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Projekt-ID: #2025-0157-70

Entwicklung, Erprobung und Betrieb innovativer smarter Sharing-Lösungen für nachhaltige Quartiere - Innovationspartnerschaft nach § 19 VgV - Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM)

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01.04.25 Frist

Projektbeschreibung

Entwicklung, Erprobung und Betrieb innovativer smarter Sharing-Lösungen für nachhaltige Quartiere - Innovationspartnerschaft gemäß § 19 VgV - Als Antwort auf die fortschreitende Klimakrise will die Stadt Münster bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Die Entwicklung von der Abfallwirtschaft zur Kreislaufwirtschaft spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (awm) - nachfolgend auch: "der Auftraggeber" - haben das Ziel formuliert, Münster bis 2030 in eine Hauptstadt der Abfallvermeidung zu entwickeln. Der Weg dorthin kann jedoch nur gemeinsam in einem großen Netzwerk gegangen werden. Die wesentlichen Aspekte dabei: Abfälle sollen vermieden werden, wann immer es geht. Wenn Abfälle anfallen, sollen sie sortenrein getrennt werden, so dass sie optimal verwertet und in die Stoffkreisläufe zurückgegeben werden können. Unter dem Claim "alle wirken mit!" ist Münster aufgerufen, nur das zu konsumieren, was tatsächlich benötigt wird, auf langlebige Produkte zu setzten, Gegenstände möglichst nicht neu zu kaufen, sondern zu leihen, verschenken und zu tauschen, Gegenständen durch Upcycling ein "neues Leben" zu geben, verpackungsfrei beziehungsweise möglichst verpackungsarm einzukaufen, auf Mehrweg statt auf Einweg zu setzen und Abfall sortenrein zu trennen, so dass er optimal verwertet werden kann. Um diese Ziele zu erreichen, wurde das Smart City-Fokusprojekt "Abfallfreie Quartiere" entwickelt, welches im Bundesprogramm "Modellprojekte Smart Cities" vom Bundesministerium für Städtebau (BMWSB) gefördert wird. In den Modellprojekten Smart Cities sollen beispielhaft für deutsche Kommunen strategische und integrierte Smart-City-Ansätze entwickelt und erprobt werden, um vielfältige Lernbeispiele für die gesamte Bandbreite der kommunalen Landschaft zu schaffen. Die einzelnen Förderprojekte sollen also einen Mehrwert für alle Kommunen in Deutschland generieren. Entwickelte Lösungen sollen skalierbar und replizierbar sein und mithin durch Wissenstransfer zu hoher Verwertbarkeit der Ergebnisse führen. Dieser Wissenstransfer ist ein zentraler Bestandteil der Modellprojekte Smart Cities: Austausch und Zusammenarbeit zwischen den Kommunen können dabei helfen, dass möglichst viele von den Erfahrungen Einzelner profitieren, gute Ansätze für andere nutzbar gemacht und gemeinsam schnell aus Erfolgen sowie Misserfolgen gelernt wird. Dazu sind die geförderten Kommunen verpflichtet, am Erfahrungsaustausch über die geförderten Modellprojekte hinaus aktiv mitzuwirken und geförderte Software-Lösungen als Open-Source bzw. freie Software zur Verfügung zu stellen, um zukünftige Weiterentwicklungen und die Übertragbarkeit auf andere Städte zu ermöglichen.

Lose

1 Los

Smarte Sharing-Lösungen im Quartier: 1. Intelligentes Verleihsystem/ Verleihstation im Quartier 2. Intelligenter Tausch- und Verschenk-Markt im Quartier 3. KI im Schüttungsprozess: Identifizieren von Störstoffen im Bioabfall 4. Füllstand-Sensorik in öffentlichen Abfallbehältern Mit Hilfe eines Kommunikations- und Sensibilisierungs-Konzeptes werden diese Lösungen transparent an die Menschen im Quartier kommuniziert. Ziel ist es, eine größtmögliche Akzeptanz der Erprobung und Motivation zur Umsetzung der beabsichtigten Verhaltensänderungen zu erreichen - bis hin zu einem ressourcenschonenden Konsum. Durch diese kombinierten Ansätze strebt die Stadt Münster eine effektive Integration von Digitalisierung und Bürgerbeteiligung für eine nachhaltige Abfallwirtschaft an. Durch eine begleitende Untersuchung soll sowohl die Skalierung erfolgreicher Maßnahmen vor Ort als auch der mögliche Einsatz im ganzen Stadtgebiet und in weiteren Kommunen unterstützt werden. Suffizienz: weniger ist mehr & sharing is caring. Bei den beiden ausgewählten Modellquartieren Oxford und York handelt es sich um neu geplante Wohngebiete auf ehemaligen Kasernenanlagen in den Stadtteilen Gievenbeck und Gremmendorf (siehe Kartenausschnitt in Anlage B04), in denen digitale Verleih- und Tauschstationen aufgestellt werden sollen. Dabei gilt: Abfallvermeidung und Wiederverwendung stehen vor Recycling und (thermischer) Verwertung. Die Quartiersbewohner*innen sollen, anstatt neue Gegenstände zu kaufen, diese leihen und eigene, gut erhaltene Gegenstände, die sie nicht mehr benötigen, zum Verschenken oder Tausch anbieten. Bei der Erstausstattung der Leihgegenstände ist eine Bürgerbeteiligung geplant. Im York-Quartier steht hierfür eine Fläche von 4200mm (Länge) mal 700mm (Tiefe) zur Verfügung (siehe Kartenausschnitte in Anlage B02 und B03). Im Oxford-Quartier soll die Station auf der Fläche der Mobilstation Nord aufgestellt werden. Hierfür sind aktuell zwei potenzielle Standorte in der Diskussion (konkrete Angaben siehe Vergabeunterlagen).

Vertragslaufzeit 14.07.2025 – 30.12.2026

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