Das im Eigentum der AG stehende Stadion an der Bremer Brücke in Osnabrück wurde 1933 eröffnet, nach seiner Zerstörung im zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut und im Laufe der Jahre mehrfach ausgebaut. Nunmehr verfügt es über vier Tribünen. Im Jahr 2008 wurde die alte Nordtribüne durch eine modernere Tribüne mit überdachten Sitzplätzen ersetzt. Die übrigen Tribünen (Ost, Süd und West) stammen aus den 1970er Jahren (sog. Alttribünen). Insbesondere bei den Alttribünen besteht dringender Sanierungsbedarf. Es bestehen Mängel z. B. bei der Notstromversorgung. Auch lösen sich regelmäßig Betonstufen auf den Stehplatztribünen. Im April 2024 wurde durch einen Gutachter festgestellt, dass das Dach der Osttribüne nicht mehr sicher ist, die Stadt Osnabrück verfügte eine Nutzungsuntersagung. In der Zwischenzweit wurde das Dach der Tribüne abgedeckt und die Nutzungsuntersagung wieder aufgehoben. Die Errichtung einer neuen Dachkonstruktion über der Osttribüne ist ohne weitreichende Ersatzmaßnahmen nicht möglich, da es nach erster fachlicher Einschätzung aufgrund der schlechten Substanz des Fundaments nicht möglich sein wird, ein auf Zug konstruiertes Dach zu errichten, welches die Zuschauerplätze überspannt. Der VfL Osnabrück e.V. spielte in den letzten Jahren entweder in der 2. Bundesliga oder in der 3. Liga. Das Stadion soll zweitligatauglich werden, erfüllt bislang jedoch nicht vollständig die Anforderungen der DFL an den Zweitliga-Betrieb. Dies gilt insbesondere für die Vorgabe, dass das Stadion mindestens 15.000 überdachte Zuschauerplätze vorhalten muss, wobei sämtliche Tribünenbereiche überdacht sein müssen. Daher sollen die drei Alttribünen abgerissen und neu errichtet werden.
Die AG plant den umfassenden Umbau und die Sanierung des Fußballstadions "Bremer Brücke". Ziel ist, die infrastrukturellen und baulichen Anforderungen an ein modernes Stadion zu erfüllen und dabei sowohl die Funktionalität als auch die Attraktivität des Standorts zu steigern. Im Rahmen dieser Maßnahme wird ein in Stadionprojekten erfahrenes Projektsteuerungsbüro gesucht, das die Projektleitung der AG unterstützt und die Aufgaben der Projektsteuerung übernimmt. Zu den Hauptaufgaben gehören die Koordination und Überwachung aller Projektphasen, Termin- und Kostencontrolling, Qualitätssicherung, Risikomanagement, Management der Schnittstelle zwischen AG, Planung und Bauausführung, Berichterstattung an die Projektleitung sowie der Unterstützung im Stakeholdermanagement, insbesondere im Hinblick auf die Stadt Osnabrück und den VfL Osnabrück e. V. Der Projektsteuerer wird von der Planungsphase bis zur vollständigen Inbetriebnahme des Stadions eingebunden sein, was einen Gesamtzeitraum von ca. 40 Monaten umfasst (ca. Juni 2025 bis ca. September 2028). Zum Leistungsumfang wird auf die Anlage 9 der Vergabeunterlagen verwiesen. Es wird darauf hingewiesen, dass die Auftraggeberin in der Vergangenheit bereits einen Marktteilnehmer beauftragt hat, erste Rahmenbedingungen, Projektziele und Bedarfsplanungsansätze zu entwickeln. Den Teilnahmeunterlagen sind die Arbeitsergebnisse dieses Marktteilnehmers vollständig beigefügt. Dem Marktteilnehmer wurden keine ergänzenden Unterlagen etc. über das Projekt zur Verfügung gestellt. Sofern der Marktteilnehmer aus Gesprächen mit Stakeholdern indikatives Projektwissen aufgebaut hat, ist dieses in den Arbeitsergebnissen vollständig niedergelegt. Sollte sich dieser Marktteilnehmer an dem Vergabeverfahren beteiligen, ist nicht beabsichtigt, diesen auszuschließen, weil aufgrund der vorstehenden Umstände eine Wettbewerbsverzerrung wirksam vermieden wird. Auch wurden die Eignungsanforderungen und Zuschlagskriterien so definiert, dass sich aus der Vorbefassung keine Wettbewerbsverzerrung ergibt. Auch bei der Angebotswertung wird die Auftraggeberin dafür Sorge tragen, dass dem vorbefassten Marktteilnehmer hieraus keine Vorteile erwachsen.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.