Projekt-ID: #E67285593

Industriefläche Saarlouis Roden, Los 1: Baubereich Winterstauplatz (WSP) und Nachunternehmerfläche (NU- Fläche)

works

Projektbeschreibung

Am Standort des Ford-Werks Saarlouis wird Ford bis November 2025 die Produktion des FOCUS einstellen. Bis voraussichtlich 2032 sollen Aktivitäten mit einem Arbeitskräftevolumen von ca. 1.000 Menschen auf dem Gelände verbleiben. Das Gesamtgelände besteht aus dem eigentlichen Werk und dem Ford Industrial Supplier Park „FISP“. Das Werk wird sich flächenmäßig schrittweise auf eine Fläche mit der Bezeichnung „Ford 1000“ verkleinern. Um die freiwerdenden Flächen für den Ansiedlungsinteressenten Ravensburger Pharmakonzern Firma Vetter baureif zu machen, wird ein schrittweiser Rückbau der Flächen und der sich darauf befindlichen Infrastruktur notwendig. Dieser schrittweise Rückbau startet auf dem Winterstauplatz „WSP“ und der Nachunternehmerfläche „NU-Fläche“ (Los 1), gefolgt vom Bereich „Compound“ (Los 2) und im letzten Schritt der Fläche der Endproduktion „Assembly“ sowie einer Erschließungsstraße, dem „Saarland-Korridor“ (Los 3). Die vorliegende Teil-Maßnahme wird unter dem Begriff „Los 1: Baubereich Winterstauplatz (WSP) und Nachunternehmerfläche (NU Fläche)“ geführt. Es handelt sich um vorbereitende Maßnahmen welche zunächst in den Bereichen Winterstauplatz (WSP) und Nachunternehmerfläche (NU-Fläche) notwendig werden. Der Begriff „Nachunternehmerfläche“ ist eine in der Ford Historie entstandene Flächenbezeichnung. Es handelt sich folglich lediglich um eine Namensbezeichnung für diese Fläche. Auf dem Winterstauplatz (WSP) werden aufgrund von Leitungsneuverlegungen zunächst Oberflächenabträge (Asphalt + Hochofenschotter) notwendig, die Leitungs- und Kanalneuverlegungen bedingen ferner Eingriffe in die tieferen Bodenbereiche. Hieraus ergeben sich auch Eingriffe in durch externe Gutachter bestimmte Sanierungsbereiche aus historischen Bodenbelastungen. Die Nachtunternehmerfläche (NU-Fläche) soll für den Neubau einer Sprinklerstation und mehreren Trafoanlagen vorbereitet werden – diese Anlagen sind nicht Gegenstand der Ausschreibung, betreffen jedoch diesbezügliche Koordinationspflichten der parallel laufenden Projekte. Die Vorbereitung bedingt den Rückbau der bestehenden Oberflächen, Gleisstrukturen und einer Neuverlegung der bestehenden oberirdischen Fernwärmehochtrasse in den Untergrund zu optimalen Flächenausnutzung.

Lose

1 Los

Folgende AN-Leistungen sind Gegenstand der Maßnahme: (1) Der Auftraggeber überträgt dem Auftragnehmer die funktionsgerechte Herstellung des vorstehend bezeichneten Bauvorhabens. (2) Der Auftragnehmer erhält vom Auftraggeber die mit der Ausschreibung überlassenen Planungsleistungen. Dies sind im wesentlichen Planungen aus den Leistungsphasen 1 bis 3. Weitere Planungsleistungen, insbesondere die Ausführungsplanung für die durchzuführenden Bauleistungen ist Bestandteil der Planung des Auftragnehmers. (3) Im Übrigen schuldet der Auftragnehmer die Erbringung einer vollständigen Leistung (Planungs- und Bauleistungen sowie Lieferungen) zur Erreichung des geschuldeten funktionalen Werkerfolges. Dabei schuldet er alle Leistungen, die erforderlich sind, um diesen Werkerfolg zu erreichen, gleich ob diese Leistungen ausdrücklich ausgeschrieben sind oder nicht. Insbesondere: - Schaffung einer neuen Zuwegung zur Baumaßnahme über den Gleisdamm Winterstauplatz / Halle West - Rückbau der bestehenden versiegelten Flächen in den Planbereichen Winterstauplatz/ Nachunternehmerfläche im Kontext von Medienverlegung, Sanierungsgegenständen und Neubauten. - Trennung und Neubau von bestehenden Medienverbindungen des Altbestands Ford nach Vorgaben der Betreiber unter Berücksichtigung der parallelen Weiterproduktion der Fordwerke Saarlouis, des Ford Supplier Parks und zukünftig Ford 1000. - Einbeziehung von Sanierungsvorgaben der Genehmigungsbehörde, insbesondere zum Bodenaustausch. - Geländeregulierung in Teilbereichen zur Schaffung von egalisierten Flächen - Neuerrichtung von versiegelten Flächen im Rahmen des Straßenbaus. Zum Leitungsneubau zählen: - Regenwasserableitung - Schmutzwasserableitung - Wasserleitungen (Trink- / Brunne- und Feuerlöschwasser) - Strom (Leerrohrsystem) - IT und Telekommunikation (Leerrohrsystem) - Umverlegen der berstenden Gas- und Fernwärmeleitungen Verkehrlich: - Aufweitung des Einfahrbereichs an Halle West Regenwasserableitung: Die Regenwasserableitung (während der Baumaßnahme) erfolgt über den nächstgelegenen Anschlusspunkt (Westen) mit Anschluss an bestehende Entwässerungssysteme. Hierbei ist eine Absetzeinrichtung zwischenzuschalten, um einen Eintrag von Stoffen (z.B. Sand, oder Boden) in das öffentliche Kanalnetz zu vermeiden. Durch Sanierungsanforderungen ist angedacht, die bestehende Entwässerungseinrichtung im Bereich WSP neu zu errichten. Zudem ist auch für den zukünftigen Ausbau der Nachunternehmerfläche und die neue Zufahrtsstraße die Regenwasserableitung einzurichten. Schmutzwasserableitung: Die angedachte neue Schmutzableitung sieht vor, den Altbestand im Bereich der Nachunternehmerfläche, topografisch, sinnvoll aufzunehmen und über den Bereich WSP I umzuverlegen, um dadurch eine größtmögliche Flächennutzung des WSP zu ermöglichen. Trink-, Industrie- und Feuerlöschwasser: Die neue Wasserversorgung wird, über die bereits im Süden der Ford-Werke befindliche Trinkwasserhauptleitung der Stadtwerke in einer gesonderten Maßnahme erfolgen. Im Zuge einer Neuverlegung der bestehenden Brunnenwasserleitung im Bereich WSP, wird auch ein Anschluss auf die NU-Fläche geführt, um die Nutzung des Brauchwassers zu ermöglichen. Auch soll das Brauchwasser der neuen Sprinklerstation als Füllmedium dienen. Anschlüsse der Sprinklerzentrale an den Bestand Ford, bzw. für weitere Nutzer werden in diesem Zusammenhang durch durchgeführt, bzw. vorgestreckt. Elektroversorgung: Eine neue Mittelspannungstrasse soll durch die VSE-Verteilnetz vom Umspannwerk Saarwellingen an das Gelände herangeführt werden. Deren Vorbereitung mittels Leerrohrsystem bis zur Halle West, wird innerhalb der Maßnahme durchgeführt. IT und Telekommunikation: Die Schaffung von unabhängigen Übergabepunkte zur Datenanbindung. Sonstiges: Für die Wärmeversorgung der Ansiedlung sollen Abgänge der bestehenden Fernwärme- und Gasleitungen an die Nachunternehmerfläche, bzw. zum Ansiedlungsübergabepunkt geführt werden. Die Dimensionierung und der Bedarf ergibt sich wiederum auf der noch beizustellenden Bedarfsplanung der Fa. Vetter. Alle Arbeiten müssen dabei die noch laufende Produktion der Ford-Werke Saarlouis berücksichtigen und Umschlusszeiten von Ver- und Entsorgungsmedien sind entsprechend zu terminieren.

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