Projekt-ID: #OG05-159

Vergabe Architekten- bzw. Ingenieurleistung „Sanierung Freibad Nordrach“

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Projektbeschreibung

Die Gemeinde Nordrach plant die Sanierung des kommunalen Freibads. Die Leistungsphasen 1 bis 3 nach HOAI (Vorplanung) wurden im Zuge der erforderlichen Fördermittelantragsstellung bereits erbracht. Die Vorplanungen werden allen Bietern zur Verfügung gestellt. Die Gemeinde plant ein Architektur- oder Ingenieurbüro zu beauftragen, das die Grundleistungen der Leistungsphasen 4 bis 8 nach Anlage 11 zu § 39 Abs. 4, § 40 Abs. 5 HOAI übernimmt. Bei den weiteren Planungsleistungen soll auf die bereits vorhandenen Planunterlagen aufgebaut werden. Es ist ein Edelstahlbecken vorgesehen. Im Rahmen Genehmigungsplanung ist eine mögliche Abstimmung mit dem Gesundheitsamt bzgl. hygienetechnischer Standards vorzusehen. Falls der gestellte Förderantrag nicht bewilligt werden sollte, wird das Vergabeverfahren aufgehoben und bis dahin eventuell abgeschlossene Aufträge gekündigt. Das Freibad ist unter folgender Adresse zu besichtigen: Im Dorf 86, 77787 Nordrach.

Lose

1 Los

Bestandssituation: Das Freibad wurde 1971 erbaut. Seither gab es regelmäßig Sanierungsmaßnahmen unterschiedlichen Umfangs zu Erhaltungszwecken. Seit 2000 besteht ein höhenterrassiertes Kinderplanschbecken aus Edelstahl Rostfrei einschließlich Badewasseraufbereitungsanlage. Das sanierungsbedürftige Mehrzweckbecken aus Stahlbeton ist am Boden und an den Wandflächen gefliest. Die Versorgung des Beckens mit Reinwasser erfolgt nach dem Prinzip der Längsdurchströmung. Die Anforderungen an gemäß DIN 19643 „Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser“ sind nicht erfüllt. Der Beckenkopf muss abgebrochen und adäquat ersetzt werden. Idealerweise sollten die Einströmvorrichtungen im Beckenboden integriert werden. Die hierfür erforderlichen Einbauten können auf dem bestehenden Boden verlegt werden. Für den Erhalt der notwendigen Wassertiefen muss der Beckenwasserspiegel angehoben werden. In Folge der notwendigen Umstellung der Beckenhydraulik ist der bestehende Rohwasserspeicher auf Grund seines Nutzvolumens nicht weiter verwendbar. Das Bad wird mit Fernwärme auf Wassertemperaturen von 30 Grad beheizt. Dieses Alleinstellungsmerkmal des Bads ermöglicht eine Öffnung von April bis Oktober. Sanierungskonzept: Die Modernisierung des Freibads soll in zwei Bauabschnitten realisiert werden. Im 1. Bauabschnitt wird das Mehrzweckbecken insbesondere im Hinblick auf die veränderten Nutzungsgewohnheiten und Erwartungen der Touristen so umgebaut, dass ein erheblicher Mehrwert an Attraktivität und freizeitsportlicher Nutzung erreicht wird. Hierbei wird die Beckenhydraulik entsprechend den Anforderungen der DIN 19643 „Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser“ so verändert, dass alle Voraussetzungen für beste Badewasserqualität erreicht werden. Die bestehende Bausubstanz wurde untersucht und kann als Tragkonstruktion weiterverwendet werden. In diese wird ein Becken aus hochwertigem Edelstahl Rostfrei mit verschiedenen Ausstattungsmerkmalen eingesetzt. Der Filter zur Versorgung des Mehrzweckbeckens kann voraussichtlich noch 10 bis 15 Jahre betrieben werden. Erst danach sollte der 2. Bauabschnitt, in welchem die komplette Badewasseraufbereitungsanlage unter weitgehender Nutzung der im ersten Bauabschnitt ergänzten Ausrüstung erneuert wird, ausgeführt werden. Nach Abschluss der Baumaßnahme sind die bestehenden baulichen, technischen und funktionalen Mängel nachhaltig eliminiert und der Verbrauch von Wasser, Abwasser, Strom und Wärme gezielt verringert. Eine Wiederherstellung des bisherigen Angebotes durch ausschließliche Sanierung würde die Bemühungen seitens der Gemeinde zur Förderung des Tourismus konterkarieren. Ansprüche an Umsetzung: Die Gemeinde legt bei der Planung und Durchführung der Sanierung Wert auf eine intensive Betreuung des Projekts durch den Auftragnehmer vor Ort. Zudem ist die Gemeinde auf eine schnelle Nutzung des sanierten Freibads angewiesen (Wiedereröffnung für Sommer 2023 geplant). Die Gemeinde geht für die Sanierung des Freibads von Kosten in Höhe von ca. 4,1 Mio. EUR brutto (KG 300-700 ohne 600, DIN 276) aus. Die anrechenbaren Kosten betragen ca. 2,8 Mio. EUR netto (KG 300- 500, DIN 276). Leistungsbild und Vergütung: Die zu beauftragende Leistung umfasst die Grundleistungen der Leistungsphasen 4 bis 8 nach Anlage 11 zu § 39 Abs. 4, § 40 Abs. 5 HOAI. Die Realisierung des Projekts hängt von der Bewilligung beantragter Fördermittel ab. Für die Erfüllung dieser Leistung wird ein Honorar vorgesehen, welches die Planung und Begleitung Umsetzung der Sanierung des Freibads umfasst. Die Honorarermittlung erfolgt, unter Berücksichtigung der im Rahmen des Angebots verbindlich angegebenen Honorarparameter, für die Leistungsphase 4 auf Basis der Kostenberechnung und für die Leistungsphasen 5 bis 8 auf Basis der Kostenfeststellung. Zudem behält es sich die Gemeinde vor, im Laufe des Projekts zusätzliche Leistungen zu beauftragen. Für die Erbringung zusätzlicher Leistungen soll die Abrechnung viertelstündlich auf Nachweis erfolgen.

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