Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ist Eigentümerin des 19 ha großen Plangebietes der bun-deseigenen ehemaligen Siedlung amerikanischer Streitkräfte an der Neuherberg- / Rockefellerstraße im Münchner Norden. Die größtenteils 3-geschossige Wohnbebauung weist überwiegend Sanierungs- und Aufwer-tungsbedarf hinsichtlich des baulichen Standards auf. Aufgrund der geringen baulichen Dichte besteht zudem Entwicklungspotenzial für eine qualifizierte Bestandsentwicklung. Im Rahmen der Wohnbauoffensive des Bundes sollen barrierefreie, attraktive und zeitgemäße Wohnungen für Bundesbedienstete geschaffen werden. Die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum im Umfang von 500 bis ggf. 1.000 Wohneinheiten soll durch eine zu prüfende Mischung aus Sanierung und Dachgeschossausbau, Ersatzneubauten und ergänzender Neubebauung umgesetzt werden. Die ausschließlich privaten Grün- und Freiflächen im Wohnumfeld weisen sowohl eine geringe Gestaltqualität als auch aufgrund von intensiver Nut-zung größtenteils nur noch ein geringes Artenspektrum auf; hier besteht Aufwertungspotential. Im Zusammenspiel mit der vorhandenen Bau- und Freiflächenstruktur sollen dabei neue stadträumliche und landschaftliche Qualitäten geschaffen werden. Als wichtiger Baustein für die nachhaltige Entwicklung sind insbesondere die Belange des Klimaschutzes, der Klimaanpassung und des Regenwassermanagement zu be-rücksichtigen. Es wird ein nichtoffener Realisierungswettbewerb gem. RPW 2013 mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren gem. § 3 Abs. 3 RPW durchgeführt. Der Wettbewerb richtet sich an Generalplanende (Bewerbergemeinschaf-ten zwingend aus Architektinnen und Architekten sowie Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitek-ten, sofern die Bewerberin bzw. der Bewerber nicht selbst Architektin bzw. Architekt und Landschaftsarchitek-tin bzw. Landschaftsarchitektin ist oder die notwendige Qualifikation im Büro nachweisen kann) und wird anonym durchgeführt. Die zusätzliche Beteiligung von Stadtplanerinnen bzw. Stadtplaner im Wettbewerb ist zulässig. Für den Wettbewerb werden Teilnehmende gesucht, die Fachkunde und Erfahrung mit Projekten mit vergleichbarer Komplexität entsprechend der Aufgabenstellung haben. Um eine angemessene Lösung zu fin-den, ist ein Wettbewerb mit 9 Teilnehmenden mit anschließendem Verhandlungsverfahren (gem. §14 Abs. 4 Pkt. 8 VgV) vorgesehen. Der Wettbewerb wird in Abstimmung mit der Bayerischen Architektenkammer durchgeführt. Der Wettbewerb gliedert sich in zwei Teile. Teil 1 "Flächenplanung" hat ein städtebaulich- und freiraumplaneri-sches Konzept des Gesamtgebiets der ehemaligen Siedlung amerikanischer Streitkräfte an der Neuherberg- / Rockefellerstraße in München zum Ziel. Teil 2 "Objektplanung" umfasst die Gebäude- und Freianlagenpla-nung für Neubauten und einen exemplarischen Ersatzneubau auf Grundlage § 34 BauGB vorgezogene Maß-nahmen im Teil nordöstlich der Neuherbergstraße in einer Größenordnung von ca. 11.000 m2 BGF (entspricht ca. 115 Wohneinheiten).
Für die Bewerbung ist zwingend eine Bewerbergemeinschaft aus Architekturbüro, Landschaftsarchitekturbüro und Stadtplanungsbüro zu bilden, sofern die Bewerberin bzw. der Bewerber nicht selbst Architektin bzw. Architekt, Landschaftsarchitektin bzw. Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin bzw. Stadtplaner ist oder die notwendige Qualifikation im Büro nachweisen kann. Für den Wettbewerb werden Teilnehmende gesucht, die Fachkunde und Erfahrung mit Projekten mit vergleichbarer Komplexität entsprechend der Aufgabenstellung haben. Das Verfahren gliedert sich in folgende Schritte: 1) In einem ersten Schritt (Bewerbungsverfahren) wählt die Ausloberin (später: Auftraggeberin) sechs Teilnehmende für den Ideen- und Realisierungswettbewerb aus. Drei weitere Teilnehmende wurden bereits vorab ausgewählt, namentlich - bogevischs büro, München mit grabner huber lipp Landschaftsarchitekten, München - H2R Architekten, München mit roedig schop Architekten, Berlin und Wamsler Rohloff Wirzmüller Landschaftsarchitekten, Regensburg - PSA Architekten, München mit Grabow Klause Architekten, München und P38 Landschaftsarchitekten, München Die in Ziffer 5.1.9 aufgeführten Auswahlkriterien Nr. (1) bis (9) sind im Sinne von Mindestanforderungen für die Teilnahme nachzuweisen. Ist die Anzahl der Bewerbenden, die die Auswahlkriterien erfüllen, größer als die benannte maximale Zahl der Teilnehmenden am Wettbewerbsverfahren, wird eine Auswahl durch Losentscheid getroffen. Ebenso wird eine angemessene Anzahl von Nachrückenden durch Losentscheid ermittelt. 2) Mit den insgesamt neun vorab ausgewählten bzw. im Bewerbungsverfahren ermittelten Wettbewerbsteilnehmenden wird ein Planungswettbewerb gemäß RPW 2013 und §§69ff, §§78ff VgV durchgeführt. 3) Im Anschluss an den Wettbewerb prüft die Auftraggeberin die Eignung der Preistragenden unter Anwendung der in Ziffer 5.1.9 genannten Eignungskriterien für die Teilnahme am anschließenden Verhandlungsverfahren. 4) Die Auftragsvergabe erfolgt in einem nachgeschalteten Verhandlungsverfahren gemäß §14 (4) 8. VgV). Die Ausloberin wird für die Teilaufgabe 1 „Flächenplanung“ und für die Teilaufgabe 2 „Objektplanung“ jeweils ein gesondertes Verhandlungsverfahren gem. § 17 VgV mit den jeweiligen preistragenden Planungsteams durchführen und, unter Würdigung der Empfehlung des Preisgerichts, jeweils ein oder mehrere preistragende Planungsteams mit den zu vergebenden Leistungen beauftragen. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn und soweit der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird. Mit dieser Bekanntmachung erhalten die Interessenten zunächst alle Unterlagen, die für die Erstellung eines Teilnahmeantrags erforderlich sind (Teilnahmeantrag mit Anlagen, Lageplan Wettbewerbsgebiet). Die weiteren Unterlagen (Auslobungstext, Leistungsbeschreibung, Vertragsentwurf, Zuschlagskriterien im Verhandlungsverfahren etc.) werden den jeweils ausgewählten Wettbewerbsteilnehmenden bzw. Bietenden sukzessive im weiteren Verlauf des Verfahrens zur Verfügung gestellt, wenn sie für die Erstellung eines Wettbewerbsbeitrags bzw. eines Angebots im Verhandlungsverfahren erforderlich werden.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Noch keine Vergabeunterlagen verfügbar.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.