Projekt-ID: #3543.87 SS

Umbau und Sanierung der Grundschule Melanchthonstraße Bremen zur Ganztagsschule - Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI, ALG 1-8

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Projektbeschreibung

Die Maßnahme umfasst den Umbau und die funktionale Neuorganisation der Grundschule Melanchthonstraße im laufenden Schulbetrieb. Gegenstand der Planung sind Umbau-, Sanierungs- und Anpassungsmaßnahmen im gesamten Schulgebäude einschließlich der Umnutzung des Hortgebäudes zur Mensa mit Küchenbereich, der Umsetzung neuer Clusterstrukturen sowie Maßnahmen zum Brandschutz und zur Herstellung der Barrierefreiheit (u. a. Einbau eines Aufzugs). Darüber hinaus wird der Erschließungs- und Umkleidetrakt der Turnhalle umgebaut und die bestehende Turnhalle in Teilen saniert und angepasst. Die bauliche Umsetzung erfolgt im Bestand in mehreren aufeinander abgestimmten Bauabschnitten. Grundlage der Planung bildet das im Rahmen des Pilotprojekts "Ganztag und Raum" der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft zusammen mit Schule, Verwaltung und Schulaufsicht entwickelte pädagogisch-räumliche Konzept. Dieses verfolgt einen integrativen Ansatz, bei dem schulisches Lernen, Betreuung und außerunterrichtliche Aktivitäten räumlich und funktional eng miteinander verzahnt werden. Das Projekt hat Modellcharakter und wird als Pilotprojekt umgesetzt und durch die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft unterstützend begleitet. Ein wesentliches Element der Planung ist die Entwicklung sogenannter Clusterstrukturen. Diese bestehen aus flexibel nutzbaren Lern-, Differenzierungs- und Aufenthaltsbereichen, die eine zeitgemäße Pädagogik unterstützen und unterschiedliche Lernformen ermöglichen. Die bereits erarbeiteten Konzepte und Planungen für das Schul- und das bisherige Hortgebäude sind verbindlich und bilden die Grundlage für die weitere Umsetzung. Ergänzend zu den schulischen Nutzungen ist die Einrichtung einer Mensa und des Cafés Melanchthon im Erdgeschoss des bisherigen Hortgebäudes vorgesehen. Das im Pilotprojekt erarbeitete Farb- und Möblierungskonzept für die Mensa ist ebenfalls verbindlich für die weitere Planung. Die Planung für den Ausgabebereich ist jedoch zu überprüfen und ggf. anzupassen. Und der Küchenbereich ist noch auf Basis des Raumprogramms zu planen. Ein weiterer zentraler Bestandteil der Maßnahme ist ein verändertes Brandschutzkonzept und die Herstellung der Barrierefreiheit. Hierzu gehört der Einbau eines Aufzugs. Darüber hinaus umfasst das Projekt auch den Ersatzneubau des Erschließungs- und Umkleidetrakts der Turnhalle sowie eine Sanierung der verbleibenden Turnhallen-Teile. Das vorhandene Vorkonzept für den neuen Erschließungs- und Umkleidetrakt ist unter Berücksichtigung von Raumprogramm und Brandschutzanforderungen zu überarbeiten. Das Schul- und Hortgebäude umfasst eine Fläche von ca. 4.100 m² BGF und die Turnhalle umfasst eine Fläche von ca. 390 m² BGF. Weitere Hinweise: Eine zentrale Herausforderung stellt das Bauen im Bestand im laufenden Schulbetrieb dar. Der Gebäudekomplex soll schrittweise umgebaut und angepasst werden. Um den Schulbetrieb möglichst störungsarm aufrechtzuerhalten, erfolgt die bauliche Umsetzung in voraussichtlich sechs aufeinander abgestimmten Bauabschnitten. Diese phasenweise Realisierung erfordert eine präzise Planung der Bauabläufe, eine enge Abstimmung aller Beteiligten sowie besondere Rücksichtnahme auf die schulischen Abläufe. Eine weitere wesentliche Rolle spielt die Innenarchitektur. Für Möblierung sowie Farb- und Materialkonzepte liegen bereits Konzepte vor, die als Grundlage dienen. Diese sind im weiteren Planungsprozess gezielt zu präzisieren (Einbaumöbel). Die innenräumliche Gestaltung ist von zentraler Bedeutung, da sie maßgeblich die Nutzungsmöglichkeiten, die Aufenthaltsqualität sowie die Lernatmosphäre beeinflusst. Insgesamt verfolgt das Projekt einen ganzheitlichen Planungsansatz, bei dem pädagogische, funktionale, bauliche und gestalterische Aspekte eng miteinander verknüpft werden. Durch gezielte Umbaumaßnahmen, die Optimierung bestehender Flächen insbesondere von Fluren und Nebenbereichen, sowie durch die Schaffung neuer Raumqualitäten wird der Schulstandort nachhaltig gestärkt und zukunftsfähig weiterentwickelt. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf etwa 5.710.000 Euro (netto). Davon entfallen ca. 1.600.000 Euro (netto) auf die KG 400.

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