In den 1940er Jahren als Kies- und Abfallgrube genutzt, fand auf dem Volksfestplatz seit den 1950er Jahren bis 2016 das namensgebende Volksfest statt. Die vollständig asphaltierte Fläche wurde zuletzt als Parkplatz sowie für einen Wochenmarkt genutzt. Nachdem der Volksfestplatz in seiner jetzigen Gesamtgröße künftig nicht mehr benötigt wird, hat die Stadt Germering eine Entsiegelung und grünordnerische Neugestaltung des Platzes untersucht und beschlossen. Zur Optimierung der Planung hat die Auftraggeberin einen Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil durchgeführt: Der Realisierungsteil des Wettbewerbs umfasste die zukünftig weiterhin öffentlichen Freiflächen, im westlichen Teilbereich des Volksfestplatzes gestaltet mit attraktiven Grünstrukturen und im östlichen Teilbereich mit befestigten Flächen für eine Marktnutzung. Der Ideenteil umfasste die städtebauliche Positionierung und Grundstücksabgrenzung für eine 6-gruppige Kita im räumlichen Zusammenhang mit der bestehenden Kita „Kleiner Muck“ an der Westseite des Volksfestplatzes. Auf Basis des Wettbewerbsentwurf wurde für den westlichen Platzbereich, die neu zu planende sowie die bestehende Kita der Bebauungsplan IG 12.2 aufgestellt. Als Information liegt der Wettbewerbsbeitrag des 1. Preisträgers (NMM [Nicole M. Meier] LandschaftsArchitektur, München mit von Angerer Architekten und Stadplaner GbR, München), der bereits mit der Planung für den Realisierungsteil beauftragt wurde, sowie der Bebauungsplan der Bekanntmachung bei. _____ Gegenstand des zu vergebenden Auftrags ist die Planung einer 6-gruppigen Kita mit einer Bruttogrundfläche (BGF) von ca. 1.130 m². Die zu planende Kita soll wie die bestehende Kita über die Anliegerstraße „Zum kleinen Muck“ erschlossen werden und den Bestand städtebaulich adäquat ergänzen. Das abgewinkelte, ein- bis zweigeschossige Gebäude bildet mit dem Bestand einen verkehrsfreien Erschließungshof. Aufgrund der Kontamination des Bodens sollen nach derzeitigem Kenntnisstand die Räumlichkeiten ohne Untergeschoss nachgewiesen werden. Die Gruppenräume sollen variabel sowohl für Krippen- als auch Kindergartengruppen genutzt werden können. Derzeit wird noch geklärt, ob die Essensversorgung über eine eigene Kochküche oder durch Mitversorgung aus der bestehenden Küche in der Kita „Kleiner Muck“ erfolgen wird. Alle für die Kita notwendigen Freiflächen sollen ebenerdig nachgewiesen werden. Bei der Umsetzung der Planung der neuen Kita ist die räumliche Nähe des Baufelds zur bestehenden, im laufenden Betrieb bleibenden Kita einerseits sowie zum abschnittsweisen Umbau des Volksfestplatzes zu Grün- und Marktplatzflächen andererseits zu berücksichtigen. Bei der Planung sind die Empfehlungen des Fachplanungsbüros für Altlasten und Boden, Nickol + Partner GmbH, zu beachten. _____ Die Auftraggeberin legt besonderen Wert auf die Wirtschaftlichkeit des Projekts. Ziel ist eine kostenoptimierte Bauweise mit rationellen und wirtschaftlichen Grundrissen nach den Prinzipien des einfachen Bauens (z.B. Gebäudetyp E). Die Bauwerke sollen durch Konstruktion und Materialwahl wirtschaftlich vertretbare Erstellungskosten erwarten lassen und langfristig insbesondere durch den Einsatz von dauerhaft wertigen und wenig pflegeintensiven Materialien, einer robusten Haustechnik sowie durch einen sparsamen Energiebedarf einen geringen Bauunterhalt sichern. Daneben soll ein besonderes Augenmerk auf der Planung eines nachhaltigen Gebäudes liegen: Es werden zukunftsweisende Entwurfskonzepte erwartet, die mit einem möglichst geringen Einsatz von Energie und Ressourcen die höchstmögliche Gesamtwirtschaftlichkeit, Behaglichkeit und Architekturqualität erzielen. Ziel ist eine Bauweise, die mit Rohstoffen und Energie sparsam umgeht und die Umweltbelastung auf ein möglichst geringes Maß vermindert. Die Kindertagesstätte soll nach derzeitigem Kenntnisstand in Holzbauweise errichtet werden, auch mit dem Ziel Bauzeiten zu verkürzen. Energetisch wird von der Auftraggeberin ein Gesamtkonzept aus Architektur und Energieeffizienz angestrebt, welches vor dem Einsatz aktiver Maßnahmen zuerst die Ausschöpfung passiver Maßnahmen (LowTech Prinzipien) prüft. Generell wird der Einsatz lokaler, regenerativer Energien angestrebt. Auf den Flachdächern soll eine Photovoltaikanlage errichtet werden. _____
Gegenstand des Auftrags sind die Leistungen der Fachplanung Tragwerksplanung entsprechend HOAI Teil 4, Abschnitt 1, Leistungsphasen 1-6 für den Neubau. Die mit zu beauftragenden besonderen Leistungen sind dem den Vergabeunterlagen beiliegenden Vertragsentwurf zu entnehmen. _____ Die Beauftragung erfolgt nach § 51 HOAI stufenweise. Im Auftragsfall wird als erste Stufe die Leistungsphase 1 und 2 beauftragt. Über eine jeweils weitere Beauftragung der Leistungsstufen entscheidet die Auftraggeberin im weiteren Verfahrensverlauf. Aus der stufenweisen Beauftragung können keine Forderungen auf die Übertragung weiterer Leistungsstufen oder weiterer Leistungen abgeleitet werden. _____ Die Tragwerksplanung wird nach derzeitigem Kenntnisstand entsprechend HOAI Anlage 14 „Objektliste Tragwerksplanung“ in die Honorarzone III eingestuft. Nach derzeitigem Kenntnisstand geht die Auftraggeberin von folgenden Kostenansätzen (netto) aus: KGr 300 ca. 2.660.000 EUR / KGr 400 ca. 800.000 EUR. _____ Der Planungsbeginn erfolgt unmittelbar nach der Auftragserteilung im Sommer 2026. Mit der Durchführung der Baumaßnahme soll 2027 begonnen werden. Die Fertigstellung der Baumaßnahmen soll im Sommer 2029 erfolgen, die Inbetriebnahme erfolgt Anfang September 2029.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.