Für die adäquate Sicherstellung von Brandschutz und rettungsdienstlicher Versorgung im Norden der Stadt Bremerhaven wurde der Bedarf einer neuen Feuer- und Rettungswache in einem Brandschutzbedarfsplan ermittelt. Als geeigneter Wachstandort wurde ein Grundstück von rund 10.000 m² in der Alfred-Wegener-Straße ausgewählt, welches sich im Stadtbremischen Überseehafengebiet befindet und daher Eigentum der Stadtgemeinde Bremen ist. Die Wache weist eine Bruttogeschossfläche von rund 2.900 m² in zwei Vollgeschossen auf: Im Erdgeschoss befinden sich 12 Fahrzeugstellplätze sowie eine Waschhalle. Über den Funktionsräumen wie den Lagerflächen befindet sich ein Zwischengeschoss mit Werkstätten. Im Obergeschoss befinden sich die Büro- und Ruheräume sowie eine Dachterrasse. Geplant ist eine Holz-Hybridbauweise, wobei das Erdgeschoss aus Betonelementen und das Obergeschoss in Holzbauweise errichtet werden. Die Flachdachflächen des Obergeschosses werden vollständig mit einer Photovoltaikanlage belegt, deren Überschussenergie in einem Batteriespeicher verortet werden soll. Die Etagen sind neben dem Aufzug und der Treppe auch durch Rutschstangen miteinander verbunden. Im Rahmen der elektrotechnischen Erschließung (KG 440) ist die Mittelspannungsversorgung inklusive einer eigenen Übergabestation, der Transformatorauslegung sowie eines selektiven Schaltanlagenkonzepts zu planen, um eine maximale Ausfallsicherheit der Netzebenen zu garantieren. Zur Sicherstellung des autarken Einsatzbetriebs sind eine Notstromanlage (Diesel, ca. 400 kVA) mit automatischer Umschalteinrichtung und Kraftstoffbevorratung sowie eine USV-Anlage für kritische IT-Infrastrukturen in die Planung zu integrieren. Der Schutz des Gebäudes und der Technik ist durch eine normgerechte Blitzschutz- und Erdungsanlage sicherzustellen. Zudem ist eine Ladeinfrastruktur mit DC-Schnellladern und AC-Wallboxen samt Lastmanagementsystem sowie eine DALI-gesteuerte Innen- und Außenbeleuchtung inklusive Sicherheitsbeleuchtung zu realisieren. Für die Fernmelde- und Informationstechnik (KG 450) ist eine strukturierte Datenverkabelung sowie die Installation von Gefahrenmeldeanlagen (BMA/ZKS/Video) vorzusehen. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Planung liegt in der intelligenten Verknüpfung der Alarmierungseinrichtungen mit der Haustechnik: Im Alarmfall müssen die Ansteuerung der Tore, die Aktivierung der Alarmbeleuchtung sowie die Ampelschaltung zur Ausfahrtfreigabe automatisiert erfolgen. Da das Grundstück bisher als naturbelassene Fläche im Flächennutzungsplan dargestellt wurde, wird derzeit in einem Bebauungsplanverfahren Baurecht für dieses Grundstück hergestellt. Voraussichtlich wird der formelle Beschluss im Sommer 2026 gefasst. Die Fachplanungsleistungen der Technischen Ausrüstung in den Anlagengruppen 4-5 für die Leistungsphasen 1-2 wurden durch den Auftraggeber erbracht, die Entwurfsplanung wird durch den Auftraggeber derzeit finalisiert. Die Entwurfsplanung wird mit Auftragserteilung zur Verfügung gestellt. Die Baukosten für die Starkstrom-, Fernmelde- und Informationstechnik (KG 440 und 450) belaufen sich gemäß Kostenschätzung auf 1.189.500,00 Euro netto.
- Technische Ausrüstung Lph 5-6 und optional Lph 7-9 gem. § 55 HOAI i. V. m. Anlage 15, Ziffer 15.1 für die Anlagengruppen: 4. Starkstromanlagen und 5. Fernmelde- oder informationstechnische Anlagen. - Besondere / Zusätzliche Leistungen: Einarbeitung und Plausibilitätsprüfung der Entwurfsplanung
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Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.