Die Universitätsmedizin Greifswald plant die Beschaffung eines 3 Tesla MRTs zu Forschungszwecken (inkl. Wartung).
Das "William B. Kannel Center for Community Medicine" (CM) der Universitätsmedizin Greifswald (UMG) wird als hochmodernes Forschungsgebäude im südöstlichen Campusbereich realisiert und bildet zukünftig den markanten Auftakt für das Gelände der Universitätsmedizin sowie für den gesamten Campus. Mit einem Investitionsvolumen von etwa 80 Millionen Euro, finanziert durch Bund und Land Mecklenburg-Vorpommern, entsteht ein imposantes, hochfunktionales Gebäude mit repräsentativem Charakter. Das Zentrum wird als interdisziplinäres Forschungszentrum für bevölkerungsbezogene Gesundheitsforschung konzipiert und vereint fünf Forschungsgruppen unter einem Dach: das Institut für Community Medicine, die Community Dentistry, die Zentralstelle des Klinischen Krebsregisters Mecklenburg-Vorpommern (ZKR-MVB), das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) sowie das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Ein zentrales Element des Forschungszentrums wird eine hochmoderne MRT-Einrichtung im Erdgeschoss sein, die insbesondere für die SHIP-Studie (Study of Health in Pomerania) genutzt wird. Diese Bevölkerungsstudie zielt darauf ab, bei einer etwa einstündigen Untersuchung möglichst umfassende Daten des gesamten Körpers der Probanden zu erfassen. Die MRT-Einrichtung ist für einen Dauerbetrieb von 10 bis 15 Jahren mit minimalem Heliumverbrauch konzipiert, wobei auf Software-Upgrades verzichtet wird, um die langfristige Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten. Besondere Aufmerksamkeit wird der Abschirmung des MRT-Bereichs gewidmet. Da sich im ersten Obergeschoss (OG01) direkt über dem MRT ein Schlaflabor befindet, müssen spezielle Vorkehrungen getroffen werden, um gegenseitige Störungen zu vermeiden. Es ist von höchster Bedeutung, dass sowohl das Magnetfeld als auch der Schall des MRT-Geräts maximal abgeschirmt werden, um die Untersuchungen im Schlaflabor nicht zu beeinträchtigen und gleichzeitig optimale Bedingungen für die MRT-Bildgebung zu gewährleisten. Die SHIP-Studie, als Pionier in der Integration von Ganzkörper-MRT-Untersuchungen in Bevölkerungsstichproben, hat die große Bedeutung von Bildbefunden in der Krankheitsentstehung erkannt und ethische Standards zum Umgang mit Zufallsbefunden etabliert. Sie charakterisiert Teilnehmer*innen bezüglich subklinischer und manifester kardiometabolischer Auffälligkeiten und Erkrankungen besonders umfassend. Die Studie umfasst ein breites Spektrum an Untersuchungen, darunter Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen, Risikoverhalten, Ruheblutdruck, körperliche Aktivität, Arteriosklerose, Gefäßweite, endotheliale Funktion, Rhythmusstörungen, kardiale Pumpfunktion, Somatometrie, Diabetes und Prädiabetes, Körperzusammensetzung, Fettleber und -fibrose sowie kardiopulmonale Belastbarkeit. Das "William B. Kannel Center for Community Medicine" wird somit eine zentrale Rolle in der Gesundheitsforschung spielen und als modernes Zentrum für bevölkerungsbezogene Studien dienen, mit einem besonderen Fokus auf die umfassende MRT-basierte Untersuchung der Bevölkerung. Die sorgfältige Planung und Umsetzung, insbesondere hinsichtlich der Abschirmung zwischen MRT und Schlaflabor, unterstreicht den hohen wissenschaftlichen und technischen Anspruch dieses Projekts.
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Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.