Die Stadt Bacharach plant im Rahmen einer umfassenden Sanierung das Rathausensemble mit Haupt-, Nebengebäude und Innenhof in Bacharach am Rhein zu einem Rathaus mit Tourismus- und Kulturzentrum umzubauen. Hierfür hat die Auftraggeberin bereits eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, welche Bestandteil der Vergabeunterlagen ist und zum Download zur Verfügung steht. Die Machbarkeitsstudie enthält ein Nutzungskonzept und Planungsvarianten, diese sind nicht verbindlich. Die Machbarkeitsstudie dient lediglich der Orientierung. Das Ensemble wurde im Laufe des 16. bis 19. Jahrhunderts erbaut und ist seit 1941 das Rathaus. Die denkmalgeschützte historische "Kurpfälzische Amtskellerei" in der Oberstraße 1 besteht aus drei Flügeln - einem Vorderhaus, einem Hinterhaus und zwei Nebengebäuden neuerer Bauzeit - die alle parallel zur Straße verlaufen. Besonders das Vorderhaus von 1557, welches durch eine charakteristische Fachwerkstruktur in den oberen Geschossen gekennzeichnet ist, prägt das Stadtbild. Es beherbergt den Ratssaal, Räume der Stadtverwaltung, des städtischen Bauhofs und vermietete Büroräume. Im Hinterhaus stehen die Räumlichkeiten überwiegend leer. In den Nebengebäuden befinden sich Arbeitsräume des städtischen Bauhofs. Die Hofanlage weist insgesamt erheblichen Sanierungsbedarf auf. Das Rathaus-Gebäude ist trotz seiner öffentlichen Nutzung nicht barrierefrei. Sockel- und Obergeschoss des Rückgebäudes sind im derzeitigen Zustand nicht nutzbar. Hinsichtlich der Einzelheiten wird auf die beigefügten "Machbarkeitsstudie" und "Sanierung Rathaus Bacharach Erläuterung" und die anderen Vergabeunterlagen Bezug genommen. Geplant ist eine denkmalgerechte Sanierung zur Erhaltung des Kulturdenkmals und Gewährleistung der nachhaltigen Nutzung. Es ist geplant, das Vorderhaus mit Querbau und den Innenhof instand zu setzen und zu modernisieren. Das Rathaus soll gemeinsam mit dem Hof und dem Hinterhaus als zentrale Anlaufstelle und Aufenthaltsfläche mit hoher Qualität für Bürgerinnen und Bürger sowie Touristinnen und Touristen in Bacharach dienen. Darüber hinaus sollte das Rathaus auch seiner Funktion als Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtung gerecht werden. Das Hinterhaus soll eine bestandsorientierte Instandsetzung/Modernisierung für eine Umnutzung erfahren. Die Sanierung zielt darauf ab, die derzeit nicht genutzten Flächen wieder verwendbar zu machen. Die Räume sollen als zeitgemäßer städtischer Wohnraum genutzt werden können oder in Teilen adäquat als Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtung. Weiterhin soll die Fassade saniert werden sowie die Beseitigung der Ursachen und der Schäden durch eindringendes Wasser vorgenommen werden. Eine Nutzung des Kellers sowie ein Ausbau des Speichers sind nicht vorgesehen. Die Umsetzung des Neubaus (gem. Machbarkeitsstudie) anstelle des Gerätehauses ist nicht vorgesehen. Das Gerätehaus soll instandgesetzt werden und weiterhin dem Bauhof zur Verfügung stehen. Zusätzlich soll das baufällige Lagerhaus abgebrochen werden. Der derzeit überwiegend zum Parken genutzte Innenhof soll eine gestalterische Aufwertung erhalten und als qualitativ anspruchsvolle Freifläche zum Aufenthalt und für Veranstaltungen genutzt werden. Folgende Nutzungen sollen nach weiterer Festlegung durch die städtischen Gremien vorgesehen werden: Rathaus-Verwaltung, Ratssaal, Ausstellung, Büroräume, Vereinsräume, Aufenthalt + Werkstatt Bauhof, Lagerflächen, Sanitärräume, Aufzug, öffentliche Toilette, Tourist-Info, Eventflächen, kulturelle Nutzung, Freiflächen mit Aufenthaltsqualität, etc. Für das Anwesen wird eine eingehende Bauaufnahme samt Vermessung und eine bauhistorische Untersuchung in Auftrag gegeben. Die Objektplanung ist in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege umzusetzen, die spezifischen Anforderungen des Denkmalschutzes sind zu berücksichtigen. Nachhaltigkeitsaspekte und Klimaschutz sind bei der Planung zu beachten. Der beigefügte Projektzeitplan ist als Leitfaden zu berücksichtigen. Die Termine für die Abgabe der Förderanträge aus Mitteln des Denkmalschutzes und der Städtebauförderung sind einzuhalten.
Gegenstand dieser Ausschreibung sind Fachplanungsleistungen für Brandschutz in den Leistungsphasen 1-8. Bezüglich der Leistungsbeschreibung orientiert sich die Auftraggeberin an den Vorgaben des AHO Heftes Nr. 17, Ziffer 1.4. Die Honorarermittlung erfolgt über Flächenäquivalente gemäß Honorarberechnungsformel nach Abschnitt 1.5 AHO Heft Nr. 17 (2022). Das Flächenäquivalent beträgt ca. - Haupthaus inkl. Querbau: ca. 950 m² BGF - Hinterhaus: ca. 840 m² BGF - Gerätehaus: ca. 150 m² BGF Die Baukosten für das Haupthaus (netto) inkl. Querbau werden erwartet wie folgt: KG 200 - Herrichten und Erschließen - 40.000 EUR; KG 300 - Bauwerk - Baukonstruktion - 1.380.000 EUR; KG 400 - Bauwerk - Technische Anlagen - 920.000 EUR; KG 410 - Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen - 138.000 EUR; KG 420 - Wärmeversorgungsanlagen - 264.000 EUR; KG 430 - Raumlufttechnische Anlagen - 92.000 EUR; KG 440 - Elektrische Anlagen - 264.000 EUR; KG 450 - Kommunikationsanlagen - 92.000 EUR; KG 460 - Förderanlagen - 70.000 EUR; KG 500 - Außenanlagen und Freiflächen - 340.000 EUR. Gesamtsumme: 2.680.000 EUR Die Baukosten für das Hinterhaus (netto) werden erwartet wie folgt: KG 300 - Bauwerk - Baukonstruktion - 480.000 EUR; KG 400 - Bauwerk - Technische Anlagen - 320.000 EUR; KG 410 - Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen - 48.000 EUR; KG 420 - Wärmeversorgungsanlagen - 96.000 EUR; KG 430 - Raumlufttechnische Anlagen - 32.000 EUR; KG 440 - Elektrische Anlagen - 112.000 EUR; KG 450 - Kommunikationsanlagen - 32.000 EUR. Gesamtsumme: 800.000 EUR. Die Baukosten für das Gerätehaus (netto) werden erwartet wie folgt: KG 300 - Bauwerk - Baukonstruktion - 50.000 EUR; KG 400 - Bauwerk - Technische Anlagen - 20.000 EUR; KG 440 - Elektrische Anlagen - 16.000 EUR; KG 450 - Kommunikationsanlagen - 4.000 EUR. Gesamtsumme: 70.000 EUR. Die Leistungen werden losweise ausgeschrieben wie folgt: Los 1 - Objektplanungsleistungen für Gebäude nach § 34 HOAI sowie Freianlagenplanung nach § 39 HOAI, jeweils in den LP 1-9 Los 2 - Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung HLS, LP 1-9 nach § 55 HOAI Los 3 - Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung Elektro, LP 1-9 nach § 55 HOAI Los 4 - Leistungen der Tragwerksplanung, LP 1-6 nach § 51 HOAI Los 5 - Brandschutz, LP 1-8 nach Abschnitt 1.5 AHO Heft Nr. 17 (2022) Los 6 - Bauphysik, LP 1-7 nach Anlage 1 Ziffer 1.2.1 und 1.2.2 HOAI Eine stufenweise Beauftragung ist vorgesehen. Auf eine über die Leistungsstufe 1 hinausgehende Beauftragung besteht kein Rechtsanspruch. Leistungszeit: Fertigstellung der Entwurfsplanung samt Kostenberechnung, Baubeschreibung und ggf. weiterer Unterlagen bis zum 15.10.2026 Fertigstellung der Gesamtmaßnahme: idealerweise Frühjahr 2029 Das Vorhaben wird aus öffentlichen Mitteln gefördert. Die Einhaltung der Fördervoraussetzungen ist zu jeder Zeit zu gewährleisten. Die Hinweise und Regelwerke gemäß Erläuterung zur Sanierung des Rathauses sind zu beachten. Bezüglich der Beschreibung der Leistung orientiert sich die Auftraggeberin an den Leistungsbildern der HOAI 2021. Näheres regelt der Vertrag.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.