetzen als auch Daten für nachgelagerte Prozesse bereitstellen können. Um das Baumkataster schnellstmöglich für die LHP nutzbar zu machen sowie Dritten den einfachen und regulierten Zugriff zu Daten zu bieten und Prozesse über Verwaltungsgrenzen hinaus abbilden zu können, soll die Einführung des Baumkatasters dabei als reine "Cloud-Lösung" erfolgen. "Cloud Lösung": Um eine möglichst schnelle Arbeitsaufnahme zu ermöglichen wird das Baumkataster als Cloud Service zu Verfügung gestellt, sie ist somit vom Auftragnehmer als Software as a Service (SaaS) anzubieten. Alle notwendigen Anwendungen laufen hierbei auf den Servern des jeweiligen Anbieters. Grundlage der Kartografie sollen dabei vorrangig die von der LHP bereitgestellten, öffentlich verfügbaren Grundlagenkarten und Orthofotos (WMS) und langfristig die sich im Aufbau befindlichen Kartendienste der LHP (WMS) sein, die vom Auftragnehmer in die Lösung einzubinden sind. Die Hintergrundkarte ist von basemap.de zu übernehmen. Die Verwaltung des Baumbestandes, die Anlage, Steuerung und Dokumentation von Maßnahmen sollen ausschließlich innerhalb der Softwarelösung erfolgen. Es werden jedoch Schnittstellen zur Datenmigration und zur Anbindung anderer Plattformen benötigt. Der Export des Bestandes muss jederzeit in einem geeigneten Format (siehe Punkt 2.1) möglich sein, um die Daten wiederum in die GIS-Systeme sowie in die Systeme der Urbanen Datenplattform (UDP) der LHP zu übernehmen. Mittels der zu beschaffenden Softwarelösung sollen somit: - der Bestand an Bäumen in der LHP verwaltet werden, - der Zustand und die erforderlichen Maßnahmen an Bäumen erfasst werden, - die Filterung der Attribute muss ohne Kenntnis von Programmiersprachen möglich sein, alle aufgenommenen Eigenschaften der Bäume müssen filterfähig sein, - die Erstellung von Maßnahmenlisten muss in der Software durch Filterung möglich sein, die Ausgabe der erzeugten Listen muss in Excel und PDF individuell angepasst auf die LHP möglich sein, - die Pflege und Unterhaltungsarbeiten geplant, beauftragt, koordiniert und dokumentiert werden, - die Vergabe von Arbeiten an Dritte digitalisiert und gesteuert werden, - Dritten der Zugriff auf Bestandsdaten, Maßnahmen und Arbeitsaufgaben gegeben werden, - ein Zugriff über mobile Endgeräte (iOS und Android) ermöglicht werden, - der Zugriff für die Öffentlichkeit über separates Webinterface ermöglicht werden, - und eine Benutzerkontensteuerung durch Administration innerhalb der LHP (AG Stadtbäume) möglich sein. Die Softwarelösung soll schnellstmöglich eingeführt werden. Diese Software wird dann durch zusätzliche Kundenwünsche auf die Bedürfnisse der LHP angepasst werden. Alle Anforderungen der Leistungsbeschreibung sind vom Auftragnehmer zu erfüllen und stellen eine zwingende Eigenschaft der geforderten Leistung im Sinne des zu schließenden Vertrages dar.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.