Vergabe der Planungsleistungen zur Ertüchtigung der Kläranlage Oschatz
Die Kläranlage Oschatz (KA OZ) wurde im Jahr 2000 umfassend ertüchtigt. Der mechanische Reinigungsteil (Baujahr 1960) wurde modernisiert, die biologische Reinigung als SBR-Verfahren neu errichtet und eine Schlammentwässerungsstrecke sowie ein neues Betriebsgebäude gebaut. Die Anlage ist für 26.000 Einwohnerwerte (EW) ausgelegt. In den Folgejahren erfolgten zahlreiche Modernisierungen, u. a.: • 2012: Erneuerung der Gebläse und Einführung einer Fuzzy-Logic-Steuerung zur Energieoptimierung, • 2013–2015: Ertüchtigung des Beschickungspumpwerks mit neuen Pumpen und Rohrleitungen, • 2019: Neubau der Rechenhalle mit zwei Rechenstraßen aufgrund erheblicher Korrosion. Die biologische Reinigung erfolgt über drei SBR-Reaktoren (Drössler-Spannbeton) mit Aerzen Delta Hybrid D 36 S-Kompressoren (Zweitausstattung 2012). Die Belüftung erfolgt über Tellerbelüfter auf PVC-Strängen; die Membranen sind schwer beschaffbar und verschleißanfällig. Neben der Sanierung der Belüftungsstrecke bestehen weitere Herausforderungen: • Erhöhte Phosphatwerte (P-Lasten) im Zulauf infolge von Rücklöseprozessen aus der Schlammbehandlung, • Energie- und Betriebskostenoptimierung in Verbindung mit den EU-Vorgaben zu Energieeffizienz und Emissionsminderung, • Wärmerückgewinnung aus Gebläseluft oder Abwärme, • Prüfung der strukturellen Integrität der SBR-Behälter, • Integration zukünftiger Anforderungen aus der EU-KARL-Richtlinie (Methan, Lachgas, Energieneutralität). Ziel der Maßnahme ist die dauerhafte Sicherung der Reinigungsleistung, die Energie- und Betriebseffizienzsteigerung, die prozess- und regelungstechnische Modernisierung und die Vorbereitung der Anlage auf künftige Umweltanforderungen.
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Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.