Die Auftraggeberin plant die Errichtung eines überwiegend neu aufzubauenden Fernwärmesystems "Eutin Nord". Ein bestehendes kleineres Wärmenetz bzw. bestehende Erzeugungsstandorte und -anlagen sollen integriert werden. Insgesamt wurde im Untersuchungsgebiet ein jährlicher Wärmebedarf von rund 30 GWh abgeleitet. Unter der Annahme einer Anschlussquote von 100 % und 1.600 Vollbenutzungsstunden ergibt sich eine potenzielle Fernwärmeanschlussleistung von 18,5 MWth. Hierzu müssten insgesamt ca. 450 Hausanschlüsse gebaut bzw. Gebäude an die Fernwärme angeschlossen werden. Bei abgeschätzt durchschnittlich zwei Wohneinheiten pro Gebäude, sollen also rund 900 Wohneinheiten mit Fernwärme versorgt werden. Zur vollständigen Abdeckung des Gebiets müssten ungefähr 10 km Trassen neu errichtet werden. Die hinzukommenden Fernwärmetrassen reduzieren sich um ca. 800 Meter Trassenlänge im Bereich Stolbergstraße/Lübecker Straße, da diese bereits im Rahmen einer Straßensanierung geplant wurden und sich bereits im Bau befinden. Die angenommene Wärmeliniendichte für Eutin Nord wird etwa 2.400 kWh/m betragen. Der konkrete räumliche, technische und kapazitive Umfang des geplanten Netzes (Versorgungsgebiet, anzuschließende Objekte, Anschlussleistung, Erzeugungskapazitäten, Erzeugungsstandorte) ergibt sich aus einer derzeit in Bearbeitung befindlichen Machbarkeitsstudie . Die Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung sowie die Machbarkeitsstudie bilden die fachliche Grundlage für die zu erbringenden Planungsleistungen. Mithilfe dieses Vergabeverfahrens sucht die Auftraggeberin einen Planer, der im unten genannten Umfang Planungsaufgaben übernehmen soll. Der konkrete Planungsumfang für die Wärmenetze und Hausanschlüsse ist noch nicht bestimmt. Dieser wird sich im Rahmen der derzeit laufenden Machbarkeitsstudie weiter konkretisieren, aber auch nach Abschluss der Machbarkeitsstudie noch nicht endgültig feststehen.
Die Auftraggeberin sucht mithilfe dieses Vergabeverfahrens einen Planer, der im folgenden Umfang Planungsaufgaben übernehmen soll. Als Generalplaner schuldet der Planer der Auftraggeberin leistungsbildübergreifend und schnittstellenfrei eine vollständige mängelfreie und funktionsgerechte Planung und Überwachung der Errichtung des Projekts. Dazu organisiert, koordiniert, kontrolliert und integriert er die für die Erreichung der Projektziele erforderlichen Leistungen in allen beauftragten Leistungsbildern und -phasen und gewährleistet ein einheitliches Informationsmanagement für den gesamten Planungs-, Vergabe- und Bauausführungsprozess gegenüber der Auftraggeberin. Er schuldet der Auftraggeberin damit - über die Summe der ihm übertragenen einzelnen Planungsleistungen hinaus - als Generalplaner die Vorlage eines integrierten und schlüssig aufeinander abgestimmten Planungswerks. Grundleistungen: - Objektplanung Ingenieurbauwerk für Wärmeverteilleitungen, §§ 41 ff. HOAI LPH 2 zu 100 % des Zielnetzausbaus und LPH 3 und 4 zu 30 % des Zielnetzausbaus Hinweis: Die Auftraggeberin erwartet, dass der Auftragnehmer im Rahmen der Grundleistungen auch die Rohrstatik erbringt. Das kann auch im Rahmen eines Unterauftragnehmers erfolgen. - Objektplanung Ingenieurbauwerk für Hausanschlüsse und Wärmeübergabestationen, §§ 41 ff. HOAI LPH 2 bis 4 für jeweils 30 % des Zielnetzausbaus - Objektplanung Ingenieurbauwerk für den Umbau Heizzentrale Schwimmbad und Luft-Wärmepumpe, §§ 41 ff. HOAI LPH 2 bis 4 zu jeweils 100 % des Zielnetzausbaus - Fachplanung Technische Ausrüstung (TA) für die Abwasser-Wärmepumpe, §§ 53 ff. HOAI LPH 2 bis 4 zu jeweils 100 % des Zielnetzausbaus - Fachplanung Technische Ausrüstung (TA) für die Luft-Wärmepumpe, §§ 53 ff. HOAI LPH 2 bis 4 zu jeweils 100 % des Zielnetzausbaus Hinweis: Der konkrete Planungsumfang für die Wärmenetze und Hausanschlüsse ist noch nicht bestimmt. Dieser wird sich im Rahmen der derzeit laufenden Machbarkeitsstudie weiter konkretisieren, aber auch nach Abschluss der Machbarkeitsstudie noch nicht endgültig feststehen. Weitere Informationen, insbesondere zu den umfangreichen besonderen Leistungen, die die Auftraggeberin ebenfalls beauftragt, können sie der Vergabeunterlage A - Vertragsbedingungen mit Leistungsbeschreibung entnehmen. Hochbauplanungen, insbesondere die Planung von Neubau-, Umbau- oder Erweiterungsgebäuden zur Unterbringung von Wärmeerzeugungsanlagen, Wärmespeichern und Nebenanlagen, sind nicht Gegenstand dieser Ausschreibung, diese werden separat vergeben. Der Planer liefert alle notwendigen Vorgaben und Schnittstellen.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.